Österreichische Küche, Mehlspeisen, Mehlspeisen & Desserts, Regional, Rezept, Süßes

Beeren-Nocken

Ich bin ja quasi ein Gegner von Acai-Beeren, Goji-Beeren und Chia-Samen und was da noch so alles rund um den Globus geflogen und uns dann als Superfood untergejubelt wird. Und das nicht, weil die Sachen nicht gesund wären. Nein. Einfach nur deshalb, weil sogenanntes Superfood auch bei uns wächst und gedeiht.

Gerade jetzt im August sind frische Beeren überall erhältlich beziehungsweise allerorts auch wild zu finden. Das ist nicht nur gesund beim Essen, sondern auch schon vorher beim Sammeln.

Und indem wir heimische Lebensmittel konsumieren, tun wir auch etwas für unseren ökologischen Fußabdruck und unseren Planeten.

Also liebe Leute, kauft’s regional und saisonal – auch wenn es abgedroschen daher kommt – stimmen tut´s allemal.

Alles Liebe und gutes Gelingen wünscht euch eure
Krista

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Hier noch ein paar Fakten, was ihr euch damit Gutes tut:

Die Heidelbeere enthält viele Mineralstoffe, wie Eisen, Kalzium und Kalium und hat einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, welche verdauungsfödernd sind. Weiters ist sie reich an antioxidativ wirkenden Polyphenolen wie Flavonoiden und Phenolsäuren.
(Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/heidelbeeren.html)

Die Ribisel hat wenige Kalorien, gleichzeitig jedoch viele Vitamine und Mineralstoffe. Zum Beispiel Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Weiters sind Flavonoide enthalten, die antioxidative Eigenschaften haben und sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Der enthaltene Ballaststoff Pektin wirkt verdauungsfördernd und cholesterinsenkend.
(Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/ribisel.html)

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Zutaten:
350 g Ribisel und/oder Heidelbeeren gemischt (gerne auch andere Beeren)
2 EL Kristallzucker
100 ml Milch
70 g Sauerrahm
140 g Dinkelmehl glatt
1 Prise Salz
1/4 TL Bourbon Vanille
1/2 TL Backpulver

Rapsöl oder Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:
Das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben. Die restlichen Zutaten (außer den Beeren) dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Die Beeren unterheben und ca. 15 Minuten stehen lassen. Dann in einer beschichteten Pfanne 2 cm hoch Fett erhitzen und dann mit einem Löffel Nocken ins heiße Fett legen und auf beiden Seiten goldbraun backen.

Auf einer Küchenrolle etwas abtropfen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Noch heiß, lauwarm oder kalt mit frischen Beeren anrichten. Ein Kugerl Vanilleeis könnt ich mir da auch gut dazu vorstellen.

Lasst es euch schmecken.

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Orangen-Mohn-Gugelhupf

Ich bin nicht so die Mehlspeisbäckerin. Keine Ahnung warum, aber das süße Backen hat mich nie so interessiert. Wahrscheinlich, weil man da ja eher nicht so nach Gefühl arbeiten soll. Wenn es dann aber einmal was gibt, dann ist ziemlich sicher Mohn im Spiel. Oder Orangen. Oder Himbeeren.

Tja, es ist Winter, also Ta Da: ein Orangen-Mohn-Gugelhupf. Mit ca. 15 Minuten Vorbereitungs- und 50 Minuten Backzeit ist der Ruckizucki-Gugelhupf auch schon fertig und passt sehr, sehr fein zum vorweihnachtlichen Tee- oder Punschkränzchen.

Legt’s die Füße hoch und genießt noch ein paar Tage im Advent, bevor der Weihnachtswahnsinn so richtig los geht!

4 Eier
150 g Zucker
180 g Joghurt
1/2 Pkg. Backpulver
200 g Weizenvollkornmehl
100 g Mohn
frisch gepresster Orangensaft und
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz

Butter für die Form

Die Gugelhupfform mit Butter ausfetten. Den Backofen auf 170 Grad Heißluft vorheizen.

Zuerst Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Dotter mit dem Zucker mit einem Handmixer cremig aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse helbgelb ist. Das Joghurt, die Orangenschale und den Orangensaft dazu geben und gut verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben und mit dem Mohn zur Eigelbmasse geben. Zum Schluss das Eiklar vorsichtig unterheben.

Den Teig in die eingefettete Gugelhupfform füllen und im vorgeheizten Backofen ca. 50 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen mit Staubzucker bestreuen.

Guten Appetit!

