Kürbis, Rezept, Vegan, Vegetarisch

Kürbis-Süßkartoffel-Curry

Da steh ich so in meiner Küche mit den Resten des Langen von Neapel und denk mir: „Da mach ich ganz einfach Suppe“. Und wie ich da so vor mich hin denk, seh ich eine Süßkartoffel und denk mir weiter: „Die kann auch mit rein“.

Und weiter schweift mein Blick zum Gewürzregal: „Ah schau, mit Curry hab ich auch schon lang nix mehr gemacht“. Und bei Curry denk ich mir: „Warum nicht gleich ein cremig-sämiges Wohlfühl-Curry mit Reis“.

Deswegen verrat ich meinem Liebsten oft nicht, was Abends auf den Tisch kommt, weil es meistens eh ganz anders kommt 🙂

Obwohl: Er merkt sich meistes eh net, was ich ihm sag und ich red ihm dann ein, dass genau das geplant war.

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit bei diesem Wohlfühlessen!

Eure

Krista

🧡 🧡 🧡

350 g Kürbis (geschält gewogen, in 1 cm große Würfel geschnitten)
250 g Süßkartoffel (ebenso geschält und in 1 cm große Würfel geschnitten)
2 Zwiebeln, halbiert und in Streifen geschnitten
2 EL Rapsöl
1/2 Stange Zitronengras
1 Stück Ingwer (rd. 2 cm), fein gehackt oder gerieben
2 EL Currymischung
1 Dose Kokosmilch
200 ml passierte Tomaten
Salz

Reis

Zwiebelwürfel und Ingwer in Rapsöl kurz anbraten und dann die Kürbis- und Süßkartoffelstücke ein paar Minuten mitbraten. Das Currypulver einrühren und mit Kokosmilch und den Tomaten aufgießen. Das Zitronengras etwas andrücken und mit dazu geben. Ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit den Reis kochen (entweder klassisch am Herd oder so wie ich im Dampfgarer – 99 Grad Vitaldampf 40 Minuten).

TIPP:
Ingwer habe ich immer im Tiefkühler – bereits in kleinere Stücke zerteilt – eingefroren. Bei Bedarf kann er noch gefroren auf einer Reibe zerkleinert werden

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Gemüse, Hauptspeisen, Kürbis, Multidampfgarer, Rezept

Kürbisschnitzerl mit Kürbiskernpanier und Dip

Obwohl ich ein bekennender Fan des Wiener Schnitzels bin – vorzugsweise vom Schweinsfilet mit Erdäpfelsalat und selbst gemachter Sauce Tartare – ist die vegetarische Variante mit dem im eigenen Garten gewachsenen „Langen von Neapel“ eine farbenfrohe, gesunde Abwechslung. Der Lange von Neapel eignet sich deshalb gut, weil er nur wenige Kerne hat und aufgrund seiner Form gut zum Schälen geht. Wenn ihr keinen Langen von Neapel bekommt, dann ist der Butternut-Kürbis eine gute Option – auch hier: wenige Kerne und einfach zu schälen.

Das Rezept reicht als Hauptgang für 4 Personen, eignet sich aber auch ganz fein nur mit Dip als Vorspeise oder wenn was übrig bleibt (war hier nicht der Fall) kann man die Schnitzerl auch kalt jausnen. Bei uns gab’s dazu noch ein paar bunte Erdapferl aus dem Garten, im Dampfgarer gegart und nur kurz in Butter geschwenkt und einen grünen Salat.

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!

Eure

Krista

Gerne könnt ihr meinen Blog weiterempfehlen 🙂
Und besucht mich auch auf Facebook oder Instagram auf kochliebe.at – zusätzlich zu den Rezepten hier gibt es fast täglich etwas Neues von mir und meinem Leben zu sehen.

Und für alle, die´s – so wie ich – immer genau wissen wollen:

5 Fakten rund um den Kürbis:

  • Der Kürbis zählt botanisch gesehen zu den Beeren
  • Es gibt rund 800 bekannte Sorten
  • Kürbis hat im Durschnitt nur 25 – 30 kcal pro 100 g – natürlich unpaniert 🙂
  • Kürbis liefert viele Vitamine (Beta-Carotin als Vorstufe für Vit. A, Vitamin C & E), Mineralstoffe (Kalium, Magnesium) und Ballaststoffe und kann sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken
  • Kürbis macht schön und hält jung: die enthaltene Kieselsäure wirkt positiv auf Haut, Nägel und Bindegewerbe (ja, ja Cellulluite ade :), das enthaltene Alpha-Carotin verlangsamt den Alterungsprozess

Momentan ist die beste Zeit, sich bei den Kürbisstandln oder direkt beim Bauern mit Vorräten einzudecken, viele Kürbissorten halten im Keller bis zum Frühjahr und die Verwendungsmöglichkeiten sind fast unendlich – auf meinem Blog gibt es auch schon einige Kürbisrezepte.

