Kürbis, Rezept, Vegan, Vegetarisch

Kürbis-Süßkartoffel-Curry

Da steh ich so in meiner Küche mit den Resten des Langen von Neapel und denk mir: „Da mach ich ganz einfach Suppe“. Und wie ich da so vor mich hin denk, seh ich eine Süßkartoffel und denk mir weiter: „Die kann auch mit rein“.

Und weiter schweift mein Blick zum Gewürzregal: „Ah schau, mit Curry hab ich auch schon lang nix mehr gemacht“. Und bei Curry denk ich mir: „Warum nicht gleich ein cremig-sämiges Wohlfühl-Curry mit Reis“.

Deswegen verrat ich meinem Liebsten oft nicht, was Abends auf den Tisch kommt, weil es meistens eh ganz anders kommt 🙂

Obwohl: Er merkt sich meistes eh net, was ich ihm sag und ich red ihm dann ein, dass genau das geplant war.

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit bei diesem Wohlfühlessen!

Eure

Krista

🧡 🧡 🧡

350 g Kürbis (geschält gewogen, in 1 cm große Würfel geschnitten)
250 g Süßkartoffel (ebenso geschält und in 1 cm große Würfel geschnitten)
2 Zwiebeln, halbiert und in Streifen geschnitten
2 EL Rapsöl
1/2 Stange Zitronengras
1 Stück Ingwer (rd. 2 cm), fein gehackt oder gerieben
2 EL Currymischung
1 Dose Kokosmilch
200 ml passierte Tomaten
Salz

Reis

Zwiebelwürfel und Ingwer in Rapsöl kurz anbraten und dann die Kürbis- und Süßkartoffelstücke ein paar Minuten mitbraten. Das Currypulver einrühren und mit Kokosmilch und den Tomaten aufgießen. Das Zitronengras etwas andrücken und mit dazu geben. Ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit den Reis kochen (entweder klassisch am Herd oder so wie ich im Dampfgarer – 99 Grad Vitaldampf 40 Minuten).

TIPP:
Ingwer habe ich immer im Tiefkühler – bereits in kleinere Stücke zerteilt – eingefroren. Bei Bedarf kann er noch gefroren auf einer Reibe zerkleinert werden

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Österreichische Küche, Erdäpfel, Hauptspeisen, Rezept

Erdäpfel-Wirsing-Gröstl

Eines unserer Lieblingsessen im Herbst und Winter ist dieses Gröstl mit mehr oder weniger gleich bleibenden Zutaten. Das hängt einerseits vom Gusto ab und andererseits vom Inhalt von Kühlschrank und Speis.

Es gibt daher heute von mir wieder einmal nur die Inspiration und keine Mengenangaben.

Deswegen, weil es halt ein Restlessen ist und weil ich spontanes Zusammenwürfeln von Lebensmitteln einfach mag und euch auch davon begeistern will.

Anstelle des Wirsings könnt ihr Weißkraut oder sogar Rotkraut nehmen. Lauch oder Jungzwiebel passen in so etwas auch immer hervorragend. Und mit Hörnchen drin ist es dann irgendwie schon fast ein Grenadiermarsch.

Fix sind auf jeden Fall die Erdäpfel. Mit dem mir angetrauten Waldviertler im Haus geht das auch gar nicht anders 🤪

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit bei diesem Wohlfühlessen!

Eure

Krista

🧡🧡🧡

Wirsing, geviertelt, vom Strunk befreit, in Streifen geschnitten
Erdäpfel (vorgekocht) in Scheiben geschnitten
Zwiebel, in Würfel geschnitten
Speck (kann man für eine vegetarische Variante einfach weg lassen)
Petersilie, gehackt
Salz
Pfeffer
Kümmel
Majoran
Rapsöl
etwas Essig

Zwiebel (und Speck) in Rapsöl anbraten, dann den Wirsing dazu und alles gemeinsam schön braun braten. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen und mit etwas Essig ablöschen. Dann den Deckel drauf und bei mittlerer Hitze weich dünsten.

Die Erdäpfel in Rapsöl knusprig braun braten, mit dem Wirsing vermischen und kräftig abschmecken. Mit Petersilie (und ev. gerissenem Kren) garnieren und mit rote Rüben Salat servieren.

