Italienische Küche, Jause, Rezept, Schnelle Küche, Snacks

Campari, chin-chin & la dolce vita – Aperitivo in Mailand

Der Abschluss meiner kulinarischen 3-Städte-Reise durch Italien ist Mailand. Was mir zu Mailand einfällt? Campari und „Chin-chin“. Der Namensgeber und Erfinder des roten Kultgetränks aus Mailand war Gaspare Campari. In seiner Bar am Piazza del Duomo neben der Galleria Vittorio Emanuele experimentierte er so lange herum, bis er 1862 dann den Klassikern unter den Aperitvi erfunden hatte.

Die Rezeptur ist angeblich seitdem unverändert und ich hatte schon das Vergnügen, in der Wirkungsstätte von Signore Campari am Mailänder Domplatz den besten – und wahrscheinlich auch teuersten – Campari meines Lebens schlürfen zu dürfen und „la dolce vita“ auf mich wirken zu lassen.

Besonders in Mailand allgegenwärtig ist die Tradition des Aperitivo, das Getränk in netter Runde, das Appetit auf das Abendessen machen soll. Dazu ein paar leckere Kleinigkeiten, wie Oliven, Bruschette oder zum Beispiel diese Polenta-Häppchen mit Gorgonzola und/oder Mailänder Salami.

Wer also heute am Tag der Nachbarschaft in seinem Grätzel mit den Lieblingsnachbarn ein Gläschen oder zwei zu sich nimmt, hier die schnelle Idee für die „Unterlage“ dazu :):

Chin, chin, cari amici – stoßen wir an auf ein wunderbares Herbstwochenende und das Leben.

Alles Liebe wünscht euch eure Krista!

für 1 Blech:

250 g Polenta
500 ml Gemüsesuppe
1 TL gehackter Rosmarin
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Gorgonzola und Salami Milano nach Geschmack

Die Suppe erhitzen, den Rosmarin zugeben und die Polenta einrühren. Auf sehr kleiner Flamme 3 Minuten kochen lassen, dabei immer gut umrühren, die Masse brennt echt schnell an. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf ein eingeöltes Backblech streichen (30 x 30 cm, ca. 0,5 cm hoch). Abkühlen lassen und danach in gleich große Stücke schneiden (ca. 5 x 5 cm).

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Polentawürfel portionsweise goldbraun braten. Währenddessen das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Die Polenta auf Küchenrolle abtropfen lassen und dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Stücke mit Gorgonzolawürfel belegen und ca. 10 Minuten im Rohr überbacken. Aus dem Rohr nehmen und auf den heißen Polentahäppchen Salamischeiben verteilen (oder für Vegetarier auch nicht).

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Supplì alla romana – römische Reiskroketten

Unsere Italienreise führt uns nach unserem Aufenthalt in Neapel nun nach Rom – in die ewige Stadt.

Die römischen Supplì sind DAS Streetfood in der italienischen Hauptstadt. Angeblich brachten die Truppen Napoleons mit Fleisch gefüllte weiße Reisbälle nach Rom, welche dann weiter entwickelt wurden. Daher der Name Supplì alla romana – vom französichen Wort „surprise“ – für die Überraschung im Inneren – nämlich den Mozarella.

Umgangssprachlich werden die köstlichen Kroketten auch supplì al telefono genannt, da die Fäden, die der Mozarella zieht, an „Telefonkabel“ erinnern.

Bei Streetfood möge man meinen, es handelt sich um schnelle Küche. Das sind die Supplì zwar sicher beim Essen, bei der Zubereitung bei Gott nicht. Aufwändig, aber jede einzelne Minute wert.

Wenn ich also wieder einmal von mehreren Kilo Faschierten einen riesigen Topf Ragu alla Bolognese koche, dann wird 1/2 kg davon für dieses Rezept verplant.