Zutaten:
1 kg Kürbis in Scheiben (zB Langer von Neapel)
100 g Mehl
3 Eier
100 g Kürbiskerne, fein gehackt
140 g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
Rapsöl (zum Herausbacken)

Dip:
2 Becher Sauerrahm
6 Zehen Knoblauch, fein gehackt oder durch die Presse gedrückt
2 EL Preiselbeermarmelade
1/2 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Kürbisscheiben salzen und etwas stehen lassen, dann zieht der Kürbis Wasser und das Mehl haftet besser an beim Panieren. Falls ihr die Kürbisschnitzel nicht in der Pfanne herausbacken wollt und im Besitz eines Multidampfgarer seid, dann wird nun das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorgeheizt.

Nun die „Panierstraße“ aufbauen: in die erste Schüssel kommt das Mehl, in die zweite die verquirlten, etwas gesalzenen Eier und in die dritte die Brösel-Kürbiskernmischung.

Nun die Kürbisscheiben wie Schnitzel panieren und entweder schwimmend in Öl in einer Pfanne heraus backen, bis sie goldbraun knusprig sind (und bissfest) oder für die ölsparende Variante im Multidampfgarer den panierten Kürbis mit Öl besprühen, auf ein Patisserieblech legen und den Ofen auf Intervalldampf umstellen (180 Grad) und ca. 30 Minuten im Rohr backen.
TIPP: ein tiefes Backblech mit nasser Küchenrolle drunter schieben, dann spart ihr euch etwas Backrohr-Putzzeit

Währenddessen für den Dip alle Zutaten verrühren und abschmecken und gemeinsam mit den Kürbisschnitzerl anrichten.

MOIZEIT!

Frisch geerntet und angeschnitten schaut er so aus:

MEHR KÜRBIS GIBT’S HIER:

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Letscho mit Reis

Paprika haben ja gerade Saison und es gibt sie in den schönsten, leuchtendsten Farben. Genau das richtige zum Aufhellen des Gemütes an grauen Herbsttagen. Ich hab keine Ahnung, ob Letscho tatsächlich so gemacht wird (Im Original sind glaub ich auch Paradeiser drin), aber so hab ich es aus Kindertagen in Erinnerung, wenn´s die Oma gemacht hat. In ihrer Variante natürlich mit edelsüßem Paprika, ich hab anstatt dessen eine schöne Gewürzmischung von Sonnnentor verwendet.

Mit Thymian, Rosmarin und Oregano würds a bissl mediterraner, mit Kreuzkümmel zum Beispiel a bissl orientalischer.

Wie immer wünsch ich mir von Euch, dass ihr durch meine Inspiration was Neues ausprobiert – zahlt sich geschmacklich echt aus und erweitert den Horziont, so ein Verlassen der kulinarischen Komfortzone.

Heute gibt es von mir daher keine genauen Mengenangaben, sondern quasi nur den Basis-Bausatz.

Bunte Paprika und Chilis
rote oder weiße Zwiebel
Knoblauch
Rapsöl
Tomatenmark
Apfelessig (od. Hesperiden)
Salz, Pfeffer und Gewürze
– ich habe zB. Adios Salz! Gartengemüse von Sonnentor verwendet
https://www.sonnentor.com/de-at/onlineshop/gewuerze/pikante-mischungen/adios-salz!-gemuesemischung-gartengemuese-bio-packung

Die Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, den Knoblauch hacken und beides in Rapsöl anschwitzen. Währen dessen die Paprika- und Chilischoten halbieren und in Streifen schneiden. Zum Zwiebel geben und mitbraten. 2-3 EL Tomatenmark (natürlich je nach Menge) einrühren und mit etwa Essig ablöschen. Die Gewürze zugeben mit etwas Wasser aufgießen und zu lange köcheln, bis das Gemüse für euch den richtigen Biß hat.

