Österreichische Küche, Gemüse, Jause, Rezept, Vegetarisch, Vorspeisen

Mostviertler Bärlauch-Schafkäse-Terrine mit Bärlauch-Kürbiskern-Pesto

Bevor sich der Bärlauch bis zum nächsten Jahr wieder verabschiedet, kredenze ich euch heute eine luftig-leichte kalte Vorspeise, die frisch und regional daherkommt. Bei uns im Mostviertel halt.

Denn da wird der Schaf- oder Schafmischkäse nach der Winterpause genau so sehnlich erwartert wie die ersten Bärlauchblätter. Zur Jause wird er meist ganz puristisch mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch serviert – da schmeckt er natürlich sowieso immer, aber wer ein bisschen Abwechslung mag, dem lege ich das nachfolgende Rezept ans Herz.

Wer mehr zur Herkunft und Herstellung des „Mostviertler Schofkas“ wissen möchte: hier ein interessanter Link: https://info.bmlrt.gv.at/themen/lebensmittel/trad-lebensmittel/kaese/mostviertl_schofkas.html.

Ich wünsch euch auf jeden Fall wieder viel Freude beim Ausprobieren, ein schönes Wochenende und einen guten Start in den Mai!

Eure

Krista von kochliebe.at

4 Portionen:
Zutaten Terrine:
50 g Bärlauch
120 g Naturjoghurt
280 g Mostviertler Schafmischkäse (= ca. 1 Rolle Schafkäse)
Abrieb ½ Bio-Zitrone
Salz, Pfeffer
6 Blatt Gelatine
1 EL Joghurt
1 EL Wasser

Wer keinen „Schofkas“ zur Verfügung hat, der kann alternativ dazu Frischkäse verwenden, der von der Konsistenz ähnlich ist – bitte kein Feta oder ähnliches, der ist zu fest.

Zutaten Pesto:
50 g Bärlauch
2 EL Kürbiskerne natur
100 ml Rapsöl
1 TL Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Garnitur: Kohlrabi, Radieschen, Sprossen, Gänseblümchen

Zubereitung:

  • Bärlauchblätter etwas zerkleinern und mit Joghurt und Schafmischkäse mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit dem Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.
  • Die Gelatine ein paar Minuten in kaltem Wasser einweichen. 1 EL Wasser und 1 EL Joghurt leicht erhitzen und die gut ausgedrückte Gelatine darin unter Rühren auflösen.
  • Die Schafkäsemasse mit der Gelatine gut verrühren und in Formen füllen. Hier kann man entweder 4 einzelne Dariolformen, Portionsgläser oder einfach Kaffeetassen verwenden oder man nimmt eine Terrinen- bzw. Pastetenform. Die Formen werden vor dem Füllen mit kaltem Wasser ausgespült und mit Klarsichtfolie ausgelegt, dann lässt sich die Masse später gut herauslösen. Zum Festwerden für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  • Für das Pesto den Bärlauch etwas zerkleinern und mit Öl und den Kürbiskernen mit dem Stabmixer zu einer Paste mixen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.
  • Zum Anrichten werden Kohlrabi und Radieschen in hauchdünne Scheiben geschnitten, auf einen Teller gelegt und mit etwas Salz bestreut. Die Förmchen auf das Gemüse stürzen bzw. falls ein Terrinenform verwendet wurde, diese auf ein Brett stürzen, in Scheiben schneiden und auf dem Kohlrabi-Carpaccio anrichten. Mit dem Pesto garnieren und mit frischen Sprossen dekorieren.
  • Als Beilage passt getoastetes Schwarzbrot.

Und aus dieser wunderbaren Gegend kommt er – der Ybbstaler „Schofkas“ – Waidhofen an der Ybbs:

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Bärlauchwaffeln

Man kommt ja um diese Jahreszeit um den Bärlauch nicht herum. Omnipräsent ist er geradezu momentan in allen Kochblogs, Zeitungen und sonstigen Medien in Form von Suppe, Risotto, Knödeln usw. Und jeder Hobbynaturalist freut sich, wenn er sein „eigenes“ Bärlauchplatzerl kennt, wo er ungeniert sammeln kann.