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Blutorangen-Rosmarin-Tarte mit Olivenölmürbteig

Ich bin ein Winterkind. Nicht nur weil ich im Jänner geboren bin, sondern weil ich am Winter eigentlich alles mag. Mir ist sogar richtige Kälte lieber als mehr als 30 Grad im Sommer. Und wenn nach Weihnachten die ersten Blutorangen zu kaufen sind, bin ich total im Glück. Ich trinke dann Unmengen an ausgepresstem Orangensaft, da die Saison der Blutorangen ja bekanntlicherweise nur kurz ist. Und weil man Vitamine nicht zwingend trinken muss, liebe ich diese herrlich saftige Tarte, mit einem kleinen Kick Sommer drin – nämlich etwas Rosmarin.

Teig:
300 g Weizenmehl
120 ml Fandler Bio Olivenöl (unbezahlte Werbung)
100 g Staubzucker
1 ganzes Ei u. 1 Eigelb
1/2 Pkg. Backpulver
etwas Salz
geriebene Schale einer 1/2 Bio-Blutorange

Fülle:
250g Ricotta
2 Eier
Saft und Schale von 1,5 Bio-Blutorangen
100 g Kristallzucker
1 EL gehackter Rosmarin (frisch, wenn möglich)

Deko: 1 Bio-Blutorange und Kristallzucker

Mehl und Zucker in eine Schüssel sieben, mit Salz, Backpulver und Orangenschale vermischen und danach mit Olivenöl und den Eiern verrühren, bis eine bröselige Masse entsteht. Danach auf der Arbeitsplatte von Hand zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie einwickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen.

Während der Teig ruht, wird die Fülle zubereitet. Dazu Eier und Zucker schaumig aufschlagen, den Ricotta mit Blutorangensaft und -schale verrühren und unter die Ei-Zucker-Masse rühren. Nun kann der Mürbteig in Größe der Tarteform (Bodenfläche plus Randhöhe) ausgerollt werden. Am Besten funktioniert das zwischen zwei Backpapierblättern. Dann kann man gleich das untere Papier samt Teig in die Form legen und muss die Form nicht ausfetten. Den Teig in der Form gut an den Rändern andrücken, die überschüssigen Ränder abschneiden und mit einer Gabel den Boden etwas einstechen. Darauf die Ricottamasse verteilen und für ca. 30 Minuten schön goldbraun backen.

Als Dekoration eine Bio-Blutorange in dünne Scheiben schneiden, auf beiden Seiten in Zucker wälzen und auf Backpapier im Rohr bei 180 Grad Heißluft ca. 15 Minuten karamellisieren und die Tarte damit dekorieren.

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Mehlspeisen & Desserts, Rezept

Teil 3 der Kürbis-Trilogie: Kürbis-Gewürz-Eis



Warum nicht auch im Winter Eis?

Selber Eis machen, dieser Gedanke beschäftigt mich schon länger, nämlich seit dem Zeitpunkt, an dem mein Mann mit einer riesigen Eismaschine nach Hause kam, mit den Worten: „De woar owagschriem“. Für nicht Mostviertler bzw. Waldviertler (mein Mann ist ursprünglich von dort): „Die war verbilligt“. Und bevor das Trum unbenutzt herumsteht, dachte ich mir: Warum nicht auch im Winter Eis?

Aus diesem Gedanken plus dem restlichen Stück des Langen von Neapel und der kürzlich erstandenen Bio-Mandarinen, die etwas schwer zu schälen gingen, entstand in meinem Kopf folgendes und die Tester – der Eismaschinen-Käufer und die Kinder unserer Nachbarn, die sich dankenswerterweise zum Verkosten zur Verfügung gestellt haben 🙂 – waren sich einig: es schmeckt ganz wunderbar und weihnachtlich.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Kürbis-Gewürz-Eis

500 g Kürbisfleisch
3 Biomandarinen (abgeriebene Schale und Saft)
50 ml Obers
200 ml Milch
1 Zimtstange
3 Sternanis
2 Gewürznelken
3 Kardamomkapseln
80 g Zucker

Obers und Milch mit Zucker, den Gewürzen und der Mandarinenschale erhitzen (nicht kochen), bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann vom Herd nehmen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Währenddessen den Kürbis in ca. 1 cm große Würfel schneiden, weich dämpfen und pürieren.
Die Milch-Obersmischung durch ein Sieb gießen und mit Kürbispüree und dem Mandarinensaft vermischen.
Danach in die Eismaschine füllen und nach Anleitung gefrieren lassen (dauert bei meiner Eismaschine ca. 50 Minuten).

Mein „Geheimtipp“:
Für den ganz speziellen Geschmack habe ich 3 TL Holunderblütenessig dazugegeben.
Klingt komisch, schmeckt aber!

Zu kaufen gibt es diesen wunderbaren Holunderessig bei:
„Würziges und Scharfes von Josef“

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