Eingekocht & Eingerext, Geschenke aus der Küche, Jause, Regional, Rezept, Schnelle Küche, Vegetarisch, Vorspeisen

Eingelegte rote Zwiebel

Wenn ihr, so wie ich, ein Kind der 70er und/oder 80er Jahre seid, gab es wahrscheinlich kein Weihnachten oder einen anderen hohen Feiertag bzw. Geburtstag ohne Fondue, wahlweise mit Öl oder eventuell die Variante mit Rindsuppe, welche dann zur späteren Stunde oder am nächsten Tag zur Dezimierung des Alkoholpegels gereicht wurde.

Ein paar Jahre später dann – als kulinarische Steigerung sozusagen – wurden dann die Fonduegäbelchen durch Raclettepfännchen ersetzt. Optimalerweise hat man gleich etwas tiefer in die Tasche gegriffen und sich eine Kombination aus Steingrill und Raclette geleistet. Da war dann für jeden was dabei.

Und als „gesundes“ Beiwerk zu der ganzen Festtags-Chose gab es dazu gerne Ananas aus der Dose, Maiskölbchen und Gurkerl aus dem Glas UND: Perlzwieberl. Für alle unter euch, die den Geschmack von Perlzwieberl in guter Erinnerung haben, gibt es heute dieses Rezept. Die Marinade erinnert mich auf jeden Fall schwer daran.

Und weil ich mir nicht jedes Mal alles für’s große Festtagsessen nach Hause holen, esse ich die feinen Zwiebel einfach zur Jause und wünsch mir vom Christkind zu Weihnachten, dass es wieder einmal Fondue gibt.

Viel Freude beim Nachmachen, beim Genießen und beim
Schwelgen in Erinnerungen wünscht euch
eure
Krista

100 ml Apfelessig
200 ml Wasser
1 TL Salz
1/4 TL Kurkuma
1 TL Korianderkörner
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
1 kleine Chilischote im Ganzen
2 TL Honig oder Agavendicksaft (oder ich hab zB meinen Wipferlsirup genommen)

250 g rote Zwiebel in 2-3 mm dicke Scheiben geschnitten

Die rote Zwiebel in ein Schraubglas oder ein schönes Rexglas schichten. Die Zutaten der Marinade vermischen und einmal kurz aufkochen. Über die Zwiebel gießen, verschließen und einen Tag ziehen lassen.

Sehr gut schmecken die Zwiebel natürlich auch in einem Sandwich, auf einem Burger und als schnelles Mitbringsel ist so ein Glas voll Zwiebel auch immer eine hübsche Idee.

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Eingekocht & Eingerext, Geschenke aus der Küche, Regional, Rezept

Cola-Minz-Sirup

Der erste Preis bei der Wahl zum Lieblings-Erfrischungsgetränk in diesem Sommer 2022 geht eindeutig an diesen Sirup: Colakraut mit Minze und Zitrone. Der Geschmack erinnert tatsächlich an Cola und wenn man ihn länger ziehen läßt, bekommt er sogar eine cola-ähnliche Farbe. Mit Soda aufgespritzt und etwas frischem Zitronensaft aufgepeppt, wird der Sirup zum perfekten Durstlöscher.

Und wenn die Kräuter ganz frisch aus dem eigenen Garten kommen, schmeckt’s gleich noch besser, kostet weniger als das Gekaufte und regionaler geht´s ja dann kaum noch. Und so ein selbstgemachter Sirup macht sich auch immer gut als Mitbringsel bei der Einladung zur nächsten Grillparty.

Und der Sirup schmeckt nicht nur:
Der Eberraute wird eine positive Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt, jegliche Minzarten wirken durch die enthaltenen ätherischen Öle erfrischend und belebend. In Kombination mit dem Vitamin C der Zitrone ist das Ganze also gesund auch noch dazu.

2 Hand voll Colakraut (Eberraute)
2 Hand voll Minze
1 große Biozitrone
1 Liter Wasser
1 kg Kristallzucker
40 g Zitronensäure

Das Colakraut von den dicken Stielen befreien und grob zerkleinern, die Minze ebenfalls grob zerteilen und beides in einem Topf mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. Über Nacht (oder sogar 2 Nächte, wenn der Topf kühl steht) ziehen lassen. Abseihen und gut ausdrücken. In die Flüssigkeit den Zucker und die Zitronensäure einrühren und langsam erhitzen, bis sich alles aufgelöst hat. Dann einmal kurz wallend aufkochen lassen und heiß in sterile Flaschen füllen.

ACHTUNG:
Beim Aufkochen nicht den Herd verlassen – kocht sehr schnell über und macht eine Riesensauerei (da kenn ich mich aus)

TIPP: 1 Liter Wasser, 1 kg Zucker und 40g Zitronensäure können als Basis für alle Kräutersirupmischungen verwendet werden – ihr könnt hier auch nur Minze oder nur Colakraut oder mit Rosmarin, Lavendel oder sonstigen Kräutern experimentieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren und alles Liebe!

