Rezept, Schnelle Küche, Hauptspeisen, Pizza & Pasta, Vegetarisch, Italienische Küche

Linguine mit Mangold, Paradeisern und Ricotta

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, / Im dunklen Laub die Goldorangen glühn, / Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, / Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht? / Kennst du es wohl?“

Mit diesen schönen Worten beschrieb Johann Wolfgang von Goethe schon um 1780 herum seine Italiensehnsucht.

Die Dichtkunst überlasse ich ihm und anderen großen Meistern – aber auch die Kochkunst vermag es, uns mit den richtigen Zutaten in unserer Phantasie an ferne Orte reisen zu lassen.

Für dieses Rezept bringen uns die Farben der Zutaten direkt nach Italien. „Il tricolore“ – Grüner Mangold, rote Paradeiser und der weiße Ricotta – die Farben der italienischen Flagge ergeben ein wunderbar harmonisches Farbenspiel auf dem Teller und auf unserem Gaumen.

Un bicchiere di vino dazu und schon sitzen wir in einem Zitronenhain mit Blick aufs Meer, der laue Sommerwind umweht uns mit dem mediterranen Duft von Rosmarin und wir genießen das Leben.

Buon appetito cari amici!

♥️

4 Portionen:
400 g Linguine
500 g Blattmangold frisch (oder Blattspinat), gewaschen, geputzt und in 1cm-Streifen geschnitten
1 große Zwiebel (ca. 80 g)
4 EL Sonnenblumenkerne
8-10 Stück Rispenparadeiser (rd. 400 g) grob gehackt
5 – 6 Knoblauchzehen grob gehackt
4 EL Olivenöl
1 Becher Ricotta (250 g)
200 ml Wasser
Salz, Pfeffer
Abriebe einer Bio-Zitrone

Das Nudelwasser erhitzen, ordentlich salzen und wenn es kocht, die Linguine nach Packungsanweisung kochen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen (mittlere Hitze) und Zwiebel, Knoblauchzehen und die Sonnenblumenkerne ca. 5 Minuten anbraten (sollte nur leicht gebräunt sein), dann den Mangold weitere 5 Minuten mitbraten und dann die Tomatenstücke zugeben.

Mit Wasser aufgießen und den Ricotta und die Zitronenschale einrühren. Salzen und pfeffern und das Ganze zugedeckt schmurgeln lassen, bis der Mangold durch ist (dauert ca. 10 Minuten).

Die al dente gekochten Nudeln nicht abgießen, sondern mit einer Nudelzange direkt vom Kochtopf in die Pfanne zum Mangold geben und verrühren.

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Eingekocht & Eingerext, Rezept, Zitrusfrüchte

Orangenmarmelade, die glücklich macht

Ich liebe Zitrusfrüchte aller Art: Zitrone in Form von abgeriebener Schale oder als Saft als Frischekick in jedem erdenklichen Essen (aber NICHT am Schnitzel), Grapefruitsaft zum Frühstück, Limetten im Caipirinha und vor allem Orangen 🍊.

Geschält, mit den Fingern zerteilt und  einfach so mit den Händen gegessen, dass einem der Saft von den Fingern tropft. Schließt eure Augen und denkt daran. Macht nicht allein der Gedanke daran schon glücklich und zufrieden?

Das liegt dann daran, dass unser Gehirn den Duft von frisch geschälten Orangen abruft und diesen mit der Wirkung der ätherischen Ölen der Orange verbindet, die die Stimmung heben und entspannend und ausgleichend wirken. Orangenöl gilt als Unterstützung bei Ängsten, Stress, innerer Unruhe oder Schlafstörungen. Der süßliche, sanfte Duft beruhigt die Sinne und schenkt innere Ruhe.

Diese Orangenmarmelade herzustellen ist also ein durchaus meditatives Vorhaben mit einem überaus zufriedenstellenden Ergebnis, das kann ich euch versprechen.

Wie das in der Küche riecht…. unglaublich 🍊🍊🍊. Und das gleich zwei Tage lang, die Masse rastet nämlich über Nacht. Also nichts für Ungeduldige.

Die Grundidee dieses Rezeptes ist, so viel wie möglich von der Orange zu verwenden – also nahe an #nowaste. Daher wird nicht nur der Saft, sondern auch die Schalen als Zesten und zum Teil ganze Orangen mit verarbeitet.

