Rezept, Vegetarisch

Shakshuka – Frühstück wie am Brunnenmarkt

Neben der österreichischen Küche liebe ich die orientalische. Wegen der Gewürze und weil sich die echt beim Frühstück schon was einfallen lassen. Hummus, Falafel, Aufstriche mit Aubergine oder Paprika, Oliven, Schafkäse, jede Menge Gemüse UND der Klassiker: Shakshuka

Shakshuka Rezepte gibt es tausende. Das Wort bedeutet aus dem Arabischen übersetzt so viel wie „Mischung“ , folglich ist hier erlaubt, was schmeckt. Die Basis ist auf jeden Fall immer eine Sauce aus Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch mit Kreuzkümmel gewürzt, in welcher die Eier pochiert werden. Bei mir gibt es eine Variante mit Aubergine und rotem Paprika, zusätzlich mit Ras-el-Hanout gewürzt. Im Rexglas wird dann pro Portion das Ei im Wasserbad im Rohr pochiert.

Das ist Wohlfühl-Essen vom Feinsten mit Urlaubsfeeling oder zumindest das Gefühl, in Wien am Brunnenmarkt zu sitzen, Leute zu beobachten und sich beim Frühstück für ein paar Stunden in eine andere Welt zu beamen.

Guten Appetit oder bete avon wie man in Israel sagt!

4 Portionen:

1 kleine Aubergine, gewürfelt (rd. 200 g)
1 rote Zwiebel, gewürfelt (rd. 60 g)
1/2 bis ganze Paprika, gewürfelt (je nach Größe, ca. 100 g)
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Passierte Tomaten (1 Flasche 650 g)
2 TL Ras el Hanout
1/2 TL Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer (wer mag Chili)
Olivenöl

4 Eier

Petersilie und Weißbrot

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, das Gemüse darin ein paar Minuten anbraten, die passierten Tomaten zufügen und würzen. Mindestens 30 Minuten leicht köcheln lassen und immer wieder umrühren.
Jetzt das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Die eingekochte Sauce noch heiß auf 4 Rexgläser verteilen und jeweils vorsichtig ein Ei darauf schlagen, so dass der Dotter ganz bleibt. Die Gläser in ein Wasserbad stellen und im vorgeheizten Rohr ca. 20 Minuten garen, bis das Eiweiß gestock ist, der Dotter aber noch flüssig ist (das variiert je nach größe der Eier natürlich).

Mit Petersilie (oder auch anderen Kräutern) bestreuen und mit Weißbrot servieren. Am besten schmeckt’s mir lauwarm, aber das probiert ihr besten selber aus :).

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Fleisch, Hauptspeisen, Rezept

Der Geschmack von Weihnachten

Auflauf mit Faschiertem, Zucchini, Erdäpfel und orientalischen Gewürzen

Was macht Frau, wenn sich der liebe Mann ein Abendessen wünscht, das irgendwie ein bisschen nach Weihnachten schmeckt? Hm, wie schmeckt Weihnachten eigentlich? Ich denke dabei an Zimt, Nelken, Sternanis, Kardamom und Orangen. Bevor ich zu sehr an Glühwein und Kekse denke, werfe ich einen Blick in meine Gewürzlade. Und siehe da – schon länger nicht verwendet – ein angefangenes Sackerl Ras el Hanout.

„Ras el hanout“ ist eine Gewürzmischung aus der orientalischen Küche, und kann mit Kopf des Ladens übersetzt werden. Wohl deshalb, weil nur der Kopf – also der Chef eines Gewürzladens – in der Lage war, eine solch komplizierte und aus bis zu 35 verschiedenen Gewürzen bestehende Mischung zusammen zu stellen.

Bestandteile der aromatischen Gewürzmischung sind Zimt, Nelken, Anis, Ingwer, Kurkuma, Koriander, Piment, Chillies, Pfeffer, Kardamom, Muskatnuss, Sternanis, Orangenschale, Bockshornklee, Kreuzkümmel und noch einige andere. Es ist eine harmonische Mixtur aus würzigen, blumigen, holzigen und scharfen Aromen, die sich wunderbar ergänzen und daher irgendwie nach Weihnachten schmeckt.

Inspiriert von der griechische Küche – in welcher auch sehr gerne ähnliche Aromen verwendet werden – entstand in meiner Küche dann dieser herrliche moussaka-ähnliche Auflauf mit Zucchini, Erdäpfel und Faschiertem und was soll ich sagen …. das Christkind stand fast vor der Tür.

Zutaten:
½ kg Faschiertes
½ kg Erdäpfel (vorgekocht und abgekühlt,
in 0,5 cm Scheiben schneiden)
2 mittelgroße Zucchini (in Scheiben mit ca. 0,5 cm geschnitten)
4 Knoblauchzehen fein gehackt
1 rote Zwiebel würfelig geschnitten
5 EL Tomatenmark
100 ml Weißwein
100 ml Rindsuppe
5 g Ras el Hanout
Salz, Rosmarin
Olivenöl

Zutaten und Zubereitung Bechamelsauce:
50 g Butter
50 g Mehl
½ l Milch
Muskatnuss, Zimt
Salz, Pfeffer
Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze zerlassen, das Mehl einrühren und mit Milch aufgießen und unter ständigem Rühren eindicken lassen. Vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zimt würzen.

  • 3 EL Olivenöl mit der Hälfte vom gehackten Knoblauch, Rosmarin, Salz und Pfeffer verrühren. Die Zucchinischeiben in eine Schüssel geben und mit der Öl-Knoblauch-Mischung übergießen und alles durchmischen, sodass die Zucchinischeiben rundherum mit Öl bedeckt sind. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Zucchinischeiben gleichmäßig darauf verteilen. Im vorgeheizten Backrohr bei 220 Grad Heißluftgrillen 5 – 7 Minuten gleichmäßig braun werden lassen.
  • Das Faschierte in Olivenöl scharf anbraten, dann Zwiebel und Knoblauch dazu geben und weiterbraten. Das Tomatenmark dazugeben und mitrösten lassen. Danach mit Weißwein ablöschen und mit Wasser aufgießen. Mit Ras el Hanout und Salz würzen. So lange leicht köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Zum Schluss abschmecken.
  • Eine Auflaufform mit Öl auspinseln. Die erste Lage sind Erdäpfelscheiben, die die Flüssigkeit von darüber schön aufsaugen. Auf die Erdäpfel eine Lage Fleischsauce, dann eine Lage Zuchini, dann wieder Erdäpfel usw. bis die Form voll ist. Oben drauf kommt die Bechamelsauce.
  • Im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad Heißluft ca. 30 Minuten goldbraun backen. (Wer einen Multidampfgarer hat, bei Intervalldampf bei 180 Grad 30 Minuten backen).

Ich wünsche viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit

Eure Krista
von kochliebe.at


In meinem vorigen Betrag, dem Kürbis-Gewürz-Eis (https://kochliebeat.wordpress.com/2020/12/09/teil-3-der-kurbis-trilogie-kurbis-gewurz-eis/) Gewürz-Eis gab es auch Einiges an Gewürzen, die schon an Weihnachten denken lassen.

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