Dazu wäre natürlich anzumerken, dass 1. halt wirklich nur gesammelt werden soll, was man zu 100% kennt, da es beim Bärlauch mit dem Maiglöckerl und der Herbszeitlose sehr giftige Verwechslungsmöglichkeiten gibt und 2. dass man halt auch nur Mengen sammelt, die die Natur verkraftet – also nicht mit der Sense ernten :).

Und weil die Menschheit schon genug Bärlauchcremesuppenrezepte hat, hier einmal ein bisschen was Anderes – Bärlauchwaffeln – knusprig, pikant und hübsch anzuschauen. Vor allem mit dem Gänseblümchen drauf :).

Vielleicht braucht ihr ja noch optisch hübsches Fingerfood als Amuse-Gueule fürs Ostermenü oder für den Godntag?

Ich wünsch euch auf jeden Fall wieder viel Freude beim Ausprobieren und ein schönes Wochenende!

Eure

Krista von kochliebe.at

Zutaten:
30 g Bärlauchblätter (ca. 2 Hand voll)
100 g Topfen (zB mein Lieblings Bauerntopfen von https://www.milchwerkstatt-krenn.at/)
35 g Rapsöl
3 Eier
300 g Dinkelmehl
1/2 Packerl Backpulver
150 ml Milch
100 ml Sodawasser, Salz

Zubereitung:
Die Bärlauchblätter grob hacken und mit Öl, Milch und Sodawasser mit einem Mixstab oder im Standmixer fein pürieren. Den Topfen mit den Eiern cremig verrühren und das Mehl mit dem Backpulver miteinander versieben. Dann alle 3 Komponenten zu einem zähen Teig verrühren und gut salzen.

Das Waffeleisen aufheizen und aus dem Teig schöne knusprige Waffeln backen.

Als Belag eignet sich zB ein Sauerrahm-Joghurt-Dip mit Knoblauch und Schnittlauch.

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Der Bröselkarfiol


Yeah, yeah, it’s Friday. Genauer gesagt, heute ist wieder vegetarischer Freitag mit einem dieser simplen Gerichte aus meinem Fundus der fleischlosen Gerichte aus Omas Freitagsküche:
„𝗗𝗲𝗿 𝗕𝗿ö𝘀𝗲𝗹𝗸𝗮𝗿𝗳𝗶𝗼𝗹“ (mostviertlerisch: Breslkarfioi).
💚
Da der Gute mit seiner blassen Farbe ja net so fotogen ist, hab ich die Butterbrösel mit a bissl frischem Petersiliengrün 🌱gepimpt. Auch zwecks Minimierung des schlechten Gewissens ob des halben Butterziegels, der soeben in der Pfanne geschmolzen ist.
🧈
Aber wie hieß es schon in meiner Kindheit in der Werbung: Butter kann durch nichts ersetzt werden 😉.
💚
Ich wünsch euch a recht a schens Wochenend mit vü 🌞!

Alles Liebe ❤
Eure
Krista

Für 2 Portionen:

1 ganzen Karfiol in Röschen teilen und inkl. Strunk in Wasser kochen bzw. im Dampfgarer dämpfen. In einer Pfanne 1/8 kg Butter schmelzen lassen, etwas Petersilie und 20 dag Semmelbrösel zugeben, salzen, pfeffern, etwas rösten und dann den gekochten Karfiol zugeben. FERTIG👍💚

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Gemüse-Curry

Zum heutigen Weltfrauentag ein schnelles Rezept für all die großartigen Frauen, die in den Küchen dieser Welt immer noch zum Großteil für die Versorgung der gesamten Familie mit leckerem Essen zuständig sind …..

oder für alle Männer, die ihren Frauen in der Küche – und nicht nur dort hoffentlich 🙂 – tatkräftig zur Seite stehen und auch einmal den Kochlöffel schwingen.

So wie mein bester Ehemann von allen 🧡

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit bei diesem Wohlfühlessen!