Aus diesem Grund nehme ich natürlich nur Bio-Früchte mit unbehandelter, ungewachster Schale. Die Schalen, die schlußendlich übrigbleiben, können dann ungehindert auf den Komposthaufen, wenn ihr einen habt (was man ja bei konventionellen Zitrusfrüchten nicht tun sollte), somit wandert dann wirklich nichts auf den Müll.

Wenn ihr nicht wisst, wo ihr unbehandelte Bio-Orangen kaufen könnt? Vielleicht habt ihr – so wie ich – das Glück, in der Nähe eine Netswerk-Geschäftstelle zu wohnen, die mehrmals über die Winter-/Frühlingssaison Großlieferungen von Bioorangen aus Griechenland organisieren. Gerade eben wieder möglich mit Lieferung Mitte Mai: https://www.netswerk.net/gstadt/orangenaktion-griechenland/

Also macht euch die Mühe und ihr werdet mit einer Geschmacksexplosion belohnt und jeder Bissen eures Marmeladesemmerls macht euch glücklich und zufrieden – ich versprech´s :).

Ich freu mich über jeden, der´s ausprobiert und mir schreibt, wie es euch schmeckt. Gerne auch auf meinen Social-Media-Kanälen wie Facebook und Instagram unter kochliebe.at.

Bis dahin, alle Liebe – eure Krista

🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊

Zubereitung:

Benötigt werden ca. 4 – 4,5 kg Bio-Orangen. Die Menge variiert – je nachdem, wie saftig die Orangen sind.

2 kg Bio-Orangen und
2 Bio-Zitronen im Ganzen
waschen und ca 40 Minuten in einem großen Topf in Wasser gekocht. Dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Während die Orangen kochen, werden von ca 2 – 2,5 kg gewaschenen Orangen die Schalen mit einem Zestenreißer entfernt und dann die Orangen ausgepreßt, das sollte 1,75 l frisch gepressten Orangensaft ergeben. Den Saft mit den Zesten erhitzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.


Wenn die Orangen und Zitronen abgekühlt sind, werden sie in Scheiben geschnitten und mit dem Orangensaft und den Zesten in einem großen Topf mit 2 kg Gelierzucker 2:1 vermischt. Diese Masse läßt man dann über Nacht zugedeckt und kühl gestellt ziehen (ich stell den Topf meist ins Freie).


Am nächsten Tag wird alles einmal kurz erhitzt, damit sich der Zucker völlig auflöst und mit dem Stabmixer püriert. Dann lasse ich die Masse einmal richtig aufkochen und ein paar Minuten leicht wallend köcheln. Dann in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen.

ACHTUNG: Marmeladenmasse hat die Eigenschaft, dass sie sich unglaublich schnell in einem unbeobachteten Moment aus dem Topf vertschüßen will, also übergeht. Also immer schön dabei bleiben und umrühren. 

🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊

Mehr Rezepte mit Orangen findet ihr hier:
Orangen-Mohn-Gugelhupf
Topfen-Mohn-Knöderl mit karamellisierten Orangen
Blutorangen-Rosmarin-Tarte mit Olivenölmürbteig

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Gemüse, Geschenke aus der Küche, Jause, Rezept, Schnelle Küche, Snacks, Vegetarisch, Vorspeisen

Bärlauchwaffeln

Man kommt ja um diese Jahreszeit um den Bärlauch nicht herum. Omnipräsent ist er geradezu momentan in allen Kochblogs, Zeitungen und sonstigen Medien in Form von Suppe, Risotto, Knödeln usw. Und jeder Hobbynaturalist freut sich, wenn er sein „eigenes“ Bärlauchplatzerl kennt, wo er ungeniert sammeln kann.

Dazu wäre natürlich anzumerken, dass 1. halt wirklich nur gesammelt werden soll, was man zu 100% kennt, da es beim Bärlauch mit dem Maiglöckerl und der Herbszeitlose sehr giftige Verwechslungsmöglichkeiten gibt und 2. dass man halt auch nur Mengen sammelt, die die Natur verkraftet – also nicht mit der Sense ernten :).

Und weil die Menschheit schon genug Bärlauchcremesuppenrezepte hat, hier einmal ein bisschen was Anderes – Bärlauchwaffeln – knusprig, pikant und hübsch anzuschauen. Vor allem mit dem Gänseblümchen drauf :).

Vielleicht braucht ihr ja noch optisch hübsches Fingerfood als Amuse-Gueule fürs Ostermenü oder für den Godntag?

Ich wünsch euch auf jeden Fall wieder viel Freude beim Ausprobieren und ein schönes Wochenende!