Eure

Krista

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Eingekocht & Eingerext, Rezept, Zitrusfrüchte

Orangenmarmelade, die glücklich macht

Ich liebe Zitrusfrüchte aller Art: Zitrone in Form von abgeriebener Schale oder als Saft als Frischekick in jedem erdenklichen Essen (aber NICHT am Schnitzel), Grapefruitsaft zum Frühstück, Limetten im Caipirinha und vor allem Orangen 🍊.

Geschält, mit den Fingern zerteilt und  einfach so mit den Händen gegessen, dass einem der Saft von den Fingern tropft. Schließt eure Augen und denkt daran. Macht nicht allein der Gedanke daran schon glücklich und zufrieden?

Das liegt dann daran, dass unser Gehirn den Duft von frisch geschälten Orangen abruft und diesen mit der Wirkung der ätherischen Ölen der Orange verbindet, die die Stimmung heben und entspannend und ausgleichend wirken. Orangenöl gilt als Unterstützung bei Ängsten, Stress, innerer Unruhe oder Schlafstörungen. Der süßliche, sanfte Duft beruhigt die Sinne und schenkt innere Ruhe.

Diese Orangenmarmelade herzustellen ist also ein durchaus meditatives Vorhaben mit einem überaus zufriedenstellenden Ergebnis, das kann ich euch versprechen.

Wie das in der Küche riecht…. unglaublich 🍊🍊🍊. Und das gleich zwei Tage lang, die Masse rastet nämlich über Nacht. Also nichts für Ungeduldige.

Die Grundidee dieses Rezeptes ist, so viel wie möglich von der Orange zu verwenden – also nahe an #nowaste. Daher wird nicht nur der Saft, sondern auch die Schalen als Zesten und zum Teil ganze Orangen mit verarbeitet.

Aus diesem Grund nehme ich natürlich nur Bio-Früchte mit unbehandelter, ungewachster Schale. Die Schalen, die schlußendlich übrigbleiben, können dann ungehindert auf den Komposthaufen, wenn ihr einen habt (was man ja bei konventionellen Zitrusfrüchten nicht tun sollte), somit wandert dann wirklich nichts auf den Müll.

Wenn ihr nicht wisst, wo ihr unbehandelte Bio-Orangen kaufen könnt? Vielleicht habt ihr – so wie ich – das Glück, in der Nähe eine Netswerk-Geschäftstelle zu wohnen, die mehrmals über die Winter-/Frühlingssaison Großlieferungen von Bioorangen aus Griechenland organisieren. Gerade eben wieder möglich mit Lieferung Mitte Mai: https://www.netswerk.net/gstadt/orangenaktion-griechenland/

Also macht euch die Mühe und ihr werdet mit einer Geschmacksexplosion belohnt und jeder Bissen eures Marmeladesemmerls macht euch glücklich und zufrieden – ich versprech´s :).

Ich freu mich über jeden, der´s ausprobiert und mir schreibt, wie es euch schmeckt. Gerne auch auf meinen Social-Media-Kanälen wie Facebook und Instagram unter kochliebe.at.

Bis dahin, alle Liebe – eure Krista

🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊

Zubereitung:

Benötigt werden ca. 4 – 4,5 kg Bio-Orangen. Die Menge variiert – je nachdem, wie saftig die Orangen sind.

2 kg Bio-Orangen und
2 Bio-Zitronen im Ganzen
waschen und ca 40 Minuten in einem großen Topf in Wasser gekocht. Dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Während die Orangen kochen, werden von ca 2 – 2,5 kg gewaschenen Orangen die Schalen mit einem Zestenreißer entfernt und dann die Orangen ausgepreßt, das sollte 1,75 l frisch gepressten Orangensaft ergeben. Den Saft mit den Zesten erhitzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.


Wenn die Orangen und Zitronen abgekühlt sind, werden sie in Scheiben geschnitten und mit dem Orangensaft und den Zesten in einem großen Topf mit 2 kg Gelierzucker 2:1 vermischt. Diese Masse läßt man dann über Nacht zugedeckt und kühl gestellt ziehen (ich stell den Topf meist ins Freie).


Am nächsten Tag wird alles einmal kurz erhitzt, damit sich der Zucker völlig auflöst und mit dem Stabmixer püriert. Dann lasse ich die Masse einmal richtig aufkochen und ein paar Minuten leicht wallend köcheln. Dann in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen.

ACHTUNG: Marmeladenmasse hat die Eigenschaft, dass sie sich unglaublich schnell in einem unbeobachteten Moment aus dem Topf vertschüßen will, also übergeht. Also immer schön dabei bleiben und umrühren. 

🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊

Mehr Rezepte mit Orangen findet ihr hier:
Orangen-Mohn-Gugelhupf
Topfen-Mohn-Knöderl mit karamellisierten Orangen
Blutorangen-Rosmarin-Tarte mit Olivenölmürbteig

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