Österreichische Küche, Hauptspeisen, Restlverwertung, Rezept, Schnelle Küche

Hühner-Ragout mit Gemüse

Es war wieder einmal an der Zeit, die Vorräte durchzusehen. Was sich eh so alles ansammelt in der Speis bzw. in diversen Laden – hochinteressant :). Insbesondere die Konservenabteilung gerät bei mir leicht in Vergessenheit, da ich zumeist frische Lebensmittel verwende. Bei der Erbsen & Karotten – Mischung, die seit 2 Jahren als Corona-Vorrat das Holzregal dekoriert, ist mir dann aber spontan ein Rezept aus meiner Kindheit eingefallen: Omas Ragout mit Gemüse.

Ich habe Hühnerfleisch verwendet – und zwar aus ausgelösten Schenkeln. Das ist preisgünstiger als Hühnerbrust und bleibt auch saftiger. Ihr könnt natürlich jede Art von Hühner- oder auch Putenfleisch verwenden. Schweinefleisch geht natürlich auch – je nachdem, was euch schmeckt.

Meine Erbserln und Karotten hab ich mit einem frischen Kohlrabi und vielen frischen Kräutern zu etwas mehr Leben verholfen. Ihr könnt natürlich von Haus aus Frischware bzw. TK-Ware verwenden, was halt grade da ist.

Als Beilage passt auch so ziemlich alles. Von Nudeln über Reis oder Petersilerdäpfel, von Semmelknödel bis Erdäpfelknödel (hier bei mir auf den Fotos), bei der Oma gabs auch oft gebratene Schupfnudeln dazu. Und wenn ihr ein Baguette daheim habt’s, das tuts auch. Vielleicht noch einen (grünen) Salat dazu und fertig ist die gesunde Mahlzeit.

Ich wünsche euch wieder einmal viel Freude und Genuß beim Nachkochen und noch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe,

Eure

Krista

4 Personen:
400 g Hühner- oder Putenfleisch, in 1,5 cm Würfel geschnitten
1 Zwiebel (ca. 60 g) fein gehackt
1 – 2 EL Öl zum Anbraten (TIPP: beschichtete Pfanne nehmen = weniger Fett)
300 g Erbsen u. Karotten
1 Kohlrabi (ca. 300 g) geschält und in kleine Würfel geschnitten
1 Bund frische Kräuter (zB Petersilie, Estragon, Bohnenkraut, Maggikraut), gehackt (die Stiele nicht wegschmeißen, die werden mitgekocht)
falls keine frischen Kräuter vorhanden sind, können natürlich auch ein paar Löfferl getrocknete verwendet werden
2 EL Mehl glatt
20 ml Weißwein
300 ml Suppe (Gemüse/Huhn/Rind)
Salz, Pfeffer

In einer Pfanne das Öl erhitzen, das gewürfelte Fleisch etwas salzen und pfeffern und sehr scharf anbraten, dann die Zwiebelwürfel kurz mitbraten, alles mit 2 EL Mehl stauben, das Mehl auch kurz mitrösten und dann mit Wein und Suppe ablöschen (Wein kann gerne auch weggelassen werden, dann ev. ein paar Spritzer Essig oder Zitronensaft zugeben).

Gut durchrühren, bis sich das Mehl aufgelöst hat und etwas einkocht. Den gewürfelten Kohlrabi und die Kräuterstengel zugeben und auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Kohlrabi durch ist (je nach Größe der Würferl dauert das ca. 30 Minuten). Kurz vor Ende der Garzeit die Kräuterstiele entfernen und die Erbsen und Karotten (aus der Dose, abgespült) zum Erhitzen zugeben. Die frischen Kräuter einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. ACHTUNG beim Pfeffer, wenn ihr Estragon verwendet – ist auch sehr pfeffrig.

Falls ihr frisches Gemüse verwendet, dann gleich mit dem Kohlrabi zugeben. Falls ihr TK-Gemüse verwendet, ca. bei der halben Kochzeit zugeben.

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Österreichische Küche, Hauptspeisen, Rezept, Schnelle Küche

Grenadiermarsch

Es ist Montag und folglich Zeit, die Restln der Vorwoche und des Wochenendes zu verwerten. Und zwar in Form eines Grenadiermarsches. Für alle, denen die Bezeichnung kein Begriff ist, die Wikipedia-Beschreibung lautet wie folgt:

Der Grenadiermarsch (ungarisch Gránátos kocka, tschechisch grenadýrmarš) ist ein Gericht der österreichischen und ungarischen Küche aus Kartoffeln, Fleckerl bzw. Nudeln, Zwiebeln  und meist auch Speck bzw. Wurstresten. Oft werden auch Reste von gebratenem Fleisch und Knödeln bei der Zubereitung verwendet.