Eure

Krista von kochliebe.at

Zutaten:
30 g Bärlauchblätter (ca. 2 Hand voll)
100 g Topfen (zB mein Lieblings Bauerntopfen von https://www.milchwerkstatt-krenn.at/)
35 g Rapsöl
3 Eier
300 g Dinkelmehl
1/2 Packerl Backpulver
150 ml Milch
100 ml Sodawasser, Salz

Zubereitung:
Die Bärlauchblätter grob hacken und mit Öl, Milch und Sodawasser mit einem Mixstab oder im Standmixer fein pürieren. Den Topfen mit den Eiern cremig verrühren und das Mehl mit dem Backpulver miteinander versieben. Dann alle 3 Komponenten zu einem zähen Teig verrühren und gut salzen.

Das Waffeleisen aufheizen und aus dem Teig schöne knusprige Waffeln backen.

Als Belag eignet sich zB ein Sauerrahm-Joghurt-Dip mit Knoblauch und Schnittlauch.

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Österreichische Küche, Gemüse, Hauptspeisen, Multidampfgarer, Rezept, Suppen & Eintöpfe, Vegan, Vegetarisch, Vorspeisen

Gemüseeintopf

Nach einem Skitag oder nach einem langen Winterspaziergang, wenn die Finger und Zehen ganz klamm vor Kälte sind und die Nase rot ist, dann ist dieser Eintopf genau das richtige.

Eine Scheibe Schwarzbrot dazu und man fühlt sich wieder wie früher, wenn man vom Schneeballspielen draußen ins Warme kommt und Mama stellt einem einen Teller heißes Wolfühlessen vor die Eiszapfen-Nase. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Es sollte mehr solche Momente geben.

Für ca. 4 Portionen braucht ihr:
1 kg Gemüse nach Wahl, geputzt und in 1cm Würfel geschnitten
(zB. Lauch, Karotten, gelbe Rüben, Stangensellerie, Knollensellerie, Petersilwurzen, Pastinake, Kürbis,…)
2 EL Rapsöl
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, halbiert
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
3 Lorbeerblätter
1 Chili
1 EL getrocknetes Bohnenkraut od. 2-3 Zweige frisches
Salz, Pfeffer
600 ml Wasser

In einem großen Topf das Öl erhitzen und zuerst die Zwiebel kurz anbraten, dann das Gemüse, die Knoblauchzehe und den Ingwer dazugeben und bei mittlerer Hitze 7-8 Minuten anrösten. Mit Wasser aufgießen und Chili, Lorbeerblätter und das Bohnenkraut zugeben. Ordentlich salzen und pfeffern und für ca. 45 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Der Eintopf ist fertig, wenn das Gemüse noch etwas Biss hat. Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Tellern anrichten und mit Schnittlauch bestreuen.

TIPP: 45 Minuten im Multidampfgarer bei 99 Grad Vitaldampf und man kann während dessen spazieren gehen.

Das perfekte Essen, um alles aus der Gemüselade verschwinden zu lassen, das nicht mehr ganz frisch ist. Ihr könnt auch Erdäpfel dazu geben, dann gibt´s a bissl mehr aus, wie wir sagen. Soll heißen, dann ist es gehaltvoller. Auch übrig gebliebene Nudeln oder Reis passen hinein. Also der Phantasie sind hier wieder einmal keine Grenzen gesetzt.

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Hauptspeisen, Rezept, Vegetarisch

Tofuwürfel „Pariser“ Art

mit Süßkartoffelpüree und Kohlsprossen

Wir starten vegetarisch ins neue Jahr.

Obwohl bekennende (Teilzeit-)Fleischesserin, habe ich seit kurzem meine Liebe zu Tofu entdeckt. Natürlich gut gewürzt und verpackt, denn pur ist er mir doch zu fad – tuat ma lad 😉.

Eigentlich wollte ich die Würferl klassisch panieren, allerdings sind die Semmelbrösel beim Umzug verloren gegangen. Daher nur mit Mehl und Ei, also auf Pariser Art. So wie die Oma ihr Schnitzerl im Wirtshaus gern gegessen hat. Ob’s mit dem Tofu a ihre Freude g’habt hätt?

Euch allen wünsch ich auf jeden Fall viel Freude und gutes Gelingen und ich freue mich, wenn ihr mein Rezept auch mit Euren Freunden teilt oder meinen Blog weiterempfehlt.