Der Reis dämpft in der Zwischenzeit bei mir im Dampfgarer und fertig ist das gesunde Essen.

Wie immer wünsche ich euch ein frohes Nachkochen und viel Spass beim Ausprobieren von neuen Gewürzen!

Alles Liebe, eure Krista


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Gemüse, Jause, Rezept, Salate, Vegan, Vegetarisch

Spicy Rotkrautsalat mit Räuchertofu

Heute lege ich euch 2 Produkte ans Herz, die mit Leidenschaft und Liebe von Mostviertler Biobäuerinnen hergestellt werden. Und das mache ich aus voller Überzeugung und nicht weil ich dafür bezahlt werde 😊.

Zum einen ist das der Bio-Tofu namens ERNA http://www.erna-tofu.at/, der von Edith Wieder und Inge Lagler in der Nähe von Melk aus Bio-Sojabohnen hergestellt wird, die die beiden selbst anbauen. Ich gestehe, ich war bis dato kein recht großer Tofu-Fan. Doch dieses Produkt hat mich eines besseren belehrt. Vor allem der hier verwendete Räuchertofu. Der beste Ehemann von allen hat tatsächlich gedacht, es wäre Speck im Salat 😉🥓.

Zum Anderen ist das meine neue Lieblingswürzsauce „Kürbiskern Spice“ vom Mostviertler Bio-Kürbishof Metz in Haag https://www.biokuerbishof-metz.at/. Laut Karin Metz „die Mostviertler Antwort auf Sojasoße„, hergestellt aus dem Kürbiskernpresskuchen, der bei der Kernölproduktion anfällt. Somit eine nachhaltige und No-Waste-Geschichte – so etwas gefällt mir ja sowieso immer.

Und wie das schmeckt – so herrlich umami!

Erhältlich ist das Kürbiskern Spice in vielen Regionalläden (zB http://regionalhuette.at) und natürlich bei der Familie Metz direkt am Hof (und auch im Online-Shop).

Den Tofu, den es natürlich auch ungeräuchert, also Natur gibt, bekommt ihr zum Beispiel hier: https://myproduct.at/brand/erna-bio-naturtofu, – In meiner näheren Umgebung ist er leider noch in keinem Geschäft erhältlich, aber wir arbeiten dran, dass sich das in Bälde ändert. Einen Auszug der Bezugsquellen findet ihr ganz unten.

Gott sei Dank bringt mir die liebe Edith Wieder manchmal ein Stück vorbei – Danke Edith 🙏😊!

Wir basteln uns also mit Mostviertler Zutaten einen asiatisch angehauchten herbstlichen Rotkrautsalat. Wie klingt das?

Über Likes und wenn ihr den Beitrag vielleicht sogar teilt, freu ich mir natürlich einen Haxn aus 🤪.

Viel Spaß beim Nachmachen und beim Genuss dieser Geschmacksexplosion wünscht euch eure Krista.

♥️

Der Salat ist auch perfekt zum Mitnehmen für Schule, Arbeit oder für ein Picknick (nächsten Sommer halt dann 😁). Einfach in a Gurkenglasl füllen und einpacken.

1 kleiner Kopf Rotkraut (ca. 600 g)
1 Bioorange (Zesten und Saft)
1 Biolimette (Zesten und Saft)
2 Thai-Chili-Schoten (oder ähnliches), sehr fein gehackt
50 ml Kürbiskern-Spice (alternativ: Sojasauce)
20 ml Sesamöl
1 EL Agavendicksaft
2 grob gehackte Knoblauchzehen
1 Bund Jungzwiebel
1/2 Granatapfel
2 EL weißer Sesam
2 EL Kürbiskerne
200 g geräucherter Tofu (in 1 cm Würfel geschnitten)
2 EL Apfelessig

Das Rotkraut fein nudelig schneiden, einsalzen und fest durchkneten. Dann einige Stunden, besser noch über Nacht stehen lassen. Für die Marinade den Saft von Orange und Limette, Sesamöl, Chilis, Kürbiskern-Spice, Sesamöl, Agavendicksaft und den Knoblauch in ein Schraubglas geben und ordentlich schütteln, damit es sich gut vermischt. In dieser Marinade wird der Tofu für ca. 1 Stunde eingelegt.

Während der Tofu durch zieht, die Jungzwiebel waschen, putzen und das Weiße in Streifen und das Grüne in Ringe schneiden, vom Granatapfel die Kerne herauslösen und Sesam und Kürbiskerne trocken in einer Pfanne rösten, bis sie duften. Das alles wird nun mit dem Rotkraut vermischt.