Den Salat mache ich übrigens auch selber, weil in den fertig gekauften Salaten so unglaublich viel Zucker und sonst noch was drin ist. Die Rauna kauf ich allerdings meistens schon vorgegart, das erspart einiges an Zeit. Die schneide ich dann einfach in feine Scheiben und mariniere sie mit Apfelessig, Rapsöl, etwas Wasser und würze mit Salz, Pfeffer und Kümmel und viel frischem Kren.

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Gemüse, Hauptspeisen, Kürbis, Multidampfgarer, Rezept

Kürbisschnitzerl mit Kürbiskernpanier und Dip

Obwohl ich ein bekennender Fan des Wiener Schnitzels bin – vorzugsweise vom Schweinsfilet mit Erdäpfelsalat und selbst gemachter Sauce Tartare – ist die vegetarische Variante mit dem im eigenen Garten gewachsenen „Langen von Neapel“ eine farbenfrohe, gesunde Abwechslung. Der Lange von Neapel eignet sich deshalb gut, weil er nur wenige Kerne hat und aufgrund seiner Form gut zum Schälen geht. Wenn ihr keinen Langen von Neapel bekommt, dann ist der Butternut-Kürbis eine gute Option – auch hier: wenige Kerne und einfach zu schälen.

Das Rezept reicht als Hauptgang für 4 Personen, eignet sich aber auch ganz fein nur mit Dip als Vorspeise oder wenn was übrig bleibt (war hier nicht der Fall) kann man die Schnitzerl auch kalt jausnen. Bei uns gab’s dazu noch ein paar bunte Erdapferl aus dem Garten, im Dampfgarer gegart und nur kurz in Butter geschwenkt und einen grünen Salat.

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!

Eure

Krista

Gerne könnt ihr meinen Blog weiterempfehlen 🙂
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Und für alle, die´s – so wie ich – immer genau wissen wollen:

5 Fakten rund um den Kürbis:

  • Der Kürbis zählt botanisch gesehen zu den Beeren
  • Es gibt rund 800 bekannte Sorten
  • Kürbis hat im Durschnitt nur 25 – 30 kcal pro 100 g – natürlich unpaniert 🙂
  • Kürbis liefert viele Vitamine (Beta-Carotin als Vorstufe für Vit. A, Vitamin C & E), Mineralstoffe (Kalium, Magnesium) und Ballaststoffe und kann sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken
  • Kürbis macht schön und hält jung: die enthaltene Kieselsäure wirkt positiv auf Haut, Nägel und Bindegewerbe (ja, ja Cellulluite ade :), das enthaltene Alpha-Carotin verlangsamt den Alterungsprozess

Momentan ist die beste Zeit, sich bei den Kürbisstandln oder direkt beim Bauern mit Vorräten einzudecken, viele Kürbissorten halten im Keller bis zum Frühjahr und die Verwendungsmöglichkeiten sind fast unendlich – auf meinem Blog gibt es auch schon einige Kürbisrezepte.

Zutaten:
1 kg Kürbis in Scheiben (zB Langer von Neapel)
100 g Mehl
3 Eier
100 g Kürbiskerne, fein gehackt
140 g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
Rapsöl (zum Herausbacken)

Dip:
2 Becher Sauerrahm
6 Zehen Knoblauch, fein gehackt oder durch die Presse gedrückt
2 EL Preiselbeermarmelade
1/2 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Kürbisscheiben salzen und etwas stehen lassen, dann zieht der Kürbis Wasser und das Mehl haftet besser an beim Panieren. Falls ihr die Kürbisschnitzel nicht in der Pfanne herausbacken wollt und im Besitz eines Multidampfgarer seid, dann wird nun das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorgeheizt.

Nun die „Panierstraße“ aufbauen: in die erste Schüssel kommt das Mehl, in die zweite die verquirlten, etwas gesalzenen Eier und in die dritte die Brösel-Kürbiskernmischung.

Nun die Kürbisscheiben wie Schnitzel panieren und entweder schwimmend in Öl in einer Pfanne heraus backen, bis sie goldbraun knusprig sind (und bissfest) oder für die ölsparende Variante im Multidampfgarer den panierten Kürbis mit Öl besprühen, auf ein Patisserieblech legen und den Ofen auf Intervalldampf umstellen (180 Grad) und ca. 30 Minuten im Rohr backen.
TIPP: ein tiefes Backblech mit nasser Küchenrolle drunter schieben, dann spart ihr euch etwas Backrohr-Putzzeit

Währenddessen für den Dip alle Zutaten verrühren und abschmecken und gemeinsam mit den Kürbisschnitzerl anrichten.

