Gemüse, Hauptspeisen, Rezept, Schnelle Küche, Vegan, Vegetarisch, Vorspeisen

Bunte Gemüsepfanne

Knackig & g’schmackig
Bunt & xund

5 Portionen Obst oder Gemüse am Tag. So wird es von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung empfohlen. Und jetzt in der Hochsaison des Ernteherbstes ist es ein Leichtes, das umzusetzen. Und das noch dazu in einer Farbenpracht, die einen noch einmal zusätzlich motiviert, gesund zu essen und etwas für seinen Körper zu tun.

Und tatsächlich verrät die Farbe eines Gemüses seine Inhaltsstoffe und wie es uns bei unserer Gesundheit unterstützen kann.

ROT
Für die Farbe sorgt der Pflanzefarbstoff Lycopin, der unser Herz-Kreislauf-System schützt und den Blutdruck reduzieren kann. Lycopin wird leichter verwertet, wenn man es erhitzt. Tomatensauce ist also noch gesünder, als Tomaten roh zu essen.

GELB oder ORANGE
Hier sorgen Carotinoide für die Farbe. Auch diese schützen das Herz-Kreislauf-System und haben entzündungshemmende Wirkung. Weiters wirken Carotinoide positiv auf Augen und Haut.

GRÜN
Das hier enthaltene Chlorophyll ist wahrscheinlich der bekanntest Pflanzenstoff. Jeder von uns hat wahrscheinlich schon in der Volksschule gelernt, wie das mit der Photosynthese funktioniert. Dementsprechend unterstützt grünes, also chlorophyllhaltiges Gemüse den Sauerstofftransport in unserem Körper. Chlorophyll fördert den Zellaufbau, wirkt entgiftend und fördert die Wundheilung.

VIOLETT oder BLAU
Die Färbung kommt hier von Anthocyanen, welche sich positv auf den Cholesterinspiegel auswirken und zum Beispiel vor Hautalterung schützen!!! Also weg mit der Anti-Falten-Creme und her mit Melanzani, Zwetschgen und Feigen.

WEISS
Wiewohl weiß keine Farbe ist und weißes Gemüse daher auch keine Pflanzenstoffe enthält, enthält es Quercetin, das blutdrucksenkend wirkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Die besonders in Zwiebeln enthaltene Sulfide wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Diese sind auch in meinem persönlichem Favoriten hinsichtlich gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe – dem KNOBLAUCH – enthalten, zu dessen besonderer Wirkung muss ich demnächst einmal extra etwas schreiben.

Soviel zur Wissenschaft, jetzt aber geht’s an den Genuss. Obwohl ich normalerweise ein Riesenfan von der reichlichen Verwendung von Gewürzen und Kräutern bin: bei diesem Gericht ist weniger mehr. Etwas Knoblauch und Rosmarin, Salz und Pfeffer reichen aus, um den Eigengeschmack aus den einzelnen Gemüsesorten herauszukitzeln und alles gemeinsam zu einem runden Geschmackserlebnis werden zu lassen.

Ihr könnt zu dieser Gemüsepfanne Reis oder Baguette servieren, das Gemüse in einen Wrap füllen oder ihr grillt euch einen schönen Grillkäse oder ein Kotelett dazu. Ich genieße es heute pur und freu mich, weils gesund ist und schmeckt.

Ich wünsche euch wie immer viel Freude beim Nachkochen und freue mich über eure Likes und Kommentare!

Eure

Krista

1 rote Zwiebel
1 Bund Jungzwiebel
4 – 5 Knoblauchzehen
1 Zucchini
400 g Mini Melanzani „striped Toga“ (oder natürlich auch „normale“ Melanzani)
500 g Bunte Paprika und ein paar bunte Tomaten
1 Zweig frischer Rosmarin
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Ich schneide das Gemüse in grobe Stücke und brate es in drei Teilen wie folgt an, damit jedes Gemüse den richtigen Gargrad hat. Am Schluss vermische ich alles und schmecke noch einmal ab.