Den Tofu aus der Marinade nehmen, etwas abtupfen und in 1 EL Rapsöl knusprig braten. Herausnehmen und die Marinade in der Pfanne kurz erhitzen und über das Kraut gießen. Nun kommt noch der Apfelessig dazu und der Salat wird, falls nötig, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Ihr könnt den Tofu unters Kraut mischen oder als Topping oben drauf geben.

Bezugsquellen Erna Tofu:

d`Greisslerei in St. Leonhard/Forst
Spar Prauchner in Pöchlarn
Wilhelmsburger Hoflieferanten
Bio Hansinger in Kilb
Bio Gerda in Melk
diverse Regionalläden bei Melk (Spielberg,) Loosdorf, St. Pölten (Dirndl Regionalladen), Mazzetti, ebenfalls St. Pölten, Waldviertel2Go (Pöggstall, Maria Taferl), Emmersdorf, Maria Laach,
Kurz ums Eck in Hürmund
verschiedenen Onlinebestell-Abholshops: Greißlerei 2.0 in St.Pölten, Speiselokal in Neulengbach und Kaufhaus Krauthappel in Wilhelmsburg

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Gemüse, Hauptspeisen, Italienische Küche, Rezept, Vegetarisch, Vorspeisen

Parmigiana di melanzane alla napoletana

Zum heutigen Herbstbeginn holen wir uns noch einmal den Sommer zurück, den der eine oder andere von Euch vielleicht in Bella Italia verbracht hat. Als ich kürzlich gefragt wurde, welche Speisen typisch für drei bestimmte Städte in Italien sind, habe ich in allen meinen italienischen Kochbücher geschmökert und recherchiert.

Die erste Station unserer Italienreise führt uns kulinarisch nach Neapel. Im Standardrepertoire jeder neapolitanischen Nonna gibt es sicher ein Rezept einer „Parmigiana“ – das ist ein Auflauf aus Melanzani, Tomaten und Käse – einfach & gut, wie so viele Gerichte aus unserem Lieblings-Nachbarland.

Ansprüche auf die Erfindung der „Parmigiana“ stellen nicht nur Kampanien mit Neapel, sondern auch Sizilien und die Emila Romagna.

Für die sizilianische Erfindungsgeschichte spricht, dass die Basiszutat – die Melanzani – offensichtlich bei der Eroberung Siziliens durch die Sarazenen im Jahr 827 ins Land gefunden hat, eine der ersten Erwähnungen einer „Parmigiana“-ähnlichen Rezeptur gab es jedoch erst 1839 in „Cucina casarinola“, einer neapolitanischen Rezeptsammlung von Ippolito Cavalcanti, Herzog von Buonvicino.

Der Einfluss der Emilia Romagna wiederum findet sich auf jeden Fall durch die Verwendung des Parmigiano Reggiano, der im wesentlichen nur in der Emilia Romagna hergestellt werden darf (um genau zu sein: in 4 Provinzen der Emilia Romagna plus in einer Provinz in der Lombardei).

Aber ganz egal, woher die Parmigiana historisch gesehen auch kommt, hier und jetzt schmeckt man Italien und den Sommer. Ein Stück Weißbrot und ein Glas Vino rosso dazu – und alles ist gut.

Buon appetito!

für eine Auflaufform:
3 große Melanzani
Salz
1 Flasche passierte Tomaten (680 g)
5 große Knoblauchzehen
1 Hand voll Basilikum
300 g Mozarella (in Scheiben geschnitten)
90 g Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer

Zuerst die Melanzani längs in Scheiben schneiden, gut einsalzen und ca. 30 Minuten stehen lassen.

Dann für die Tomatensauce die Knoblauchzehen und das Basilium hacken und mit den passierten Tomaten in einen Topf geben, salzen und pfeffern und ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Nun das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen.

Wenn die Melanzani Wasser abgeben, die Scheiben mit Wasser abspülen, gut trocken tupfen und beidseits mit Olivenöl bestreichen (oder wie ich es mache: ich gebe die Melanzani in eine große Schüssel, gebe das Öl drüber und vermische alles gut mit den Händen). Auf einem Backblech verteilen und bei 200 Grad Grillstufe grillen bis sie schön gebräunt sind.