Eure

Krista

🧡 🧡 🧡

1 kg Gemüse nach Wahl in grobe Stücke geschnitten
(zB Karotten, Paprika, Lauch, Süßkartoffel, Kohlsprossen und was euch sonst so schmeckt)
2 rote Zwiebeln, halbiert und in Streifen geschnitten
1 Chilischote
2 EL Rapsöl
1 Stück Ingwer (rd. 2 cm), fein gehackt oder gerieben
2 EL einer guten Currymischung
1 Dose Kokosmilch
400 g passierte Tomaten
Salz

Reis, Salz und etwas Kurkuma zum Färben (wer mag)

Zwiebel, Chilischote und Ingwer in Rapsöl kurz anbraten und dann die Gemüsestücke ein paar Minuten mitbraten. Das Currypulver einrühren und mit Kokosmilch und den Tomaten aufgießen. Ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit den Reis kochen (entweder klassisch am Herd oder so wie ich im Dampfgarer – 99 Grad Vitaldampf 40 Minuten).

TIPP:
Ingwer habe ich immer im Tiefkühler – bereits in kleinere Stücke zerteilt – eingefroren. Bei Bedarf kann er noch gefroren auf einer Reibe zerkleinert werden

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Carpaccio vom pinken Rettich

Pink & grün – Natur pur!


Und genauso puristisch hab ich das Carpaccio aus pinkem Rettich auch mariniert:
Salz/Pfeffer/Olivenöl/Himbeeressig.
Dekoriert mit Erbsengreens und Portulak.
That´s it!

Die Greens zieh ich übrigens selber. Das hübsche Gemüse kommt vom Netswerk Gstadt.

Wär doch eine Vorspeise für den Valentinstag, oder?

Und der Rettich wird vorgemerkt für den Anbau im Garten. So ein Hübscher 🙂

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Gemüseeintopf

Nach einem Skitag oder nach einem langen Winterspaziergang, wenn die Finger und Zehen ganz klamm vor Kälte sind und die Nase rot ist, dann ist dieser Eintopf genau das richtige.

Eine Scheibe Schwarzbrot dazu und man fühlt sich wieder wie früher, wenn man vom Schneeballspielen draußen ins Warme kommt und Mama stellt einem einen Teller heißes Wolfühlessen vor die Eiszapfen-Nase. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Es sollte mehr solche Momente geben.

Für ca. 4 Portionen braucht ihr:
1 kg Gemüse nach Wahl, geputzt und in 1cm Würfel geschnitten
(zB. Lauch, Karotten, gelbe Rüben, Stangensellerie, Knollensellerie, Petersilwurzen, Pastinake, Kürbis,…)
2 EL Rapsöl
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, halbiert
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
3 Lorbeerblätter
1 Chili
1 EL getrocknetes Bohnenkraut od. 2-3 Zweige frisches
Salz, Pfeffer
600 ml Wasser

In einem großen Topf das Öl erhitzen und zuerst die Zwiebel kurz anbraten, dann das Gemüse, die Knoblauchzehe und den Ingwer dazugeben und bei mittlerer Hitze 7-8 Minuten anrösten. Mit Wasser aufgießen und Chili, Lorbeerblätter und das Bohnenkraut zugeben. Ordentlich salzen und pfeffern und für ca. 45 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Der Eintopf ist fertig, wenn das Gemüse noch etwas Biss hat. Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Tellern anrichten und mit Schnittlauch bestreuen.

TIPP: 45 Minuten im Multidampfgarer bei 99 Grad Vitaldampf und man kann während dessen spazieren gehen.

Das perfekte Essen, um alles aus der Gemüselade verschwinden zu lassen, das nicht mehr ganz frisch ist. Ihr könnt auch Erdäpfel dazu geben, dann gibt´s a bissl mehr aus, wie wir sagen. Soll heißen, dann ist es gehaltvoller. Auch übrig gebliebene Nudeln oder Reis passen hinein. Also der Phantasie sind hier wieder einmal keine Grenzen gesetzt.

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Rotkrautsuppe

Als kleines Kind habe ich mich den Farben Pink und Rosa aus Prinzip verweigert – zu mädchenhaft. Ich hatte ja auch mehr Werkzeug und Matchbox-Autos als Puppen. Im Laufe der Jahre kann ich mich doch diesem Farbton nicht ganz verschließen, was sich bei mir halt nicht zwingend bei der Kleidung äußert, sondern natürlich beim Kochen.

