Aus dem Ofen - Aufläufe, Strudel, Quiche,..., Österreichische Küche, Erdäpfel, Hauptspeisen, Jause, Regional, Rezept, Vorspeisen

Erdäpfel-Lauch-Torte

Mein Mann kommt ja ursprünglich aus dem Waldviertel, dem Zentrum der Erdäpfelkultur Österreichs. Am Anfang unserer Beziehung gab es zwischen most- und waldviertlerisch hinsichtlich mancher Wörter fast so etwas wie eine Sprachbarriere, so auch bei den Erdäpfeln.

Wenn er von „Eadban“ als Beilage zum Schnitzerl redete, war ich verwirrt, weil ich an Erdbeeren 🍓 dachte – die übrigens bei uns früher Ananas🍍 hießen 😊 (das erklär ich vielleicht ein ander Mal).

(Zur Erläuterung: „Eadban“ dürfte sich von „Erdbirne“ ableiten).

Nach über 14 Jahren wissen wir, was der andere meint (meistens halt 😉).

Erdäpfel kommen bei uns also ganz oft auf den Tisch. Ob einfach nur gekocht mit Butter und Salz, als Erdäpfelsalat oder als Erdäpfelschmarren zum Rindfleisch oder zum Spinat – Erdäpfel haben bei uns das ganze Jahr Saison.

Und wenn die köstlichen Knollen nicht gerade frittiert als Pommes oder Chips auf den Tisch kommen, sind sie auch noch überaus gesund und kalorienarm.

100 g Erdäpfel bestehen zu ca. 75% aus Wasser, einen Energiegehalt von nur 68 kcal und enthalten fast kein Fett (0,1 g). Dafür versorgen sie uns mit wertvollen Mineralien wie Kalium, Magnesium und Eisen. Aufgrund des relativ hohen Vitamin C-Gehalts wurden Erdäpfel früher auch oft die „Zitrone des Nordens“ genannt.

Am wichtigsten ist jedoch natürlich, dass es schmeckt und mit Erdäpfelgerichten macht man meistens nichts falsch, auch nicht, wenn mehrer Leute am Tisch sitzen. Oder kennt ihr wen, der keine Erdäpfel mag?

Als Beilage zur Erdäpfeltorte eignet sich ein schöner, frischer, grüner Salat oder auch ein Rahm-Gurken-Salat hervorragend. Auch ein Sauerrahm-Kräuter-Dip mit Knoblauch passt gut dazu. Und falls was übrig bleibt, kann man die Erdäpfeltorte kalt zur Jause essen oder am nächsten Tag mit ins Büro nehmen.

Mahlzeit, Ihr Lieben und wie immer viel Freude beim Nachkochen!

Eure

Krista


Zutaten für eine Tortenform:
1 kg festkochende Erdäpfel, geschält und mit einem Gemüsehobel fein gehobet
(oder mit einem Messer in dünne Scheiben geschnitten)
150 g Lauch, in Ringe geschnitten
4 Stangen Jungzwiebel (ca. 100 g), in Ringe geschnitten
100 g Speck, in Streifen oder Würfel geschnitten
2 EL Rapsöl
1 Becher Sauerrahm
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat
frische Petersilie und Bohnenkraut, fein gehackt (ihr könnt gerne auch andere Kräuter verwenden, zB Schnittlauch oder Majoran, der schmeckt auch getrocknet hervorragend zu Erdäpfeln)

Zubereitung:
Das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen. In einer Pfanne das Rapsöl erhitzen und Speck, Lauch und Jungzwiebel darin bräunen. In einer Schüssel den Sauerrahm mit den Eiern versprudeln und ordentlich mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Erdäpfelscheiben dazugeben und durchmischen. Dann noch die Speckmischung dazugeben, alles verrühren und eventuell noch einmal würzen. Die Erdäpfelmasse in eine gefettete Tortenspringform füllen und mind. 50 Minuten – die erste Hälfte davon mit Alufulie abgedeckt – backen. Die Garzeit kann je nach Sorte und nach Dicke der Scheiben variieren – einfach am Ende der Garzeit mit einer Gabel anstechen und probieren.

Aus dem Ofen nehmen, kurz stehen lassen und aus der Springform lösen.

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Beeren-Nocken

Ich bin ja quasi ein Gegner von Acai-Beeren, Goji-Beeren und Chia-Samen und was da noch so alles rund um den Globus geflogen und uns dann als Superfood untergejubelt wird. Und das nicht, weil die Sachen nicht gesund wären. Nein. Einfach nur deshalb, weil sogenanntes Superfood auch bei uns wächst und gedeiht.

Gerade jetzt im August sind frische Beeren überall erhältlich beziehungsweise allerorts auch wild zu finden. Das ist nicht nur gesund beim Essen, sondern auch schon vorher beim Sammeln.

Und indem wir heimische Lebensmittel konsumieren, tun wir auch etwas für unseren ökologischen Fußabdruck und unseren Planeten.

Also liebe Leute, kauft’s regional und saisonal – auch wenn es abgedroschen daher kommt – stimmen tut´s allemal.

Alles Liebe und gutes Gelingen wünscht euch eure
Krista

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Hier noch ein paar Fakten, was ihr euch damit Gutes tut:

Die Heidelbeere enthält viele Mineralstoffe, wie Eisen, Kalzium und Kalium und hat einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, welche verdauungsfödernd sind. Weiters ist sie reich an antioxidativ wirkenden Polyphenolen wie Flavonoiden und Phenolsäuren.
(Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/heidelbeeren.html)

Die Ribisel hat wenige Kalorien, gleichzeitig jedoch viele Vitamine und Mineralstoffe. Zum Beispiel Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Weiters sind Flavonoide enthalten, die antioxidative Eigenschaften haben und sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Der enthaltene Ballaststoff Pektin wirkt verdauungsfördernd und cholesterinsenkend.
(Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/ribisel.html)

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Zutaten:
350 g Ribisel und/oder Heidelbeeren gemischt (gerne auch andere Beeren)
2 EL Kristallzucker
100 ml Milch
70 g Sauerrahm
140 g Dinkelmehl glatt
1 Prise Salz
1/4 TL Bourbon Vanille
1/2 TL Backpulver

Rapsöl oder Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:
Das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben. Die restlichen Zutaten (außer den Beeren) dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Die Beeren unterheben und ca. 15 Minuten stehen lassen. Dann in einer beschichteten Pfanne 2 cm hoch Fett erhitzen und dann mit einem Löffel Nocken ins heiße Fett legen und auf beiden Seiten goldbraun backen.

Auf einer Küchenrolle etwas abtropfen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Noch heiß, lauwarm oder kalt mit frischen Beeren anrichten. Ein Kugerl Vanilleeis könnt ich mir da auch gut dazu vorstellen.

Lasst es euch schmecken.

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