Nun wird geschichtet:
eine Auflaufform mit Öl ausstreichen und als Erstes eine Schicht Melanzani hineinlegen, darauf etwas Tomatensauce, darauf ein Drittel des Mozarellas und darauf ein Drittels des Parmesans. Dies insgesamt drei Mal – die oberste Schicht soll Parmesan sein.

Das Ganze kommt nun 25 Minuten bei 180 Grad Heißluft ins vorgeheizte Backrohr.

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Rezept

Hühnersuppe & Kaspressknödel – mit xunden Extras

Superfood – ein Modewort, mit dem ich eigentlich relativ wenig anfangen kann. Was heißt das eigentlich? Automatisch verbindet man damit allerhand Exotisches damit. Aber müssen es die Goji-Beeren aus „wo-auch-immer-her“ sein oder die Chia-Samen (für mich persönlich übrigens sehr entbehrlich)?

Sollte man nicht einfach auf das zurück greifen, das Generationen vor uns schon verwendet haben und direkt vor der Haustür wächst? Hagebutte und Brennessel zum Beispiel. Oder Knoblauch? Ganz ehrlich, was wäre das Leben ohne Knoblauch😉?

Manch andere Küchenzutat mag zwar nicht ganz heimisch klingen, tatsächlich kann auch alles bei uns in Österreich angebaut werden so wie Ingwer, Chili und Kurkuma – schon alles ausprobiert – wächst tatsächlich 🙂

Aus verschiedenen Gründen befasse ich mich schon länger mit den Inhaltsstoffen und Wirkweisen von diversen Lebensmitteln und inwieweit man mit der richtigen Ernährung direkten Einfluss auf seine Gesundheit nehmen kann. Welche Lebensmittel enthalten welche Vitamine? Was wirkt vielleicht entzündungshemmend, läßt das Cholesterin sinken oder hilft gegen Erkältungen?

Ein Klassiker der „Küchen-Heilkunde“ ist auf alle Fälle die Hühnersuppe!
Heute hier also ein wärmendes Supperl für kalte Herbsttage, das mit einheizenden Zutaten gewürzt ist und in welchem ich Kaspressknödel schwimmen lasse, die mit allerlei Vitaminen und Nährstoffen angereichert sind.

Brennessel – entwässernd und entzündungshemmend
Hagebutte – reich an Vitamin C, positive Wirkung auf Entzündungswerte und zu hohes Cholesterin
Knoblauch – stärkt das Immunsystem, das Herz-Kreislaufsystem und wirkt antibakteriell
Ingwer – entzündungshemmend, schmerzlindernd und hilft bei Erkältungen
Chili – entzündungshemmend, schmerzlindernd, antibakteriell
Kurkuma – entzündungshemmend und antioxidativ

Genau das richtige an diesem grauen Sonntag, oder?

Ich wünsch euch einen guten Apptit und bleibt´s xund!

Eure

Krista


Hühnersuppe
400 g Hühnerteile (zB Hühnerrücken)
400 g Suppengemüse gewaschen, geschält und in Stücke geschnitten (die Schale kommt mit hinein)
(Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch, gelbe Rüben, Pastinaken)
etwas Zwiebelschale (für die Farbe)
1,5 Liter Wasser
1 Chilischote
3-cm-Stück Ingwer, grob gehackt
2 Lorbeerblätter
3 Knoblauchzehen, grob gehackt
10 Pfefferkörner (schwarz ganz)
Zitronenschale (ca. von 1/4 Biozitrone)
Maggikraut (Liebstöckel – entweder frisch oder getrocknet)
Salz und Pfeffer
Rapsöl

Die Hühnerteile in etwas Rapsöl scharf anbraten, wenn sie Farbe haben, heraus nehmen und das Gemüse ebenso anbraten. Mit Wasser aufgießen, die restlichen Zutaten zugeben und 2 Stunden leicht köcheln lassen. Wer so wie ich einen Multidampfgarer sein Eigen nennen darf, schiebt den Topf für 2 Stunden bei 105 Grad Intervalldampf plus ins Rohr und macht derweil ein Nickerchen. Am Ende der Kochzeite seihe ich die Suppe ab und nehme die Gemüsewürfel als Suppeneinlage heraus. Je nachdem, welche Hühnerteile ihr verwendet habt, löst ihr das essbare Fleisch von den Knochen, das dann auch wieder in die Suppe kommt. Alles noch einmal abschmecken und mit den Kaspressknödel oder ganz einfach mit Suppennudeln servieren.