Dieses pinke Süppchen macht sozusagen „a Wetta“ auf dem Tisch und schmeckt noch dazu echt fein. Die perfekte Vorspeise also für Euer Weihnachtsmenü.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachkochen und freue mich, wenn ihr mein Rezept auch mit Euren Freunden teilt oder meinen Blog weiterempfehlt.

Alles Liebe, Eure
Krista

200 g Rotkraut, nudelig geschnitten
1 rosa Zwiebel (weiß geht natürlich auch), gewürfelt (ca. 60 g)
2 EL Rapsöl
1/2 Apfel in Würfel
1 TL Rohrzucker od. normaler Kristallzucker
30 ml Rotwein (od. Traubensaft)
1 EL Preiselbeeren
30 ml Orangensaft
1/2 Zimtstange
500 ml Gemüsesuppe
100 ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer
20 ml Balsamico
2 Lorbeerblätter

Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anbraten. Den Rohrzucker zugeben und etwas karamellisieren lassen. Dann das Rotkraut noch ca. 5 Minuten mitbraten.
Mit Rotwein, Essig und Orangensaft ablöschen und etwas einreduzieren lassen. Dann mit Kokosmilch und Suppe auffüllen und die Gewürze dazugeben (Zimtstange, Lorbeerblätter etwas einreißen wegen des Geschmacks, Salz und Pfeffer). ca. 45 Minuten leicht köcheln lassen, bzw. so lange, bis das Kraut wirklich schön weich ist.

Die Zimtstange und die Lorbeerblätter entfernen und im Standmixer bzw. mit dem Stabmixer fein pürieren. Wer mag, kann die Suppe auch noch durch ein Haarsieb passieren. Mit Salz und Pfeffer und ev. noch mit etwas Balsamico bzw. Zitronensaft abschmecken.

Als Topping eignen sich Walnuss- und Granatapfelkerne bzw. Roastbeefscheiben.

Mehr buntes Essen gibt’s hier:
Rauna-Aufstrich crossover
Rote Rüben Spätzle
Asia Spaghetti
Krenschaumsuppe mit Rote Rüben-Apfel-Ravioli
Rote Rüben Carpaccio

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Asien, Gemüse, Pizza & Pasta, Rezept, Schnelle Küche, Vegan, Vegetarisch

Asia Spaghetti

Kochen zu zweit – nach Jahren der Baustelle, während derer ich mehrheitlich für die Versorgung zuständig war, endlich wieder Realität. Tatsächlich kocht mein Mann mindestens genauso gern und auch genauso kreativ wie ich. Schau ma mal, ob´s bald einmal Gastbeiträge von ihm auf kochliebe.at geben wird.

Und endlich haben wir in der Küche soooo viel Platz, dass wir zu zweit vis-a-vis arbeiten können und uns nicht im Weg stehen, was früher manchmal zu dezenten Konflikten geführt hat. Zwei Alphatiere halt :).

Heute ist also harmonisches Schnippeln angesagt. Besser gesagt: ich sage an, er schneidet, ich schreibe mit, er schneidet, ich brate an, er schneidet, usw…..

Das gefällt mir 👍

Der Star dieses Gerichts ist für mich der rote Chinakohl, den ich kürzlich entdeckt habe – eine wahre Freude fürs Auge und für den Gaumen. Und tatsächlich verändert er beim Braten gar nicht zu sehr seine leuchtend rot-pinke Farbe, wie ihr auf den Fotos sehen könnt. Ein wahrlich motvierender Farbtupfer im grauen November. Und gesund obendrein …. Infos dazu unterm Rezept!

Also, ihr Lieben, holt euch Farbe in euer Essen und in euer Leben!

Alles Liebe!