MOIZEIT!

Frisch geerntet und angeschnitten schaut er so aus:

MEHR KÜRBIS GIBT’S HIER:

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Gemüse, Hauptspeisen, Rezept, Vegan, Vegetarisch

Letscho mit Reis

Paprika haben ja gerade Saison und es gibt sie in den schönsten, leuchtendsten Farben. Genau das richtige zum Aufhellen des Gemütes an grauen Herbsttagen. Ich hab keine Ahnung, ob Letscho tatsächlich so gemacht wird (Im Original sind glaub ich auch Paradeiser drin), aber so hab ich es aus Kindertagen in Erinnerung, wenn´s die Oma gemacht hat. In ihrer Variante natürlich mit edelsüßem Paprika, ich hab anstatt dessen eine schöne Gewürzmischung von Sonnnentor verwendet.

Mit Thymian, Rosmarin und Oregano würds a bissl mediterraner, mit Kreuzkümmel zum Beispiel a bissl orientalischer.

Wie immer wünsch ich mir von Euch, dass ihr durch meine Inspiration was Neues ausprobiert – zahlt sich geschmacklich echt aus und erweitert den Horziont, so ein Verlassen der kulinarischen Komfortzone.

Heute gibt es von mir daher keine genauen Mengenangaben, sondern quasi nur den Basis-Bausatz.

Bunte Paprika und Chilis
rote oder weiße Zwiebel
Knoblauch
Rapsöl
Tomatenmark
Apfelessig (od. Hesperiden)
Salz, Pfeffer und Gewürze
– ich habe zB. Adios Salz! Gartengemüse von Sonnentor verwendet
https://www.sonnentor.com/de-at/onlineshop/gewuerze/pikante-mischungen/adios-salz!-gemuesemischung-gartengemuese-bio-packung

Die Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, den Knoblauch hacken und beides in Rapsöl anschwitzen. Währen dessen die Paprika- und Chilischoten halbieren und in Streifen schneiden. Zum Zwiebel geben und mitbraten. 2-3 EL Tomatenmark (natürlich je nach Menge) einrühren und mit etwa Essig ablöschen. Die Gewürze zugeben mit etwas Wasser aufgießen und zu lange köcheln, bis das Gemüse für euch den richtigen Biß hat.

Der Reis dämpft in der Zwischenzeit bei mir im Dampfgarer und fertig ist das gesunde Essen.

Wie immer wünsche ich euch ein frohes Nachkochen und viel Spass beim Ausprobieren von neuen Gewürzen!

Alles Liebe, eure Krista


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Gemüse, Jause, Rezept, Salate, Vegan, Vegetarisch

Spicy Rotkrautsalat mit Räuchertofu

Heute lege ich euch 2 Produkte ans Herz, die mit Leidenschaft und Liebe von Mostviertler Biobäuerinnen hergestellt werden. Und das mache ich aus voller Überzeugung und nicht weil ich dafür bezahlt werde 😊.

Zum einen ist das der Bio-Tofu namens ERNA http://www.erna-tofu.at/, der von Edith Wieder und Inge Lagler in der Nähe von Melk aus Bio-Sojabohnen hergestellt wird, die die beiden selbst anbauen. Ich gestehe, ich war bis dato kein recht großer Tofu-Fan. Doch dieses Produkt hat mich eines besseren belehrt. Vor allem der hier verwendete Räuchertofu. Der beste Ehemann von allen hat tatsächlich gedacht, es wäre Speck im Salat 😉🥓.

Zum Anderen ist das meine neue Lieblingswürzsauce „Kürbiskern Spice“ vom Mostviertler Bio-Kürbishof Metz in Haag https://www.biokuerbishof-metz.at/. Laut Karin Metz „die Mostviertler Antwort auf Sojasoße„, hergestellt aus dem Kürbiskernpresskuchen, der bei der Kernölproduktion anfällt. Somit eine nachhaltige und No-Waste-Geschichte – so etwas gefällt mir ja sowieso immer.

Und wie das schmeckt – so herrlich umami!