Viel Freude beim Nachmachen und buon appetito, ihr Lieben ♥️,
wünscht euch eure Krista von kochliebe.at.

ergibt ca. 25 Stk. (à 50 g)

30 g Butter
1 EL Olivenöl
400 g Risottoreis
100 ml Weißwein
1/2 l Rindsuppe
2 Eier
30 g geriebener Parmesan
500 g Ragú alla Bolognese
100 g Mozarella in kleine Würfel geschnitten
Mehl, Ei, Brösel zum Panieren

Butter im Olivenöl schmelzen und den Risottoreis darin glasig werden lassen. Mit dem Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen und dann nach und nach mit Suppe aufgießen. Wie bei Risotto – immer wieder einen Schöpfer nach gießen und dann wieder weiter köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesaugt ist. Aufs Umrühren nicht vergessen, das kann recht schnell anbrennen. Der Reis sollte nicht ganz al dente gekocht werden, da die Bällchen nachher noch frittiert werden und der Reis sonst zu matschig wird.
Die Masse dann etwas abkühlen lassen, bevor die 2 Eier, der geriebene Parmesan und das Ragú untergerührt werden.

Mit feuchten Händen Kugeln zu je 50 g formen und jeweils ein paar Mozarellastückchen in der Mitte verstecken. Im Anschluss werden die Bällchen klassisch paniert (Mehl, Ei, Brösel) und dann in heißem Öl frittiert bzw. so wie ich es auch manchmal mache: rundherum mit Öl einpinseln und in meinem Mutltidampfgarer bei 180 Grad Intervalldampf 30 Minuten auf einem Patisserieblech backen.

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Ofengemüse-Aufstrich

Heute habe ich einen rustikalen Brotaufstrich ohne genaue Mengenangaben für euch. Ich bin ja prinzipiell mehr so fürs improvisieren und experimentieren.

Am liebsten ess ich den Aufstrich auf getoastetem Schwarzbrot. Baguette oder Ciabatta schmecken natürlich auch. Und theoretisch wäre er auch ein feines Sugo auf Pasta 🍝.

Auch die Zutatenliste ist variabel. Ich nehme in grobe Würfel geschnittene Zucchini, Auberginen, Paprika und rote Zwiebel, ein paar Knoblauchzehen kommen auch dazu. Ihr könnt auch Karotten, Jungzwiebel oder Lauch nehmen, einfach was euch schmeckt, was ihr im Garten habt und gerade Saison hat.
🌶🍆

Dann vermische ich das Gemüse mit reichlich Olivenöl und frischen Kräutern (zB Thymian, Oregano und Rosmarin) und verteile es auf einem Backblech. Nun schiebe ich das Ganze für 30 Minuten bei 180 Grad Heißluft ins Rohr und wenn das Gemüse weich und etwas gebräunt ist, püriere ich das Gemüse nicht zu fein mit einem Pürierstab. Eventuell noch etwas Olivenöl zugeben, wenn es zu fest ist und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzen.

Mahlzeit ihr Lieben ♥️ und frohes Nachmachen wünscht euch eure
Krista von kochliebe.at

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Oliven- und Tomatenpaste

Es kommt Besuch auf ein Glasl Wein (oder 2😇) und ihr braucht einen schnellen Snack dazu?

Dann leg ich euch diese beiden Aufstriche ans Herz. Sind rucki-zucki gemacht und kommen echt gut an. Ciabatta, Baguette oder auch getoastetes Schwarzbrot dazu und fertig ist die Weinbegleitung 🍷.

Ins Rexglas gefüllt schaut’s am Tisch schön aus und wäre auch ein feines Mitbringsel 🎁.

