Hühnerkeulen „Umami“

Huhn | Orangen | Zwiebel | Oliven |Erdäpfel

Heute widmen wir uns den verschiedenen Geschmacksrichtungen. Bekannt sind sicherlich allen von uns süß, salzig, sauer und bitter.

Aber es gibt eine 5. Geschmacksrichtung: Umami, Seit 2000 ist diese wissenschaftlich nachgewiesen und bedeutet soviel wie „wohlschmeckend“, „köstlich“ und „würzig“. Die aus dem japanischen kommenden Wortteile „umai“ und „mi“ bedeuten wörtlich übersetzt „einfach köstlich“.

Umami intensiviert den Geschmack

Der Eigengeschmack von Gerichten und Lebensmitteln wird intensiver wahrgenommen, wenn Geschmacksverstärker (zum Beispiel in Fertiggerichten) oder Umami-Würzstoffe zugesetzt werden. Man braucht aber nicht unbedingt das Glutamat aus der Dose – viele Lebensmittel enthalten Glutaminsäure bzw. Glutamat schon von Natur aus. So zum Beipiel Oliven, Tomaten, Hefe, Parmesan, Fleisch, Sardellen, Bohnen sowie Sojasoße.

Durch verschiedene Prozesse wird das in Lebensmitteln gebundene Glutamat herausgelöst. Zum Beispiel durch Fermentation und Gärung (z.B. bei der Sojasauce) und Hitze oder bei Fleisch wird das geschmacksgebende Glutamat erst beim Anbraten oder beim längeren Kochen frei.

Warum wir Umami so besonders mögen, liegt auch daran, dass wir bereits mit der Muttermilch diesen Geschmack aufnehmen. Ist uns also quasi in die Wiege gelegt und fühlt sich deshalb wahrscheinlich so gut an.

Im folgenden Rezept haben wir also Oliven, Fleisch und eine fermentierte Würzsauce aus Kürbiskernen (* Bezugsquelle unten), also gleich drei Umami-Komponenten, die dieses Gericht so unglaublich schmecken lassen. Dazu die Frische von den Orangen und die milde Schärfe der roten Zwiebeln.

Eine insgesamt recht runde G´schicht würd ich sagen.

Ich wünsch euch wie immer viel Freude beim Nachmachen und alles Liebe,

Eure Krista ❤️

Schreibt mir gerne, wenn ihr es nachgekocht habe oder schickt mir ein Foto davon.
Gerne auch auf Instagram oder Facebook – kochliebe.at

für 2 Personen:
2 Hendlkeulen
1 Bioorange, Fruchtansätze entfernen, vierteln und in Scheiben schneiden
100 g Oliven (grün und schwarz gemischt, je nach Geschmack)
2 rote Zwiebel, halbiert und dann in schmale Spalten geschnitten
6 – 8 Erdäpfel (je nach Größe und Hunger) geschält und in 2-3 cm große Stücke geschnitten

Marinade:
150 ml frisch gepressten (Blut)Orangensaft
2 EL Olivenöl
1 EL Agavendicksaft (bzw. Honig)
2 EL Kürbiskern Spice * bzw. Sojasauce
2 TL Rosmarin frisch, gehackt oder getrocknet
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 TL Salz
1 TL Pfeffer, frisch gemahlen

Die Zutaten der Marinade verrühren, die Hühnerkeulen in eine Schüssel geben und mit der Marinade übergießen. Abdecken und im Kühlschrank ca. 1 Stunde ziehen lassen. Währen dessen kann das Gemüse vorbereitet werden.

Die Erdäpfel, Zwiebel, Oliven und Orangen in eine ofenfeste Form geben, die Hendlkeulen oben drauf legen und die restliche Marinade drüber gießen.

* Kürbiskern-Spice – die Mostviertler Antwort auf Sojasauce:
https://www.biokuerbishof-metz.at/k%C3%BCrbis/kuerbiskern-spice-wuerze/

Für 45 Minuten bei 180 Grad Heißluft oder Intervalldampf ohne Deckel in den Ofen. Die Hühnerstücke ab und zu mit der Marinade übergießen.

Dann die Temperatur auf 230 Grad Grillstufe erhöhen und weitere 10 Minuten braten, bis alles schön braun und knusprig ist.

Mehr Orangen-Rezepte findet ihr zB hier: Orangenmarmelade, die glücklich macht

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