Alles Liebe,
Eure Krista

Tofuwürfel:
250 g Tofu natur (Lieblingstofu „Erna“ http://www.erna-tofu.at)
Mehl, 2 Eier, Rapsöl
Marinade:
50 ml Sojasauce
Abrieb 1/2 Biozitrone
1 TL Ras el hanout
1 Thaichili, sehr fein gehackt (od. Chilipulver bzw. -flocken nach Geschmack)
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Saft 1/2 Bioorange (ca. 50 ml)
Die Zutaten der Marinade verrühren und die Tofuwürfel mind. 3 Stunden darin marinieren. Tofu abseihen, Marinade aufheben. Die Tofuwürfel zuerst in Mehl wenden und dann durch das verquirlte Ei ziehen und in heißem Rapsöl schwimmend ausbacken (öfters wenden)

Süßkartoffel-Kokos-Püree:
250 g Süßkartoffel, geschält und gewürfelt
250 ml Kokosmilch
2 TL Ras el hanout
Salz, Pfeffer
Die Süßkartoffelwürfel mit den Gewürzen in der Kokosmilch auf kleiner Flamme weichkochen (oder im MDG bei Vitaldampf), pürieren und mit 1/2 TL Zitronenschalenabrieb würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kohlsprossen „oriental“
150 g Kohlsprossen, geputzt, halbiert
1 EL Granatapfelsirup‘
1 EL Sesamöl
1 EL Walnußkerne, grob gehackt
Salz, Pfeffer

Die Kohlsprossen mit den anderen Zutaten in einer feuerfesten Form verrühren und im vorgeheitzen Rohr bei 180 Grad Heißluft 30 Minuten backen

Alles gemeinsam anrichten und mit der Marinade beträufeln.

Tipp: Falls vom Panieren Ei übrig bleibt, gleich noch ins heiße Öl gießen, ausbacken, suf Küchenrolle abtropfen und genießen.

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Gemüse, Hauptspeisen, Kürbis, Multidampfgarer, Rezept

Kürbisschnitzerl mit Kürbiskernpanier und Dip

Obwohl ich ein bekennender Fan des Wiener Schnitzels bin – vorzugsweise vom Schweinsfilet mit Erdäpfelsalat und selbst gemachter Sauce Tartare – ist die vegetarische Variante mit dem im eigenen Garten gewachsenen „Langen von Neapel“ eine farbenfrohe, gesunde Abwechslung. Der Lange von Neapel eignet sich deshalb gut, weil er nur wenige Kerne hat und aufgrund seiner Form gut zum Schälen geht. Wenn ihr keinen Langen von Neapel bekommt, dann ist der Butternut-Kürbis eine gute Option – auch hier: wenige Kerne und einfach zu schälen.

Das Rezept reicht als Hauptgang für 4 Personen, eignet sich aber auch ganz fein nur mit Dip als Vorspeise oder wenn was übrig bleibt (war hier nicht der Fall) kann man die Schnitzerl auch kalt jausnen. Bei uns gab’s dazu noch ein paar bunte Erdapferl aus dem Garten, im Dampfgarer gegart und nur kurz in Butter geschwenkt und einen grünen Salat.

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!

Eure

Krista

Gerne könnt ihr meinen Blog weiterempfehlen 🙂
Und besucht mich auch auf Facebook oder Instagram auf kochliebe.at – zusätzlich zu den Rezepten hier gibt es fast täglich etwas Neues von mir und meinem Leben zu sehen.

Und für alle, die´s – so wie ich – immer genau wissen wollen:

5 Fakten rund um den Kürbis:

  • Der Kürbis zählt botanisch gesehen zu den Beeren
  • Es gibt rund 800 bekannte Sorten
  • Kürbis hat im Durschnitt nur 25 – 30 kcal pro 100 g – natürlich unpaniert 🙂
  • Kürbis liefert viele Vitamine (Beta-Carotin als Vorstufe für Vit. A, Vitamin C & E), Mineralstoffe (Kalium, Magnesium) und Ballaststoffe und kann sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken
  • Kürbis macht schön und hält jung: die enthaltene Kieselsäure wirkt positiv auf Haut, Nägel und Bindegewerbe (ja, ja Cellulluite ade :), das enthaltene Alpha-Carotin verlangsamt den Alterungsprozess

Momentan ist die beste Zeit, sich bei den Kürbisstandln oder direkt beim Bauern mit Vorräten einzudecken, viele Kürbissorten halten im Keller bis zum Frühjahr und die Verwendungsmöglichkeiten sind fast unendlich – auf meinem Blog gibt es auch schon einige Kürbisrezepte.