Olivenpaste:
2 Gläser schwarze, entkernte Oliven (370 g Abtropfgwicht)
1 Sardellenfilet
7 Kapern (ich verwende die trocken in Salz eingelegten, dann braucht man kein Salz mehr)
50 ml Olivenöl
Abrieb von 1/2 Biozitrone und etwas Zitronensaft
Salz,  Pfeffer

Falls die Oliven in Flüssigkeit eingelegt sind, abgießen und dann mit den restlichen Zutaten mit dem Stabmixer pürieren und mit ein paar Tropfen Zitronensaft und Pfeffer (und ev. Salz) abschmecken.

Paste aus getrockneten Tomaten:
2 Gläser getrocknete Tomaten (320 g Abtropfgewicht),
30 ml vom Einlegeöl der Tomaten (den Rest aufheben für Pasta usw.)
1 Hand voll frisches Basilikum klein gehackt
1 Knoblauchzehe fein gehackt
Abrieb von 1/2 Biozitrone und etwas Zitronensaft
Salz

Die Tomaten etwas klein schneiden und mit dem Öl mit dem Stabmixer pürieren. Dann die restlichen Zutaten unterrühren und mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Buon appetito!

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Blätterteig – the real life

Seit langem hab ich mir wieder ein paar liebe Freunde auf mein nettes Balkönchen zum Wein trinken eingeladen und weil man ja als gute Gastgeberin ein paar Häppchen aufwartet, hab ich kurzer Hand etwas Pikantes gebacken.

Räucherforellentascherl und einen Flammkuchen mit Rohschinken. Geht schnell und schmeckt immer. Und wird auch immer was, außer man lädt sich einen Konditormeister ein und schon wird des nix mit dem fertigen Blätterteig 🙈😅.

„Blätterteig erst kurz vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen“… würd eh drauf stehen auf der Verpackung und weiß ich natürlich auch, weil wenn man ihn schon länger vorher heraus nimmt, oder so wie ich nach dem Einkauf gleich heraußen liegen läßt, dann kommen halt a bissl fragwürdige Gebilde heraus, weil Blätterteig möchte kühl geformt werden.

Aber geschmeckt hats. Gott sei Dank gab es ein paar Achterl dazu, da spielt dann die Optik nimmer so eine große Rolle.

Extra Sympathiepunkte für den Herrn Konditormeister: er hat die schirchen zuerst gegessen 😁

Räucherforellentascherl:
1 Rolle Blätterteig
2 Räucherforellenfilets
2 – 3 EL Topfen
etwas Zitronenschalenabrieb und Zitronensaft
2 – 3 EL frisch gerissener Kren (je nach gewünschter Schärfe)
Salz und Pfeffer

Die Forellenfilets mit einer Gabel zerdrücken und mit den anderen Zutaten verrühren. Den Blätterteig aufrollen, in gleich große Vierecke schneiden. Auf jedes Viereck etwas Forellenfülle geben und zu Dreiecken falten.

Flammkuchen mit Schinken:
1 Pkg. Flammkuchenteig
1/2 Becher Sauerrahm
6 Scheiben Rohschinken
1 rote Zwiebel in Scheiben geschnitten
Salz und Pfeffer

Den Flammkuchenteig ausrollen, mit Sauerrahm bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Schinken und dem Zwiebel belegen.

Die Tascherl und den Flammkuchen bei 180 Grad Heißluft für ca. 20 Minuten backen, bis alles schön braun und knusprig ist.

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Rhabarber-Weichkäse-Tarte

Am letzten Wochenende durfte ich euch mein Fichtenwipferl-Gelee präsentieren. Da es fast zu schade ist, „nur“ als Brotaufstrich verwendet zu werden, findet es heute Platz auf meiner Rhabarber-Weichkäse-Tarte.

Essenstechnisch bin ich nicht zwingend der große Freund des – für mich viel zu sauren – Gemüses (ja, Rhabarber ist kein Obst). Aber er wächst bei uns im Garten, da aus den Blättern eine Jauche zur Bekämpfung von Blattläusen hergestellt werden kann und wir in unserem Garten auf künstliche Schädlingsbekämpfung verzichten.