  1. Rote Zwiebel, Jungzwiebel mit etwas Knoblauch und Zuchini in einer Pfanne in Olivenöl anbraten, bis die Zucchini für euch den richtigen Biss haben. Dann in in einen Topf leeren.
  2. Als nächstes kommen die Melanzani dran. Diese in der Pfanne wiederum mit Olivenöl mit einem Zweig Rosmarin bis zum gewünschten Gargrad braten und dann zu den Zucchini geben.
  3. Zu guter Letzt brate ich die Paprika mit Rosmarin in Olivenöl an, bis sie ebenfalls noch schön knackig sind. Dann noch schnell die stückigen Tomaten etwas mitbraten, damit´s saftig wird. Die Paprika-Tomaten kommen nun auch in den Topf zum anderen Gemüse. Alles schön verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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„Hasselback“-Rüben mit Limettenbutter

Frühherbst oder Spätsommer?

Egal, wie man diese Zeit bezeichnet – ich liebe diese Tage, an denen es am Morgen herbstlich kühl ist, der Hochnebel in den Bergen hängt, beim ersten Kaffee des Tages am Balkon der Atem zu sehen ist, man aber weiß, dass spätestens das Mittagessen bei Sonne und Wärme draußen genossen werden kann.

Genauso ist auch dieses Essen: Herbstliches Wurzelgemüse mit sommerlichen Aromen.

Dem Ehemann/Testesser hats geschmeckt „A sehr a runde G´schicht“.

Apropos Geschichte: Der Name geht lt. Wikipedia auf den schwedischen Koch Koch Leif Elisson aus zurück, der diese Zubereitungsart 1953 im Restaurant Hasselbacken auf der Stockholmer Insel Djurgarden einführte. Es werden hier Kartoffeln eingeschnitten, mit Butter bestrichen und im Ofen gegart. Und nicht nur Kartoffeln kann man dafür verwenden.

Ich steh ja auf ausgefallene Gemüsesorten und -raritäten. Die rote Rüben der Sorte „Goldball“, die ich beim Netswerk geholt habe, (https://www.netswerk.net/gstadt/) eignen sich hervorragend für dieses Aromenzusammenspiel.

Vorspeise für 4 Personen:
4 Rote Rüben „Goldball“ (oder natürlich „normale“)

Limettenbutter:
50 g Butter
20 g Olivenöl
Schale und Saft von 1/2 Biolimette
1 Knoblauchzehe gehackt
5 g Ingwer gerieben
Salz und Pfeffer

Limetten-Petersilien-Joghurt
400 g griechisches Joghurt
1 Chilischote fein gehackt
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 Hand voll Petersilie gehackt
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Jungzwiebel zur Dekoration



Das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Die Rüben waschen und in eine ofenfeste Form mit ca. 2 cm Wasser geben. Ca. 1 Stunde im Ofen garen.

Während die Rüben im Ofen sind, alle Zutaten für die Limettenbutter in einen Topf geben und erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Rüben in eine Auflaufform setzen und mit 1/3 der Limettenbutter beträufeln bzw. in die Einschnitte füllen. Für ca. 30 Minuten bei 190 Grad Heißluft im Ofen backen, bei der Hälfte der Backzeit wiederum mit 1/3 der Limettenbutter übergießen.

Für das Limetten-Petersilien-Joghurt alle Zutaten verrühren und abschmecken. Je nach gewünschter Schärfe kann mehr oder weniger Chili genommen werden.

Am besten schmeckt das Ganze, wenn die Rüben leicht lauwarm auf dem Joghurt angerichtet werden und mit der restlichen Limettenbutter und Jungzwiebelringen garniert werden. Wer mag, nimmt sich noch ein Stück Baguette dazu und setzt sich damit in die Sonne.