Erhältlich ist das Kürbiskern Spice in vielen Regionalläden (zB http://regionalhuette.at) und natürlich bei der Familie Metz direkt am Hof (und auch im Online-Shop).

Den Tofu, den es natürlich auch ungeräuchert, also Natur gibt, bekommt ihr zum Beispiel hier: https://myproduct.at/brand/erna-bio-naturtofu, – In meiner näheren Umgebung ist er leider noch in keinem Geschäft erhältlich, aber wir arbeiten dran, dass sich das in Bälde ändert. Einen Auszug der Bezugsquellen findet ihr ganz unten.

Gott sei Dank bringt mir die liebe Edith Wieder manchmal ein Stück vorbei – Danke Edith 🙏😊!

Wir basteln uns also mit Mostviertler Zutaten einen asiatisch angehauchten herbstlichen Rotkrautsalat. Wie klingt das?

Über Likes und wenn ihr den Beitrag vielleicht sogar teilt, freu ich mir natürlich einen Haxn aus 🤪.

Viel Spaß beim Nachmachen und beim Genuss dieser Geschmacksexplosion wünscht euch eure Krista.

♥️

Der Salat ist auch perfekt zum Mitnehmen für Schule, Arbeit oder für ein Picknick (nächsten Sommer halt dann 😁). Einfach in a Gurkenglasl füllen und einpacken.

1 kleiner Kopf Rotkraut (ca. 600 g)
1 Bioorange (Zesten und Saft)
1 Biolimette (Zesten und Saft)
2 Thai-Chili-Schoten (oder ähnliches), sehr fein gehackt
50 ml Kürbiskern-Spice (alternativ: Sojasauce)
20 ml Sesamöl
1 EL Agavendicksaft
2 grob gehackte Knoblauchzehen
1 Bund Jungzwiebel
1/2 Granatapfel
2 EL weißer Sesam
2 EL Kürbiskerne
200 g geräucherter Tofu (in 1 cm Würfel geschnitten)
2 EL Apfelessig

Das Rotkraut fein nudelig schneiden, einsalzen und fest durchkneten. Dann einige Stunden, besser noch über Nacht stehen lassen. Für die Marinade den Saft von Orange und Limette, Sesamöl, Chilis, Kürbiskern-Spice, Sesamöl, Agavendicksaft und den Knoblauch in ein Schraubglas geben und ordentlich schütteln, damit es sich gut vermischt. In dieser Marinade wird der Tofu für ca. 1 Stunde eingelegt.

Während der Tofu durch zieht, die Jungzwiebel waschen, putzen und das Weiße in Streifen und das Grüne in Ringe schneiden, vom Granatapfel die Kerne herauslösen und Sesam und Kürbiskerne trocken in einer Pfanne rösten, bis sie duften. Das alles wird nun mit dem Rotkraut vermischt.

Den Tofu aus der Marinade nehmen, etwas abtupfen und in 1 EL Rapsöl knusprig braten. Herausnehmen und die Marinade in der Pfanne kurz erhitzen und über das Kraut gießen. Nun kommt noch der Apfelessig dazu und der Salat wird, falls nötig, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Ihr könnt den Tofu unters Kraut mischen oder als Topping oben drauf geben.

Bezugsquellen Erna Tofu:

d`Greisslerei in St. Leonhard/Forst
Spar Prauchner in Pöchlarn
Wilhelmsburger Hoflieferanten
Bio Hansinger in Kilb
Bio Gerda in Melk
diverse Regionalläden bei Melk (Spielberg,) Loosdorf, St. Pölten (Dirndl Regionalladen), Mazzetti, ebenfalls St. Pölten, Waldviertel2Go (Pöggstall, Maria Taferl), Emmersdorf, Maria Laach,
Kurz ums Eck in Hürmund
verschiedenen Onlinebestell-Abholshops: Greißlerei 2.0 in St.Pölten, Speiselokal in Neulengbach und Kaufhaus Krauthappel in Wilhelmsburg

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Italienische Küche, Jause, Rezept, Schnelle Küche, Snacks

Campari, chin-chin & la dolce vita – Aperitivo in Mailand

Der Abschluss meiner kulinarischen 3-Städte-Reise durch Italien ist Mailand. Was mir zu Mailand einfällt? Campari und „Chin-chin“. Der Namensgeber und Erfinder des roten Kultgetränks aus Mailand war Gaspare Campari. In seiner Bar am Piazza del Duomo neben der Galleria Vittorio Emanuele experimentierte er so lange herum, bis er 1862 dann den Klassikern unter den Aperitvi erfunden hatte.

