Eingekocht & Eingerext, Geschenke aus der Küche, Rezept

Brombeer-Chutney

Heute gibt es hier quasi die „Fortsetzung“ zum letzten Beitrag. Für mein Chutney verwende ich nämlich die ausgedrückten Beeren vom Brombeer-Balsamico – da die viel zu schade zum Entsorgen sind, und schon mit den richtigen Geschmäckern für ein Chutney „präpariert“ sind – nämlich mit Essig und Gewürzen.

Noch etwas Schärfe, Süße und Säure dazu und fertig ist mein No-Waste-Chutney, das ganz hervorragend zu Käse und zu Gegrilltem passt.

In ein hübsches Glas gefüllt, schön beschriftet und dekoriert habt ich auch gleich ein schönes MItbringsel für die nächste Grillparty.

700 g Brombeer-„Trester“ (die ausgedrückten Beeren vom Balsamico-Rezept)
70 g Zwiebel rot, fein gehackt
1 Chilischote
1 Bio-Limette (Abrieb der Schale und Saft)
1 TL Salz
200 ml Balsamico
250 g Zucker
2 EL Senfpulver (je 1 TL gelbe und braune Senfkörner gemahlen)

Alle Zutaten in einem Topf verrühren, auf kleiner Flamme 30 Minuten köcheln, danach die Chilischote entfernen und noch heiß in Gläser füllen.

Standard
Eingekocht & Eingerext, Geschenke aus der Küche, Rezept

Brombeer-Balsamico

Ich liebe unseren Brombeer-Dschungel.

Die Staude ist schon uralt, blüht ganz wunderhübsch und trägt zig Kilo an Früchten jedes Jahr. Unser Rekord vor ein paar Jahren waren 23 kg. Ja, da muss man sich dann schon was einfallen lassen.

Und bei der Ernte – wenn Beere für Beere in den Emailletopf wandert – kann ich mich voll entspannen und meinen Gedanken nach hängen, auch wenn die Hände danach noch tagelang violett sind (und nein: Handschuhe sind keine Option 😅).

Aber ehrlich gesagt:
Von süß sind die Früchtchen weit entfernt. Die spielen eher in der Liga „sauer macht lustig“.

Daher mach ich auch heuer wieder Brombeer-Balsamico damit, dafür passen sie bestens. Und der wiederum passt am Besten ins Dressing vom Paradeisersalat.

Und das braucht ihr dafür:

1,20 kg Brombeeren
1,5 l Balsamico
1/2 kg Zucker
10 Pfefferkörner
3 Gewürznelken
1/2 TL Muskat
2 Zimtstangen
1 EL getrocknete Orangenschale

Alle Zutaten in einem großen Topf vermengen und aufkochen lassen. 15 Minuten leicht dahin köcheln lassen, den Herd abdrehen und mindestens 2 – 3 Stunden (oder über Nacht) zugedeckt ziehen lassen.

Die Brombeeren abseihen und gut ausdrücken und den Essig in Flaschen füllen.

Die ausgedrückten Brombeeren NICHT wegschmeißen, was ihr daraus noch machen könnt, zeige ich euch im nächsten Beitrag.

Viel Freude beim Pflücken, Machen und Verkosten
und alles Liebe wünscht euch eure
Krista von kochliebe.at

Standard
Eingekocht & Eingerext, Rezept

Wipferlgelee

Wer geht noch so gerne in den Wald wie ich?

Für mich hat das irgendwie was von Meditation. Ich liebe es, wenn der Wind in den Baumkronen rauscht, die Vögel zwitschern und vielleicht sogar das eine oder andere Rehlein meinen Weg kreuzt.

Gehen, hören, schauen, genießen… Wirkt bei mir Wunder, wenn ich eine Auszeit vom echten Leben brauch….

Da stört es mich auch nicht, wenn es regnet, der Waldgeruch ist dann noch um Vieles besser. Und Regen hatten wir ja jetzt ausreichend in letzter Zeit.

Der regnerische, kalte Mai hatte aber nicht nur Nachteile. (Diese Meinung werden wahrscheinlich die Sonnenanbeter unter euch nicht mit mir teilen 😉)

ABER: alles grünt und sprießt und es gibt auch noch Ende Mai an den Nadelbäumen wunderbar hübsche, saftig grüne Maiwipferl zu pflücken.

Und außerdem: Regen ist flüssige Sonne (sagt mein Mann zumindest 😉)

In Kombination mit den unbehandelten Bioorangen aus Griechenland, die ich noch da hatte, hab ich mit Fichtenwipferl ein Gelee eingekocht, das nach daheim und Wald und zugleich nach Urlaub und Süden schmeckt 🍊🌲😊

Also geht raus in die Natur, tut was für eure Psyche, für euer Immunsystem und sammelt Vitamine. Bitte immer nur wenig und nicht nur von einem Baum nehmen und GANZ wichtig: nur, wenn ihr sicher bestimmen könnt, was ihr sammelt.

Das Gelee könnt ihr wie Marmelade aufs Brot schmieren, statt Zucker in den Tee oder anstatt Honig als Süßungsmittel verwenden.

In meinem nächsten Beitrag gibt es ein Rezept, dass auch sehr gut in den Frühsommer passt, also genauer gesagt, bis zum 24. Juni.

Wer errät, worum es gehen wird?

Viel Freude beim Sammeln und Nachmachen, eure

Krista

Zubereitung:

350 g Wipferl (Tanne oder Fichte) mit einer halben in Scheiben geschnittenen Bioorange in
1 l Wasser aufkochen und 1 Stunde bei kleiner Hitze köcheln lassen (oder so wie ich im Dampfgarer dämpfen).

Über Nacht an einem kühlen Ort stehen lassen.

Am nächsten Tag abseihen und gut ausdrücken. Es sollte ca. 0,8 l Flüssigkeit herauskommen. Den Wipferlsaft mit 900 g 2:1 Gelierzucker und dem Saft und dem Abrieb der 2. Hälfte der Bioorange (ca. 50 ml Saft) aufkochen. Bevor das Gelee heiß in Gläser gefüllt wird, eine Gelierprobe machen. Falls es zu wenig fest wird, noch Zucker zugeben und noch einmal aufkochen.


Standard