Viel Freude beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Eure

Krista von kochliebe.at

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Ofengeröstete-Paprika & Tomaten-Suppe

Die Süße von sonnengereiften Tomaten gepaart mit den Röstaromen des im Ofen gebratenen roten Paprika ergänzt um den Geschmack des salzigen Ricotta als Erinnerung an den letzten Italienurlaub – das ist der Geschmack des Sommers, verpackt in dieser cremigen Suppe.

In meiner Phantasie habe ich mich beim Ernten des Gemüses in meinem Garten gesehen, den typischen Geruch einatmend, der beim Pflücken von Tomaten entsteht und wie ich mit vollem Korbe in die Küche zur Zubereitung schreite.

Na ja, der Gartensommer war bei uns bezüglich der Tomatenernte mehr als bescheiden, da quasi mit Null zu beziffern und die Paprika sind noch grün.

Das Rezept wollte ich euch aber trotzdem nicht vorenthalten und so schritt ich mit meinem Korbe halt Richtung Wochenmarkt und hab mir dort die Zutaten geholt, um für euch den ausklingenden Sommer in einem Rezept zu konservieren.

ergibt ca. 6 große Teller Suppe:
500 g rote Paprika
1 kg Rispentomaten
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
7 – 8 Zweige Thymian
1 mittelgroße rote Zwiebel
etwas Schale von Biozitrone und -orange (ca. je von 1/4, getrocknet oder frisch)
2 EL frische Thymianblättchen
Salz und Pfeffer

50 g geriebener Ricotta salata (Ersatzweise Parmesan) als Einlage

Das Backrohr auf 230 Grad Grillstufe aufheizen. Als nächstes steche ich die Tomaten rundherum mit einem Zahnstocher ein, vermische sie in einer feuerfesten Form mit etwas Olivenöl, dem in Scheiben geschnittenen Knoblauch und den Thymianzweigen und schiebe das Ganze auf mittlerer Schiene ins Backrohr. Dann werden die Paprika halbiert, entkernt und mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblechen gelegt. Wenn die Tomaten 10 Minuten im Rohr waren, kommen die Paprika auf die obere Schiene dazu. Nach weiteren 20 Minuten sollte die Paprikahaut ziemlich schwarz sein.

Das Gemüse aus dem Rohr nehmen, die Thymianzweige entfernen und die Paprika häuten. Tomaten und Paprika grob würfeln und den Saft auffangen.

TIPP:
Die Paprikahälften zum Abkühlen in ein Plastiksackerl geben, dann lässt sich die Haut besser abziehen. Auch hier den Saft aufheben, der sich beim Abkühlen im Sackerl absetzt.


Die rote Zwiebel würfeln und in etwas Olivenöl ca. 5 Minuten bräunen. Die beiden Gemüsesorten und die Zitrussschalen dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. 20 Minuten köcheln lassen und dann mit dem Stabmixer oder im Standmixer pürieren. Sollten die Tomaten zuwenig Flüssigkeit abgegeben haben und die Suppe zu dickflüssig ist, mit etwas Gemüsesuppe verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Thymianblättchen einrühren.

Die angerichtete Suppe mit etwas Ricotta salata bestreuen. Ohne Käse ist die Suppe vegan und vegetarisch!

Buon appetito, cari amici!

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Garten, Gemüse, Rezept, Schnelle Küche, Suppen, Vegetarisch, Vorspeisen

Zucchini-Kräuter-Süppchen

𝐃𝐢𝐞 𝐙𝐮𝐜𝐜𝐡𝐢𝐧𝐢 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 🙈

💚

Heiss ersehnt und auch gefürchtet von jedem Hobbygärtner ist sie nun auch bei uns da:

Die Zeit, in der die Zucchini täglich reif werden und innerhalb eines Tages von Mini- zu Maxigemüse explodieren.