Die Rezeptur ist angeblich seitdem unverändert und ich hatte schon das Vergnügen, in der Wirkungsstätte von Signore Campari am Mailänder Domplatz den besten – und wahrscheinlich auch teuersten – Campari meines Lebens schlürfen zu dürfen und „la dolce vita“ auf mich wirken zu lassen.

Besonders in Mailand allgegenwärtig ist die Tradition des Aperitivo, das Getränk in netter Runde, das Appetit auf das Abendessen machen soll. Dazu ein paar leckere Kleinigkeiten, wie Oliven, Bruschette oder zum Beispiel diese Polenta-Häppchen mit Gorgonzola und/oder Mailänder Salami.

Wer also heute am Tag der Nachbarschaft in seinem Grätzel mit den Lieblingsnachbarn ein Gläschen oder zwei zu sich nimmt, hier die schnelle Idee für die „Unterlage“ dazu :):

Chin, chin, cari amici – stoßen wir an auf ein wunderbares Herbstwochenende und das Leben.

Alles Liebe wünscht euch eure Krista!

für 1 Blech:

250 g Polenta
500 ml Gemüsesuppe
1 TL gehackter Rosmarin
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Gorgonzola und Salami Milano nach Geschmack

Die Suppe erhitzen, den Rosmarin zugeben und die Polenta einrühren. Auf sehr kleiner Flamme 3 Minuten kochen lassen, dabei immer gut umrühren, die Masse brennt echt schnell an. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf ein eingeöltes Backblech streichen (30 x 30 cm, ca. 0,5 cm hoch). Abkühlen lassen und danach in gleich große Stücke schneiden (ca. 5 x 5 cm).

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Polentawürfel portionsweise goldbraun braten. Währenddessen das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Die Polenta auf Küchenrolle abtropfen lassen und dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Stücke mit Gorgonzolawürfel belegen und ca. 10 Minuten im Rohr überbacken. Aus dem Rohr nehmen und auf den heißen Polentahäppchen Salamischeiben verteilen (oder für Vegetarier auch nicht).

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Fleisch, Hauptspeisen, Italienische Küche, Jause, Rezept, Snacks, Vorspeisen

Supplì alla romana – römische Reiskroketten

Unsere Italienreise führt uns nach unserem Aufenthalt in Neapel nun nach Rom – in die ewige Stadt.

Die römischen Supplì sind DAS Streetfood in der italienischen Hauptstadt. Angeblich brachten die Truppen Napoleons mit Fleisch gefüllte weiße Reisbälle nach Rom, welche dann weiter entwickelt wurden. Daher der Name Supplì alla romana – vom französichen Wort „surprise“ – für die Überraschung im Inneren – nämlich den Mozarella.

Umgangssprachlich werden die köstlichen Kroketten auch supplì al telefono genannt, da die Fäden, die der Mozarella zieht, an „Telefonkabel“ erinnern.

Bei Streetfood möge man meinen, es handelt sich um schnelle Küche. Das sind die Supplì zwar sicher beim Essen, bei der Zubereitung bei Gott nicht. Aufwändig, aber jede einzelne Minute wert.

Wenn ich also wieder einmal von mehreren Kilo Faschierten einen riesigen Topf Ragu alla Bolognese koche, dann wird 1/2 kg davon für dieses Rezept verplant.

Viel Freude beim Nachmachen und buon appetito, ihr Lieben ♥️,
wünscht euch eure Krista von kochliebe.at.

ergibt ca. 25 Stk. (à 50 g)

30 g Butter
1 EL Olivenöl
400 g Risottoreis
100 ml Weißwein
1/2 l Rindsuppe
2 Eier
30 g geriebener Parmesan
500 g Ragú alla Bolognese
100 g Mozarella in kleine Würfel geschnitten
Mehl, Ei, Brösel zum Panieren

Butter im Olivenöl schmelzen und den Risottoreis darin glasig werden lassen. Mit dem Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen und dann nach und nach mit Suppe aufgießen. Wie bei Risotto – immer wieder einen Schöpfer nach gießen und dann wieder weiter köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesaugt ist. Aufs Umrühren nicht vergessen, das kann recht schnell anbrennen. Der Reis sollte nicht ganz al dente gekocht werden, da die Bällchen nachher noch frittiert werden und der Reis sonst zu matschig wird.
Die Masse dann etwas abkühlen lassen, bevor die 2 Eier, der geriebene Parmesan und das Ragú untergerührt werden.