Kaspressknödel
400 g Brot- oder Gebäckreste in Würfel schneiden bzw. gekaufte Semmelwürfel
150 g Käse (zb Bergkäse), in kleine Würfel geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
160 ml Milch
1 Ei, etwas verquirlt
1 TL gemahlener Kurkuma
1 TL Hagebuttenpulver
1 EL Brennesselsamen
1 Hand voll gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer
Rapsöl

Die Zwiebel in Rapsöl glasig braten, mit der Milch aufgießen und über die Brotwürfel gießen. Das verquirlte Ei und alle anderen Zutaten daruntermischen. Gut verkneten und dann 1 Stunde stehen lassen. Falls die Brotwürfel schon recht trocken waren, noch mehr Milch zugeben. Wenn die Masse schön durchgezogen ist, mit nassen Händen flache Laibchen formen und in Rapsöl oder Butter goldbraun braten.

TIPP: Ich bestreiche die Knödel rundherum mit Öl, leg sie auf ein Patisserieblech und dann kommen sie bei 180 Grad Intervalldampf für 25 Minuten in meinen Multidampfgarer. Braucht viel weniger Öl und man kann alle auf einmal machen.

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Bunte Gemüsepfanne

Knackig & g’schmackig
Bunt & xund

5 Portionen Obst oder Gemüse am Tag. So wird es von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung empfohlen. Und jetzt in der Hochsaison des Ernteherbstes ist es ein Leichtes, das umzusetzen. Und das noch dazu in einer Farbenpracht, die einen noch einmal zusätzlich motiviert, gesund zu essen und etwas für seinen Körper zu tun.

Und tatsächlich verrät die Farbe eines Gemüses seine Inhaltsstoffe und wie es uns bei unserer Gesundheit unterstützen kann.

ROT
Für die Farbe sorgt der Pflanzefarbstoff Lycopin, der unser Herz-Kreislauf-System schützt und den Blutdruck reduzieren kann. Lycopin wird leichter verwertet, wenn man es erhitzt. Tomatensauce ist also noch gesünder, als Tomaten roh zu essen.

GELB oder ORANGE
Hier sorgen Carotinoide für die Farbe. Auch diese schützen das Herz-Kreislauf-System und haben entzündungshemmende Wirkung. Weiters wirken Carotinoide positiv auf Augen und Haut.

GRÜN
Das hier enthaltene Chlorophyll ist wahrscheinlich der bekanntest Pflanzenstoff. Jeder von uns hat wahrscheinlich schon in der Volksschule gelernt, wie das mit der Photosynthese funktioniert. Dementsprechend unterstützt grünes, also chlorophyllhaltiges Gemüse den Sauerstofftransport in unserem Körper. Chlorophyll fördert den Zellaufbau, wirkt entgiftend und fördert die Wundheilung.

VIOLETT oder BLAU
Die Färbung kommt hier von Anthocyanen, welche sich positv auf den Cholesterinspiegel auswirken und zum Beispiel vor Hautalterung schützen!!! Also weg mit der Anti-Falten-Creme und her mit Melanzani, Zwetschgen und Feigen.

WEISS
Wiewohl weiß keine Farbe ist und weißes Gemüse daher auch keine Pflanzenstoffe enthält, enthält es Quercetin, das blutdrucksenkend wirkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Die besonders in Zwiebeln enthaltene Sulfide wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Diese sind auch in meinem persönlichem Favoriten hinsichtlich gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe – dem KNOBLAUCH – enthalten, zu dessen besonderer Wirkung muss ich demnächst einmal extra etwas schreiben.

Soviel zur Wissenschaft, jetzt aber geht’s an den Genuss. Obwohl ich normalerweise ein Riesenfan von der reichlichen Verwendung von Gewürzen und Kräutern bin: bei diesem Gericht ist weniger mehr. Etwas Knoblauch und Rosmarin, Salz und Pfeffer reichen aus, um den Eigengeschmack aus den einzelnen Gemüsesorten herauszukitzeln und alles gemeinsam zu einem runden Geschmackserlebnis werden zu lassen.

Ihr könnt zu dieser Gemüsepfanne Reis oder Baguette servieren, das Gemüse in einen Wrap füllen oder ihr grillt euch einen schönen Grillkäse oder ein Kotelett dazu. Ich genieße es heute pur und freu mich, weils gesund ist und schmeckt.