In meine Pfanne wandern heute (ohne Mengenangaben, je nach Restlvorräten und vor allem JE NACH HUNGER)


Zuerst wird eine klein gehackter Zwiebel in Öl angeschwitzt, dann brate ich die in Scheiben geschnittenen Erdäpfel mit, bis sie schön braun sind und dann kommen die Fleisch- und Wurstreste dazu, die auch noch etwas mitgebraten werden. Zum Schluss werden die Fleckerl (oder andere Nudeln) untergerührt und alles mit Salz, Pfeffer, Majoran und Kümmel gewürzt.

Bei uns gabs einen kalten Krautsalat dazu, es passt aber auch sehr gut ein Raunasalat (Rote Rüben) oder grüner Salat dazu.

Und aufhören kann ich da zu essen erst, wenn die Pfanne leer ist – Wohlfühlessen par excellence!

🤗

Ich wünsch euch einen guten Start in die Woche!

♥️

Eure

Krista

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Hauptspeisen, Rezept, Snacks, Vegetarisch

Grillgemüse-Wraps mit Dukkah Gewürzmischung und Minz-Joghurt-Dip

Früher hieß das Essen am Montag oft „Wochenschau“, weil die Reste von den einzelnen Tagen in einem Gericht verpackt wurden. Oft war’s ein Grenadiermarsch oder irgendwelche Gröstl oder Fleckerlspeisen, damit man ja nichts weg schmeißen musste.

Meistens nach dem Wochenende sagt auch mir ein Blick in den Kühlschrank: Mach was mit dem ganzen angefangenem Zeugs und mit dem Gemüse, das beim letzten Einkauf unbedingt mit musste, aber trotz Null-Grad-Zone im Kühlschrank nicht ewig hält. Für diese Zwecke hat Frau Kochliebe immer Wraps zu Hause (übrig gebliebene Palatschinken würden sich auch hervoragend eignen).

Wraps sind eine ganz wunderbare Sache. Man kann alles einfüllen, was schmeckt. Man bestreicht das Teil mit dem Rest vom Frischkäse oder Hummus, legt das letzte Radl Schinken drauf, das beim Sonntagsfrühstück keiner mehr wollte und vielleicht gibt’s noch einen halben Mozarella, Feta oder sonstige Käsestücke? Immer schön drauf damit. Und was ist noch in der Gemüselade? Rucola, Sprossen, Paprika, Karotten, Jungzwiebel? Geht alles – einfach klein schneiden, hacken oder raspeln, auf dem Wrap verteilen, nach Belieben würzen, einrollen und genießen.

Und das beste daran: Wraps gehen immer – zum Frühstück, zum Mittag- und zum Abendessen, zur (Schul)Jause und als Mitternachtssnack – Perfekte Küche mit wenig Geschirr!

Und das waren meine Bausteine, sprich Zutaten:

4 Personen:
2 Auberginen, in Scheiben geschnitten
2 Paprika in grobe Stücke geschnitten
2 rote Zwiebel in Spalten geschnitten
3 EL Olivenöl
1 EL Dukkah-Gewürz
optimalerweise selbstgemacht, ich mache meines nach einem Rezept von der lieben Christina von kitchentherapies https://www.instagram.com/p/CMe97UVlaPo/ und verwende Walnüsse und Orangenschale statt Haselnüssen und Zitrone

150 g Joghurt
2 Knoblauchzehen, gehackt
1/2 Handvoll Minzeblätter, gehackt
Salz, Pfeffer
Zitronensaft

Wraps zum Füllen

Rucola, Jungzwiebel zur Deko

Die Auberginenscheiben vor dem Braten auf ein Brett legen und kräftig auf beiden Seiten einsalzen, damit sie Wasser ziehen. Ca. 15 Minuten stehen lassen, dann abwaschen und gut abtrocknen. Die Auberginenscheiben dann vierteln und mit Paprika und Zwiebel in einer Schüssel mit dem Olivenöl und der Gewürzmischung vermengen und kurz stehen lassen. Dann auf einer Grillplatte oder in einer Pfanne unter ständigem Rühren ca. 5 Minuten scharf anbraten. Je nachdem wie bissfest man sein Gemüse mag, ev. länger braten (probieren!)

Die Zutaten für die Sauce einfach verrühren und abschmecken. Die Wraps können nun in einer Pfanne oder im Rohr erhitzt werden, dann gefüllt und mit der Sauce und Rucola und Jungzwiebel dekoriert werden. Zum Schluss noch etwas Dukkah drüber streuen.

Mahlzeit!

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