Mit feuchten Händen Kugeln zu je 50 g formen und jeweils ein paar Mozarellastückchen in der Mitte verstecken. Im Anschluss werden die Bällchen klassisch paniert (Mehl, Ei, Brösel) und dann in heißem Öl frittiert bzw. so wie ich es auch manchmal mache: rundherum mit Öl einpinseln und in meinem Mutltidampfgarer bei 180 Grad Intervalldampf 30 Minuten auf einem Patisserieblech backen.

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Gemüse, Hauptspeisen, Italienische Küche, Rezept, Vegetarisch, Vorspeisen

Parmigiana di melanzane alla napoletana

Zum heutigen Herbstbeginn holen wir uns noch einmal den Sommer zurück, den der eine oder andere von Euch vielleicht in Bella Italia verbracht hat. Als ich kürzlich gefragt wurde, welche Speisen typisch für drei bestimmte Städte in Italien sind, habe ich in allen meinen italienischen Kochbücher geschmökert und recherchiert.

Die erste Station unserer Italienreise führt uns kulinarisch nach Neapel. Im Standardrepertoire jeder neapolitanischen Nonna gibt es sicher ein Rezept einer „Parmigiana“ – das ist ein Auflauf aus Melanzani, Tomaten und Käse – einfach & gut, wie so viele Gerichte aus unserem Lieblings-Nachbarland.

Ansprüche auf die Erfindung der „Parmigiana“ stellen nicht nur Kampanien mit Neapel, sondern auch Sizilien und die Emila Romagna.

Für die sizilianische Erfindungsgeschichte spricht, dass die Basiszutat – die Melanzani – offensichtlich bei der Eroberung Siziliens durch die Sarazenen im Jahr 827 ins Land gefunden hat, eine der ersten Erwähnungen einer „Parmigiana“-ähnlichen Rezeptur gab es jedoch erst 1839 in „Cucina casarinola“, einer neapolitanischen Rezeptsammlung von Ippolito Cavalcanti, Herzog von Buonvicino.

Der Einfluss der Emilia Romagna wiederum findet sich auf jeden Fall durch die Verwendung des Parmigiano Reggiano, der im wesentlichen nur in der Emilia Romagna hergestellt werden darf (um genau zu sein: in 4 Provinzen der Emilia Romagna plus in einer Provinz in der Lombardei).

Aber ganz egal, woher die Parmigiana historisch gesehen auch kommt, hier und jetzt schmeckt man Italien und den Sommer. Ein Stück Weißbrot und ein Glas Vino rosso dazu – und alles ist gut.

Buon appetito!

für eine Auflaufform:
3 große Melanzani
Salz
1 Flasche passierte Tomaten (680 g)
5 große Knoblauchzehen
1 Hand voll Basilikum
300 g Mozarella (in Scheiben geschnitten)
90 g Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer

Zuerst die Melanzani längs in Scheiben schneiden, gut einsalzen und ca. 30 Minuten stehen lassen.

Dann für die Tomatensauce die Knoblauchzehen und das Basilium hacken und mit den passierten Tomaten in einen Topf geben, salzen und pfeffern und ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Nun das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen.

Wenn die Melanzani Wasser abgeben, die Scheiben mit Wasser abspülen, gut trocken tupfen und beidseits mit Olivenöl bestreichen (oder wie ich es mache: ich gebe die Melanzani in eine große Schüssel, gebe das Öl drüber und vermische alles gut mit den Händen). Auf einem Backblech verteilen und bei 200 Grad Grillstufe grillen bis sie schön gebräunt sind.

Nun wird geschichtet:
eine Auflaufform mit Öl ausstreichen und als Erstes eine Schicht Melanzani hineinlegen, darauf etwas Tomatensauce, darauf ein Drittel des Mozarellas und darauf ein Drittels des Parmesans. Dies insgesamt drei Mal – die oberste Schicht soll Parmesan sein.

Das Ganze kommt nun 25 Minuten bei 180 Grad Heißluft ins vorgeheizte Backrohr.

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