💚

Da starte ich doch recht simpel mit einem einfachen Süppchen mit gaaaanz vielen Kräutern (da wucherts auch im Hochbeet), weil der Zucchini an sich gibt ja ehrlicherweise geschmacklich nicht allzu viel her.

💚

Gutes Gelingen und Mahlzeit, Ihr Lieben!

1 gelbe oder grüne Zucchini (rd. 600 g)
1 Zwiebel (ca. 80g)
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
1/2 Biozitrone (Abrieb und Saft)
3/4 l Gemüsesuppe
2 Handvoll Kräuter (ich habe verwendet: Zitronenthymian, Salbei, Oregano, Estragon, Liebstöckl)
zur Dekoration (Ringeblume, Estragonblüten, Oreganoblüter oder sonstige)
Salz und Pfeffer

Das Gemüse grob hacken (wird dann eh püriert) und in Olivenöl etwas anbraten, den Abrieb und den Saft der Zitrone dazugeben und mit der Suppe aufgießen. Eine Handvoll Kräuter dazugeben und alles ca. eine halbe Stunde leicht köcheln lassen. mit einer weiteren Hand voll Kräutern im Standmixer (oder mit dem Stabmixer) zu einer cremigen Suppe mixen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und mit ein paar Blüten dekorieren

TIPP: Ich verwende die ganzen Kräuter, also auch den Stiel, außer er ist sehr hart, für die Hand voll, die mitgekocht wird.

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Gefüllte Nektarine auf Rucola

Irgendwie hab ich mich in letzter Zeit zu sehr auf die „absichtliche“ Neuentwicklung von Rezepten konzentriert und hab das spontane „etwas-aus-dem-Kühlschrank-zaubern“ a bissl aus den Augen verloren, obwohl mir das so Spass macht.

Und siehe da, kürzlich war es wieder soweit: Ein Blick in den Kühlschrank und da waren sie – Nektarinen, die schon bessere Tage gesehen haben. Dann noch etwas Rucola, der weg musste und eine angefangene Packung von meinem momentanem Lieblingskäse (danke https://www.milchwerkstatt-krenn.at/ für euren Weichkäse, ohne den geht momentan gar nichts 🤗) und in der Brotlade noch ein Scherzerl Schwarzbrot.

Daraus wurde dann eine pikant gefüllte Nektarine mit einem Innenleben aus Käse und Walnüssen, im Ofen überbacken, auf Rucola mit einem Birnensenf-Dressing und Schwarzbrot-Croutons.

Meinung des Lieblingsmannes: „Seeeehr stimmig“.

😊

Ich wünsch euch viel Spass beim Ausprobieren und Verkosten und würde mich sehr freuen, wenn ihr meinen Blog weiterempfehlt und mich auch auf Instagram oder Facebook besucht.

Hier gibt es mehr Krista & kochliebe.at auch zwischen den Blogbeiträgen.

Alles Liebe,

♥️

Eure Krista

Zutatenliste für 4 Vorspeisenportionen:
4 Nektarinen (waschen, halbieren und den Kern entfernen)
2 Scheiben Schwarzbrot in Würfel geschnitten
2 EL Walnusskerne grob gehackt
1 TL geriebene Biolimettenschale
1 EL frische Thymianblättchen
65 g Weichkäse vom Bauern (zB https://www.milchwerkstatt-krenn.at/ ersatzweise Feta)
Honig (od. Agavendicksaft oä.)
80 g Rucola