Eure Krista

für 4 Personen:
5 Karotten, geschält und in Stifte geschnitten
1 Lauchstange in Streifen geschnitten
120 g Brokkoliröschen
2 Stück Herbstrüben (Mairüben oder Halmrüben) in Streifen
2 Jungzwiebel in Scheiben
200 g roten Chinakohl in Streifen
1 Thai-Chili, ganz fein gehackt
1 Stück Ingwer (1-2 cm), fein gehackt oder gerieben
4 Knoblauchzehen, gehackt
1/2 Stange Zitronengras, leicht einschneiden
1 Limettenblätter
80 ml Sesamöl (50 ml zum Anbraten, 30 ml zum Würzen)
25 ml Ahornsirup
15 ml Reisessig
60 ml Sojasauce
300 g Spaghetti (etwas dickere)
je 1 EL weißer und schwarzer Sesam
Optional: 200 g Räuchertofu und etwas Sesamöl

Als erstes Nudelwasser aufstellen und so bald es kocht, die Spaghetti darin al dente kochen.

50 ml Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und darin das Gemüse (Karotten, Lauch, Brokkoli, Rüben, Jungzwiebel und Chinakohl) scharf anbraten. Ingwer, Chili und Knoblauchzehen zugeben, kurz mitbraten und dann mit Reisessig und Sojasauce ablöschen. Das Zitronengras, die Limettenblätter, 30 ml Sesamöl und den Ahornsirup hinzufügen und auf kleiner Stufe leicht köcheln lassen, bis das Gemüse die gewünschte Bissfestigkeit hat. Die heißen, abgetropften Spaghetti unterheben und mit Salz oder Sojasauce abschmecken und mit Sesam bestreuen.

Wer mag, kann noch Tofuwürferl drüber geben: Dafür den Räuchertofu trocken tupfen, in kleine Würfel schneiden und in Sesamöl kross braten.

CHINAKOHL – WAS IST DRIN?

Chinakohl besteht zu ca. 95% aus Wasser – folglich kalorienarm, er ist ballaststoffreich und enthält Vitamin C, Folsäure, Vitamin K, Vitamin B6, Beta-Carotin, Vitamin A und Niacin. Weiters enthält er Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium sowie Spurenelemente wie Eisen, Schwefel, Zink und Mangan.

Die im Chinakohl enthaltenen Senföle stärken das Immunsystem und sind antibakteriell.

Alles in Allem a xunde Gschicht!

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Kürbisschnitzerl mit Kürbiskernpanier und Dip

Obwohl ich ein bekennender Fan des Wiener Schnitzels bin – vorzugsweise vom Schweinsfilet mit Erdäpfelsalat und selbst gemachter Sauce Tartare – ist die vegetarische Variante mit dem im eigenen Garten gewachsenen „Langen von Neapel“ eine farbenfrohe, gesunde Abwechslung. Der Lange von Neapel eignet sich deshalb gut, weil er nur wenige Kerne hat und aufgrund seiner Form gut zum Schälen geht. Wenn ihr keinen Langen von Neapel bekommt, dann ist der Butternut-Kürbis eine gute Option – auch hier: wenige Kerne und einfach zu schälen.

Das Rezept reicht als Hauptgang für 4 Personen, eignet sich aber auch ganz fein nur mit Dip als Vorspeise oder wenn was übrig bleibt (war hier nicht der Fall) kann man die Schnitzerl auch kalt jausnen. Bei uns gab’s dazu noch ein paar bunte Erdapferl aus dem Garten, im Dampfgarer gegart und nur kurz in Butter geschwenkt und einen grünen Salat.

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!

Eure

Krista

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Und für alle, die´s – so wie ich – immer genau wissen wollen:

5 Fakten rund um den Kürbis:

  • Der Kürbis zählt botanisch gesehen zu den Beeren
  • Es gibt rund 800 bekannte Sorten
  • Kürbis hat im Durschnitt nur 25 – 30 kcal pro 100 g – natürlich unpaniert 🙂
  • Kürbis liefert viele Vitamine (Beta-Carotin als Vorstufe für Vit. A, Vitamin C & E), Mineralstoffe (Kalium, Magnesium) und Ballaststoffe und kann sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken
  • Kürbis macht schön und hält jung: die enthaltene Kieselsäure wirkt positiv auf Haut, Nägel und Bindegewerbe (ja, ja Cellulluite ade :), das enthaltene Alpha-Carotin verlangsamt den Alterungsprozess

Momentan ist die beste Zeit, sich bei den Kürbisstandln oder direkt beim Bauern mit Vorräten einzudecken, viele Kürbissorten halten im Keller bis zum Frühjahr und die Verwendungsmöglichkeiten sind fast unendlich – auf meinem Blog gibt es auch schon einige Kürbisrezepte.