Ich wünsche euch wie immer viel Freude beim Nachkochen und freue mich über eure Likes und Kommentare!

Eure

Krista

1 rote Zwiebel
1 Bund Jungzwiebel
4 – 5 Knoblauchzehen
1 Zucchini
400 g Mini Melanzani „striped Toga“ (oder natürlich auch „normale“ Melanzani)
500 g Bunte Paprika und ein paar bunte Tomaten
1 Zweig frischer Rosmarin
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Ich schneide das Gemüse in grobe Stücke und brate es in drei Teilen wie folgt an, damit jedes Gemüse den richtigen Gargrad hat. Am Schluss vermische ich alles und schmecke noch einmal ab.

  1. Rote Zwiebel, Jungzwiebel mit etwas Knoblauch und Zuchini in einer Pfanne in Olivenöl anbraten, bis die Zucchini für euch den richtigen Biss haben. Dann in in einen Topf leeren.
  2. Als nächstes kommen die Melanzani dran. Diese in der Pfanne wiederum mit Olivenöl mit einem Zweig Rosmarin bis zum gewünschten Gargrad braten und dann zu den Zucchini geben.
  3. Zu guter Letzt brate ich die Paprika mit Rosmarin in Olivenöl an, bis sie ebenfalls noch schön knackig sind. Dann noch schnell die stückigen Tomaten etwas mitbraten, damit´s saftig wird. Die Paprika-Tomaten kommen nun auch in den Topf zum anderen Gemüse. Alles schön verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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Rezept

Schnelle Pasta mit Tomaten, Knoblauch und Petersilie

Hallo Samstag, hallo schönes Leben!

☀️♥️

Ich kenne ja viele Menschen, die sagen : „Für mich allein zahlt sich das ja gar nicht aus, zu kochen“.
➡️ Falscher Ansatz. Auch wenn ich allein zu Hause bin, bin ich es mir wert, etwas Feines, Gesundes zu essen. Muss ja nicht immer ein aufwändiges 3-Gänge-Menü sein😉



🍝 Wasser erhitzen und Spaghetti al dente kochen
🍝 Während das passiert, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, ein paar Knoblauchzehen in Scheiben schneiden und anbraten
🍝 Ein paar Tomaten klein schneiden und mitbraten
🍝 gehackte Petersilie, Zitronenschalenabrieb und geriebenen Ricotta salata (oder Parmesan) zugeben
🍝 Die Nudeln direkt aus dem Kochwasser in die Pfanne geben, durchschwenken und mit Salz und Pfeffer würzen


UND FERTIG 👏👍

BUON APPETITO ♥️ und einen schönen Samstag wünscht euch eure Krista von kochliebe.at

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Jause, Rezept, Schnelle Küche, Snacks, Vegetarisch

Ofengemüse-Aufstrich

Heute habe ich einen rustikalen Brotaufstrich ohne genaue Mengenangaben für euch. Ich bin ja prinzipiell mehr so fürs improvisieren und experimentieren.

Am liebsten ess ich den Aufstrich auf getoastetem Schwarzbrot. Baguette oder Ciabatta schmecken natürlich auch. Und theoretisch wäre er auch ein feines Sugo auf Pasta 🍝.

Auch die Zutatenliste ist variabel. Ich nehme in grobe Würfel geschnittene Zucchini, Auberginen, Paprika und rote Zwiebel, ein paar Knoblauchzehen kommen auch dazu. Ihr könnt auch Karotten, Jungzwiebel oder Lauch nehmen, einfach was euch schmeckt, was ihr im Garten habt und gerade Saison hat.
🌶🍆

Dann vermische ich das Gemüse mit reichlich Olivenöl und frischen Kräutern (zB Thymian, Oregano und Rosmarin) und verteile es auf einem Backblech. Nun schiebe ich das Ganze für 30 Minuten bei 180 Grad Heißluft ins Rohr und wenn das Gemüse weich und etwas gebräunt ist, püriere ich das Gemüse nicht zu fein mit einem Pürierstab. Eventuell noch etwas Olivenöl zugeben, wenn es zu fest ist und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzen.

Mahlzeit ihr Lieben ♥️ und frohes Nachmachen wünscht euch eure
Krista von kochliebe.at

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Heute: Wir basteln uns aus den Schätzen des Gartens und des Kühlschranks eine feine Jause fürs Freibad ☀️⛱

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