Dressing für den Rucola:
2 TL Mostviertler Birnensenf (zB http://www.distelberger.at/page.asp/-/Essig_Senf_Chutneys)
4 EL Olivenöl
1 TL geriebene Biolimettenschale
4 EL Brombeerbalsamico (oder ähnlichen Essig)
2 EL Wasser
1/2 TL Honig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. Backrohr auf 230 Grad Grillstufe vorheizen.
2. Die Schwarzbrotwürfel in etwas Olivenöl und einer angedrückten Knoblauchzehe mit 4 Zweigen frischem Thymian in einer Pfanne goldbraun rösten.
3. Während dessen eine Auflaufform mit Olivenöl einstreichen.
4. Die Brotwürfel zum Abkühlen auf einen Teller geben.
5. Die Walnüsse ohne weiteres Fett für 1 Minute in die gleich Pfanne geben und ca. 1 Minute rösten
6. Die Nektarinen waschen halbieren und entkernen.
7. Die noch warmen Nüssen mit der Limettenschale, dem Thymian und den Weichkäsewürfeln vermengen und auf die
Nektarinen aufteilen.
8. Jede Nektarinenhälfte mit etwas Honig beträufeln und in die vorbereitete Form setzen. Ca. 5 Minuten überbacken.
9. Während die Nektarinen im Rohr sind, den Rucola waschen und alle Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas geben und ordentlich durchschütteln oder mit dem Stabmixer aufmixen.
10. Den Rucola mit dem Dressing marinieren, auf 4 Tellern anrichten und mit den Brotcroutons vermischen. Darauf je 2 lauwarme Nektarinenhälften setzen. Den Bratensaft, der sich im Rohr gebildet hat darüber träufeln.

Und genießen!

♥️

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Beef Tartar

Es gibt dieses eine Gericht auf der Speisekarte, das ich im Restaurant einfach immer bestellen muss, auch wenn es tausend andere feine Sachen gibt. Kennt ihr das?

So geht´s mir mit Beef Tartar.

Ab und zu belohne ich mich dann auch zu Hause damit. Belohnungen sind nämlich wichtig für die Seele 😊

Und ich sag´s gleich: ich hacke das Fleisch nicht selber, sondern lass mir das beim Fleischhauer meines Vertrauens doppelt faschieren. Ja, ich gestehe – da bin ich faul 😉

Und obwohl ich sonst eher der Typ „klassische Zubereitung“ bin, hab ich diesmal was dazugemischt, das mir bei einem meiner letzten Ausflügen in unseren Regionalladen in die Hände gefallen ist: Kürbiskern Spice vom Kürbishof Metz in Haag (https://www.biokuerbishof-metz.at/ – unbeauftragte, unbezahlte Werbung)

Kleiner Tipp am Rande noch:
es muss nicht zwingend das Filet vom Rind sein, ich nehme weißes oder schwarzes Scherzl, das schmeckt auch ganz fein.

1/2 kg schwarzes Scherzel – doppelt faschiert
50 g Zwiebel, fein gehackt
30 g Gurkerl, fein gehackt
1 TL Kapern
1 TL Abrieb von der Biozitrone
1 EL Rapsöl
2 EL Ketchup
1/2 TL Cayennepfeffer
1 TL englischer Senf

Als Spezialzutat: 1 TL Kürbis Spice (vom https://www.biokuerbishof-metz.at/ – wenn das nicht vorhanden ist, einfach mehr würzen oder die gute alte Worcestershiresauce nehmen.

Salz und Pfeffer (Achtung beim Salz, wenn man das Kürbis Spice verwendet, das ist ähnlich wie Sojasauce relativ salzig.

Alle Zutaten gut vermengen und dann entweder auf Toastbrot, getoastetem Schwarzbrot oder sonstigem Gebäck genießen.

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Hauptspeisen, Jause, Rezept, Schnelle Küche, Snacks, Vegetarisch, Vorspeisen

Rhabarber-Weichkäse-Tarte

Am letzten Wochenende durfte ich euch mein Fichtenwipferl-Gelee präsentieren. Da es fast zu schade ist, „nur“ als Brotaufstrich verwendet zu werden, findet es heute Platz auf meiner Rhabarber-Weichkäse-Tarte.