Somit habe ich mir eine pikante, durch das Wipferlgelee leicht süße Alternative zu Rhabarberkuchen und -kompott überlegt, die aufgrund der Farbkomposition von rötlich gefärbtem Rhabarber und rosa Beeren nicht nur optisch, sondern auch geschmackstechnisch gesehen, hervorragend mit einem Glas Rosé harmoniert.

Mit einer Schüssel grünem Salat macht man daraus eine feine, frühlingshafte Hauptspeise.

1 Packung fertiger Tarteteig (rund)

250 g Ricotta
Salz, Pfeffer
1 TL frische Thymianblättchen
Abrieb 1/2 Bioorange
1 TL Fichtenwipferlgelee (bzw. Honig od. Ahornsirup)

250 g Rhabarber (ev. geschält, wenn er sehr fasrig ist)
1 EL rosa Beeren
1 TL frische Thymianblättchen

100 g Weichkäserolle in 2-3 mm düne Scheiben geschnitten *

Wipferlgelee, Orangenabrieb, rosa Beeren und Thymian für oben drauf

Eine Tarteform mit Backpapier auslegen und den Teig hinein legen. Den Ricotta mit Salz, Pfeffer, Thymian, dem Orangenabrieb und dem Wipferlgelee verrühren und auf dem Teig verstreichen.

Den Rhabarber in 0,5 cm Stücke schneiden und auf der Ricottamasse verteilen. Die rosa Beeren zwischen den Handflächen verteilen und mit den Thymianblättchen den Rhabarber gleichmäßig bestreuen.

Den dünn geschnittenen Weichkäse oben auf legen und alles noch einmal mit etwas Orangenabrieb, Thymianblättchen und rosa Beeren dekorativ bestreuen und Kleckse des Gelees auf den Käsescheiben platzieren.

Im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad Heißluft 25 Minuten backen, bis der Käse schön braun ist.

* in diesem Rezept habe ich den Weichkäse von Krenn’s Milchwerkstatt verwendet. Weich, aber schnittfest zugleich https://www.milchwerkstatt-krenn.at/ unbezahlte Werbung

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Geburtstagstorte mal anders

Ich bin ja nicht so der Tortentyp. Was Pikantes geht aber immer. Deshalb hab ich für unser Patenkind heute eine Tramezzinitorte gebaut.

Als Bausteine hab ich verwendet:

🍰 Tramezzinibrot

🍰 Verschiedene Aufstriche: Frischkäse mit Schnittlauch und Petersilie (einmal Natur, einmal rosa eingefärbt), Avocadoaufstrich

🍰 Radieschen, Paprika, Gurken, gekochte Eier, Kresse, Sprossen, Rucola, Schnittlauch

Eine Springform mit Frischhaltefolie auslegen und als erste Lage das Brot hineinbasteln, dann Aufstrich und Gemüse drauf, dann wieder Brot usw. Ihr könnt alle Zutaten variieren, anstelle Tramezzini geht jedes andere Brot, auch bei den Aufstrichen und erst recht bei der Deko.

Lasst eurer Phantasie freien Lauf!

Wär das eine Idee für den nächsten Geburtstag? Wer probiert’s aus?

Schickt mir ein Foto an kochliebe@gmx.at oder postet es bei mir auf facebook oder instagram auf kochliebe.at.

Ich bin gespannt!

Viel Spaß beim Nachbauen wünscht euch

Krista

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Hauptspeisen, Rezept, Snacks, Vegetarisch

Grillgemüse-Wraps mit Dukkah Gewürzmischungund Minz-Joghurt-Dip

Früher hieß das Essen am Montag oft „Wochenschau“, weil die Reste von den einzelnen Tagen in einem Gericht verpackt wurden. Oft war’s ein Grenadiermarsch oder irgendwelche Gröstl oder Fleckerspeisen, damit man ja nichts weg schmeißen musste. Meistens nach dem Wochenende sagt auch mir ein Blick in den Kühlschrank: Mach was mit dem ganzen angefangenem Zeugs und mit dem Gemüse, das beim letzten Einkauf unbedingt mit musste, aber trotz Null-Grad-Zone im Kühlschrank nicht ewig hält. Für diese Zwecke hat Frau Kochliebe immer Wraps zu Hause (übrig gebliebene Palatschinken würden sich auch hervoragend eignen).