Zutaten:
1 kg Kürbis in Scheiben (zB Langer von Neapel)
100 g Mehl
3 Eier
100 g Kürbiskerne, fein gehackt
140 g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
Rapsöl (zum Herausbacken)

Dip:
2 Becher Sauerrahm
6 Zehen Knoblauch, fein gehackt oder durch die Presse gedrückt
2 EL Preiselbeermarmelade
1/2 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Kürbisscheiben salzen und etwas stehen lassen, dann zieht der Kürbis Wasser und das Mehl haftet besser an beim Panieren. Falls ihr die Kürbisschnitzel nicht in der Pfanne herausbacken wollt und im Besitz eines Multidampfgarer seid, dann wird nun das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorgeheizt.

Nun die „Panierstraße“ aufbauen: in die erste Schüssel kommt das Mehl, in die zweite die verquirlten, etwas gesalzenen Eier und in die dritte die Brösel-Kürbiskernmischung.

Nun die Kürbisscheiben wie Schnitzel panieren und entweder schwimmend in Öl in einer Pfanne heraus backen, bis sie goldbraun knusprig sind (und bissfest) oder für die ölsparende Variante im Multidampfgarer den panierten Kürbis mit Öl besprühen, auf ein Patisserieblech legen und den Ofen auf Intervalldampf umstellen (180 Grad) und ca. 30 Minuten im Rohr backen.
TIPP: ein tiefes Backblech mit nasser Küchenrolle drunter schieben, dann spart ihr euch etwas Backrohr-Putzzeit

Währenddessen für den Dip alle Zutaten verrühren und abschmecken und gemeinsam mit den Kürbisschnitzerl anrichten.

MOIZEIT!

Frisch geerntet und angeschnitten schaut er so aus:

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Letscho mit Reis

Paprika haben ja gerade Saison und es gibt sie in den schönsten, leuchtendsten Farben. Genau das richtige zum Aufhellen des Gemütes an grauen Herbsttagen. Ich hab keine Ahnung, ob Letscho tatsächlich so gemacht wird (Im Original sind glaub ich auch Paradeiser drin), aber so hab ich es aus Kindertagen in Erinnerung, wenn´s die Oma gemacht hat. In ihrer Variante natürlich mit edelsüßem Paprika, ich hab anstatt dessen eine schöne Gewürzmischung von Sonnnentor verwendet.

Mit Thymian, Rosmarin und Oregano würds a bissl mediterraner, mit Kreuzkümmel zum Beispiel a bissl orientalischer.

Wie immer wünsch ich mir von Euch, dass ihr durch meine Inspiration was Neues ausprobiert – zahlt sich geschmacklich echt aus und erweitert den Horziont, so ein Verlassen der kulinarischen Komfortzone.

Heute gibt es von mir daher keine genauen Mengenangaben, sondern quasi nur den Basis-Bausatz.

Bunte Paprika und Chilis
rote oder weiße Zwiebel
Knoblauch
Rapsöl
Tomatenmark
Apfelessig (od. Hesperiden)
Salz, Pfeffer und Gewürze
– ich habe zB. Adios Salz! Gartengemüse von Sonnentor verwendet
https://www.sonnentor.com/de-at/onlineshop/gewuerze/pikante-mischungen/adios-salz!-gemuesemischung-gartengemuese-bio-packung

Die Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, den Knoblauch hacken und beides in Rapsöl anschwitzen. Währen dessen die Paprika- und Chilischoten halbieren und in Streifen schneiden. Zum Zwiebel geben und mitbraten. 2-3 EL Tomatenmark (natürlich je nach Menge) einrühren und mit etwa Essig ablöschen. Die Gewürze zugeben mit etwas Wasser aufgießen und zu lange köcheln, bis das Gemüse für euch den richtigen Biß hat.

Der Reis dämpft in der Zwischenzeit bei mir im Dampfgarer und fertig ist das gesunde Essen.

Wie immer wünsche ich euch ein frohes Nachkochen und viel Spass beim Ausprobieren von neuen Gewürzen!

Alles Liebe, eure Krista


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