Essenstechnisch bin ich nicht zwingend der große Freund des – für mich viel zu sauren – Gemüses (ja, Rhabarber ist kein Obst). Aber er wächst bei uns im Garten, da aus den Blättern eine Jauche zur Bekämpfung von Blattläusen hergestellt werden kann und wir in unserem Garten auf künstliche Schädlingsbekämpfung verzichten.

Somit habe ich mir eine pikante, durch das Wipferlgelee leicht süße Alternative zu Rhabarberkuchen und -kompott überlegt, die aufgrund der Farbkomposition von rötlich gefärbtem Rhabarber und rosa Beeren nicht nur optisch, sondern auch geschmackstechnisch gesehen, hervorragend mit einem Glas Rosé harmoniert.

Mit einer Schüssel grünem Salat macht man daraus eine feine, frühlingshafte Hauptspeise.

1 Packung fertiger Tarteteig (rund)

250 g Ricotta
Salz, Pfeffer
1 TL frische Thymianblättchen
Abrieb 1/2 Bioorange
1 TL Fichtenwipferlgelee (bzw. Honig od. Ahornsirup)

250 g Rhabarber (ev. geschält, wenn er sehr fasrig ist)
1 EL rosa Beeren
1 TL frische Thymianblättchen

100 g Weichkäserolle in 2-3 mm düne Scheiben geschnitten *

Wipferlgelee, Orangenabrieb, rosa Beeren und Thymian für oben drauf

Eine Tarteform mit Backpapier auslegen und den Teig hinein legen. Den Ricotta mit Salz, Pfeffer, Thymian, dem Orangenabrieb und dem Wipferlgelee verrühren und auf dem Teig verstreichen.

Den Rhabarber in 0,5 cm Stücke schneiden und auf der Ricottamasse verteilen. Die rosa Beeren zwischen den Handflächen verteilen und mit den Thymianblättchen den Rhabarber gleichmäßig bestreuen.

Den dünn geschnittenen Weichkäse oben auf legen und alles noch einmal mit etwas Orangenabrieb, Thymianblättchen und rosa Beeren dekorativ bestreuen und Kleckse des Gelees auf den Käsescheiben platzieren.

Im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad Heißluft 25 Minuten backen, bis der Käse schön braun ist.

* in diesem Rezept habe ich den Weichkäse von Krenn’s Milchwerkstatt verwendet. Weich, aber schnittfest zugleich https://www.milchwerkstatt-krenn.at/ unbezahlte Werbung

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Gemüse, Rezept, Vegetarisch, Vorspeisen

Rote Rüben Carpaccio

Nach der Ostervöllerei wird’s wieder etwas leichter in der kochliebe-Küche. Wieder einmal ein Gericht mit einer meiner Lieblingsgemüsesorten, der Rauna. Eigentlich wollte ich das Rezept ja an einem frühlingshaften Tag posten, schaut aber so aus, als würde das noch a bissl dauern mit dem Frühling.

Damit ihr die Rote Rüben in ganze feine Scheiben schneiden könnt, braucht ihr entweder eine Küchenmaschine, einen Gemüsehobel oder so wie ich ein unglaublich scharfes handgeschmiedetes Messer mit Holzgriff – mein absolutes Lieblingsmesser. Das gute Stück habe ich meinem lieben Mann vor 3 Jahren zu meinem Geburtstag um 1 Euro abgekauft. Ja, abgekauft, weil es nämlich angeblich Unglück bringt, bzw. die Freundschaft zerschneidet, wenn man ein Messer herschenkt. Und dass wollen wir ja nicht.

Und wenn man kein Gemüse damit schneidet, eignet es sich am Besten überhaupt zum Speck schneiden😉👌.