Wraps sind eine ganz wunderbare Sache. Man kann alles einfüllen, was schmeckt. Man bestreicht das Teil mit dem Rest vom Frischkäse oder Hummus, legt das letzte Radl Schinken drauf, das beim Sonntagsfrühstück keiner mehr wollte und vielleicht gibt’s noch einen halben Mozarella, Feta oder sonstige Käsestücke? Immer schön drauf damit. Und was ist noch in der Gemüselade? Rucola, Sprossen, Paprika, Karotten, Jungzwiebel? Geht alles – einfach klein schneiden, hacken oder raspeln, auf dem Wrap verteilen, nach Belieben würzen, einrollen und genießen.

Und das beste daran: Wraps gehen immer – zum Frühstück, zum Mittag- und zum Abendessen, zur (Schul)Jause und als Mitternachtssnack – Perfekte Küche mit wenig Geschirr!

Und das waren meine Bausteine, sprich Zutaten:

4 Personen:
2 Auberginen, in Scheiben geschnitten
2 Paprika in grobe Stücke geschnitten
2 rote Zwiebel in Spalten geschnitten
3 EL Olivenöl
1 EL Dukkah-Gewürz
optimalerweise selbstgemacht, ich mache meines nach einem Rezept von der lieben Christina von kitchentherapies https://www.instagram.com/p/CMe97UVlaPo/ und verwende Walnüsse und Orangenschale statt Haselnüssen und Zitrone

150 g Joghurt
2 Knoblauchzehen, gehackt
1/2 Handvoll Minzeblätter, gehackt
Salz, Pfeffer
Zitronensaft

Wraps zum Füllen

Rucola, Jungzwiebel zur Deko

Die Auberginenscheiben vor dem Braten auf ein Brett legen und kräftig auf beiden Seiten einsalzen, damit sie Wasser ziehen. Ca. 15 Minuten stehen lassen, dann abwaschen und gut abtrocknen. Die Auberginenscheiben dann vierteln und mit Paprika und Zwiebel in einer Schüssel mit dem Olivenöl und der Gewürzmischung vermengen und kurz stehen lassen. Dann auf einer Grillplatte oder in einer Pfanne unter ständigem Rühren ca. 5 Minuten scharf anbraten. Je nachdem wie bissfest man sein Gemüse mag, ev. länger braten (probieren!)

Die Zutaten für die Sauce einfach verrühren und abschmecken. Die Wraps können nun in einer Pfanne oder im Rohr erhitzt werden, dann gefüllt und mit der Sauce und Rucola und Jungzwiebel dekoriert werden. Zum Schluss noch etwas Dukkah drüber streuen.

Mahlzeit!

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Man lebt nicht nur vom Brot allein …

… es darf auch etwas Aufstrich sein.

Ok, das Reimen zählt nicht zu meinen Stärken :), aber nichts verkommen lassen – da bin ich super.

Gestern Abend hab ich Teig für ein Dinkelbrot mit wenig Germ angesetzt, über Nacht gehen lassen und gleich in der Früh gebacken. Für die abendliche Jause wollte ich nicht mehr extra einkaufen gehen und hab daher wieder einmal aus der „Restl-Abteilung“ meines Kühlschranks etwas gezaubert: Zum Ersten einen Aufstrich aus zu viel gekochten Eiern und zum Zweiten einen Aufstrich bzw. eher ein Püree aus einer schon recht schrumpeligen Aubergine, die schon länger im Gemüsefach wohnte.