Für 4 Personen als Vorspeise:

2 mittelgroße gekochte Rote Rüben

3 EL Sauerrahm
1 EL Agavendicksaft
2 EL Holunderblütenessig
2 EL Haselnussöl
Abrieb von 1/2 Bioorange
2 EL frischer Orangensaft
1 EL Kren

Die Rote Rüben in sehr dünne Scheiben schneiden und auf einem Teller auflegen und etwas salzen. Die restlichen Zutaten mit einem Quirl versprudeln und die Roten Rüben damit beträufeln. Dann den Kren darüber streuen. Ich habe zusätzlich noch mit Orangenscheiben, gekochten Wachteleiern und eingelegten Senfkörnern dekoriert.

Mit Baguette oder Brot servieren!

Mehr Rezepte mit roten Rüben: https://kochliebeat.wordpress.com/__trashed/ https://kochliebeat.wordpress.com/2021/03/16/rauna-aufstrich-crossover/ https://kochliebeat.wordpress.com/2021/01/30/be-my-valentine-dich-koch-ich-mir-ein-krenschaumsuppe-mit-rote-ruben-apfel-ravioli/

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Rezept, Vorspeisen

Lachsforellentartar auf 2erlei Mousse

Dank eines Kollegen komme ich zu Weihnachten immer zu selbst geräucherten Lachsforellenfilets aus unserem schönen Ybbstal. Eines dieser Filets hat über Neujahr im Kühlschrank darauf gewartet, von mir zu einem neuen Experiment verarbeitet zu werden. Heute präsentiere ich euch daher eine Vorspeise, die, wie man bei uns sagt „a Weda mocht“, also was her macht und trotzdem relativ einfach zu machen ist. Schaut aufs Erste a bissl kompliziert aus, aber die einzelnen Komponenten sind schnell zubereitet, einzig die Kühlzeiten muss man einrechnen.

Als Variante (z. B. wenn man eine Komponente nicht mag), könnte man auch nur 2 von drei Teilen kombinieren. Bzw. funktionieren das Rote Rüben Mousse und das Tartar natürlich auch als eigenständige Vorspeise, ich würde hier einfach die Menge verdoppeln. Das Apfelkren-Mousse könnte ich mir gerade jetzt beim Schreiben als Schicht auf einer Tafelspitz-Sulz vorstellen, hmmmm ……
Bevor ich zu sehr abschweife, hier das Rezept:

Rote Rüben Mousse
200 g rote Rüben gekocht und in Würfel geschnitten
100 g Sauerrahm
3 EL frisch gerissener Kren
1/2 TL Kümmel
1 TL Honig
1 TL geriebene Zitronenschale (natürlich Bio)
mit dem Stabmixer zu einer feinen Masse pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in 50 ml leicht erwärmtem Obers auflösen und mit der Rote-Rüben-Masse verrühren. Auf 4 Portionsgläser (ca. 200 ml) verteilen. Wer so etwas nicht hat, Whiskey-Gläser tun’s auch. Die Gläser kalt stellen, damit die Masse fest werden kann, bevor die zweite Schicht eingefüllt wird, das Ganze soll sich ja nicht vermischt (dauert ca. 1 Stunde). Während das erste Mousse fest wird, kann die nächste Schicht vorbereitet werden.

Apfelkren-Mousse
2 mittelgroße, säuerliche Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden
In 100 ml Most (oder Apfelsaft, wenn’s alkoholfrei sein soll) und 1/2 TL ganzem Anis weich kochen (dauert ca. 5 Minuten je nach Größe der Würfel). Danach abkühlen lassen. Wer den Anisgeschmack nicht mag, einfach weglassen (mich erinnert der Geschmack an Ouzo, also Griechenland, also Urlaub – momentan nicht das Schlechteste 🙂

Die Apfelwürfel samt Flüssigkeit plus 1 TL Honig und 2 EL frisch gerissenem Kren mit dem Stabmixer pürieren und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Danach Kühlschrankkontrolle: Erst wenn sicher ist, dass die erste Mousse fest ist, 2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in 50 ml leicht erwärmtem Most oder Apfelsaft auflösen. Unter das Apfelmus rühren und als zweite Schicht in die Gläser füllen. Danach wieder ab in den Kühlschrank.

Lachsforellentartar
200 g geräucherte Lachsforelle ohne Haut und entgrätet, in feine Würfel geschnitten mit dem Saft 1/2 Bio-Zitrone, 1/2 fein gehackten roten Zwiebel und 1 EL Olivenöl extra vergine vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Tartar als dritte Komponente in die Gläser füllen und mit etwas Grünem dekorieren (Brunnenkresse, Petersilie, Schnittlauch)

Et voilà…..

Mit Toastbrot, Baguette oder geröstetem Schwarzbrot servieren.

Guten Appetit und viel Freude beim Nachkochen!

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Hauptspeisen, Rezept, Vorspeisen

Winterliche Glücksrollen

Nach dem 80er-Jahre-Retro-Essen mit Schinkenrollen mit Gemüsemayonnaise und gefüllten Eiern am Heiligen Abend und dem Bratl mit Knödel und Kraut bei der Schwiegermutter am Christtag (unglaublich gut, aber eindeutig zu viel), fielen mir heute die Reispapierrollen ein, die ich im Oktober schon einmal gemacht hatte.

Glücksrollen sind vietnamesische Sommerrollen, die nicht frittiert werden wie die chinesischen Frühlingsrollen, sondern kalt gegessen werden. Ich habe die Sommerrollen mit lauter feinen auch jetzt erhältlichen Gemüsesorten auf Winter getrimmt. Jede Menge bunte Vitamine also gegen den „Winter-Blues“.

Macht auf jeden Fall glücklich!

200 g Kürbis in Stifte geschnitten
200 g Rotkraut nudelig geschnitten
100 g Karotten in Stifte geschnitten
100 g gelbe Rüben in Stifte geschnitten
150 g Lauch nudelig geschnitten
1 TL frisch geriebener Kurkuma
3 EL Rapsöl
1 TL Zucker
2 EL Sojasauce
2 EL Reisessig
1 Bioorange
Salz, Pfeffer
Minze
Reisnudeln
Reispapier für Sommerrollen

Kürbis-Chutney und Sojasauce zum Dippen

Kürbis, Karotten und gelbe Rüben mit geriebenem Kurkuma in 1 EL Rapsöl ca. 5 Minuten anbraten, mit Sojasauce ablöschen und etwas dünsten lassen. Das Gemüse sollte noch knackig und die Flüssigkeit verdampft sein. Aus der Pfanne nehmen und im Rohr bei 65 Grad warm stellen.

In einer sauberen Pfanne den Lauch in 1 EL Rapsöl mit 1 TL Zucker karamellisieren und mit Reisessig ablöschen. Wiederum etwas dünsten lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist und der Lauch noch Biss hat. Ebenso ins warme Rohr stellen.

Im dritten Schritt das Rotkraut in 1 EL Rapsöl ca. 5 Minuten anbraten, die abgeriebene Schale der Orange dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Saft der Orange ablöschen. Ebenso so lange dünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und das Kraut noch knackig ist. Auch das Rotkraut ins Rohr zum warm halten stellen.

Nun die Reisnudeln in Salzwasser nach Anleitung kochen, abgießen und kurz abschrecken. Danach das Gemüse aus dem Rohr nehmen.

Um die Rollen herzustellen, ein Blatt Reispapier in einer Pfanne mit lauwarmem Wasser kurz einweichen, damit das Papier formbar ist, aus dem Wasser nehmen und auf einem Teller flach auflegen. In die Mitte etwas von dem Lauchgemüse geben, daneben etwas Rotkraut, auf der anderen Seite etwas von dem Karotten-Kürbis-Gemüse, darauf einige Reisnudeln und oben drauf 2 Blätter Minze. Den unteren und oberen Rand zur Mitte hin einschlagen und dann das Ganze zu einer Rolle formen.

Mit Kürbis-Chutney und Sojasauce servieren.

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