Dazu das frische Brot. Vom Nachbarbauern war noch ein Gupf Kuhkäse da, a bissl Kresse und Radieschen und schon ist man satt und zufrieden und denkt sich: Herz, was willst du mehr.

Über die Partie Fuchs und Henn‘ danach red ich lieber nicht – ist irgendwie nicht mein Spiel 🙂

Auberginenaufstrich:
1 Aubergine mit einer Gabel rundherum einstechen, in eine Auflaufform legen und mit etwas grobem Meersalz bestreuen und etwas Olivenöl beträufeln. Dann für ca. 1 Stunde bei 180 Grad Heißluft ins Rohr. Halbieren und das Fruchtfleisch herauslösen. Mit einer fein gehackten Knoblauchzehe, 1 EL Olivenöl, etwas Zitronensaft und Salz und Pfeffer würzen und dann mit dem Stabmixer schön fein pürieren – Fertig!

Eiaufstrich:
4 hartgekochte Eier hacken und mit 1 TL englischen Senf, 2 EL Mayonnaise, 2 EL Sauerrahm verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Man kann auch Joghurt statt Sauerrahm nehmen oder mehr Mayonnaise, alles ganz nach Geschmack. Kresse und Jungzwiebel oben drauf – fertig!

Das Brot ist wieder ein Rezept von „Backen mit Christina“ – Dinkelbrot im Topf aus ihrem blauen Backbuch.

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Grissini – eine späte Liebe

Grissini hielt ich früher für relativ entbehrlich, da die gekauften aus dem Supermarkt für mich nach eher wenig bis gar nichts schmecken. In diese hab ich mich verliebt – diese sind anderes: es ist viel! Pfeffer drin, frischer Rosmarin und Parmesan. Es dauert zwar a bissl, die Stangerl zu wuzeln, aber die Arbeit zahlt sich echt aus und es hat was Therapeutisches.

Und ganz ehrlich: wenn der Lockdown noch länger dauert, kann der eine oder der andere von uns was Therapeutisches ganz gut gebrauchen.

350 g Dinkelmehl
8 g frische Germ
25 g geriebener Parmesan
2 EL frisch geriebener Pfeffer (oder weniger, wer´s nicht so scharf mag)
1 TL Salz
2 TL Rosmarin (optimalerweise frisch, fein gehackt)
220 ml Wasser

Grobes Meersalz oder Kräutersalz
Olivenöl

Am Vortag wird der Teig zubereitet, der dann über Nacht gehen darf. Dazu aus Mehl, Germ, Pfeffer, Salz, Rosmarin und Wasser einen glatten Teig kneten und zu einer Kugel formen. Eine Schüssel mit Olivenöl ausstreichen, den Teig hinein geben, oben auch mit Olivenöl bestreichen und mit Frischhaltefolie abdecken. Dann bis zum nächsten Morgen ab in den Kühlschrank (bzw. mind. 6 Stunden, wenn man zB in der Früh den Teig macht und am Nachmittag backen will).

Als Vorbereitung 2 Backbleche mit Backpapier auslegen und das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestauben und die Hälfte des Teiges zu einer Teigrolle mit ca. 2 cm Durchmesser formen. Von der Teigwurst dann ca. 1cm-Stücke abstechen und daraus mit den Handflächen die Grissini zu Teigstangen rollen und auf das Backblech legen. Mit Wasser besprühen und mit grobem Salz bestreuen. Dann für ca. 10 – 12 Minuten backen, bis die Stangerl leicht braun sind. Die Backzeit hängt von der Dicke der Teigstangen ab und wie gebräunt sie für euch sein sollen.

Und wie ihr seht, es müssen nicht immer Stangerl sein,
das Herz hat der allerbester Mann weltweit bekommen.

Wenn die Grissini fertig gebacken sind, herausnehmen, vom Blech nehmen und abkühlen lassen.


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