Zutaten:
1 kg Kürbis in Scheiben (zB Langer von Neapel)
100 g Mehl
3 Eier
100 g Kürbiskerne, fein gehackt
140 g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
Rapsöl (zum Herausbacken)

Dip:
2 Becher Sauerrahm
6 Zehen Knoblauch, fein gehackt oder durch die Presse gedrückt
2 EL Preiselbeermarmelade
1/2 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Kürbisscheiben salzen und etwas stehen lassen, dann zieht der Kürbis Wasser und das Mehl haftet besser an beim Panieren. Falls ihr die Kürbisschnitzel nicht in der Pfanne herausbacken wollt und im Besitz eines Multidampfgarer seid, dann wird nun das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorgeheizt.

Nun die „Panierstraße“ aufbauen: in die erste Schüssel kommt das Mehl, in die zweite die verquirlten, etwas gesalzenen Eier und in die dritte die Brösel-Kürbiskernmischung.

Nun die Kürbisscheiben wie Schnitzel panieren und entweder schwimmend in Öl in einer Pfanne heraus backen, bis sie goldbraun knusprig sind (und bissfest) oder für die ölsparende Variante im Multidampfgarer den panierten Kürbis mit Öl besprühen, auf ein Patisserieblech legen und den Ofen auf Intervalldampf umstellen (180 Grad) und ca. 30 Minuten im Rohr backen.
TIPP: ein tiefes Backblech mit nasser Küchenrolle drunter schieben, dann spart ihr euch etwas Backrohr-Putzzeit

Währenddessen für den Dip alle Zutaten verrühren und abschmecken und gemeinsam mit den Kürbisschnitzerl anrichten.

MOIZEIT!

Frisch geerntet und angeschnitten schaut er so aus:

MEHR KÜRBIS GIBT’S HIER:

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Letscho mit Reis

Paprika haben ja gerade Saison und es gibt sie in den schönsten, leuchtendsten Farben. Genau das richtige zum Aufhellen des Gemütes an grauen Herbsttagen. Ich hab keine Ahnung, ob Letscho tatsächlich so gemacht wird (Im Original sind glaub ich auch Paradeiser drin), aber so hab ich es aus Kindertagen in Erinnerung, wenn´s die Oma gemacht hat. In ihrer Variante natürlich mit edelsüßem Paprika, ich hab anstatt dessen eine schöne Gewürzmischung von Sonnnentor verwendet.

Mit Thymian, Rosmarin und Oregano würds a bissl mediterraner, mit Kreuzkümmel zum Beispiel a bissl orientalischer.

Wie immer wünsch ich mir von Euch, dass ihr durch meine Inspiration was Neues ausprobiert – zahlt sich geschmacklich echt aus und erweitert den Horziont, so ein Verlassen der kulinarischen Komfortzone.

Heute gibt es von mir daher keine genauen Mengenangaben, sondern quasi nur den Basis-Bausatz.

Bunte Paprika und Chilis
rote oder weiße Zwiebel
Knoblauch
Rapsöl
Tomatenmark
Apfelessig (od. Hesperiden)
Salz, Pfeffer und Gewürze
– ich habe zB. Adios Salz! Gartengemüse von Sonnentor verwendet
https://www.sonnentor.com/de-at/onlineshop/gewuerze/pikante-mischungen/adios-salz!-gemuesemischung-gartengemuese-bio-packung

Die Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, den Knoblauch hacken und beides in Rapsöl anschwitzen. Währen dessen die Paprika- und Chilischoten halbieren und in Streifen schneiden. Zum Zwiebel geben und mitbraten. 2-3 EL Tomatenmark (natürlich je nach Menge) einrühren und mit etwa Essig ablöschen. Die Gewürze zugeben mit etwas Wasser aufgießen und zu lange köcheln, bis das Gemüse für euch den richtigen Biß hat.

Der Reis dämpft in der Zwischenzeit bei mir im Dampfgarer und fertig ist das gesunde Essen.

Wie immer wünsche ich euch ein frohes Nachkochen und viel Spass beim Ausprobieren von neuen Gewürzen!

Alles Liebe, eure Krista


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Gemüse, Jause, Rezept, Salate, Vegan, Vegetarisch

Spicy Rotkrautsalat mit Räuchertofu

Heute lege ich euch 2 Produkte ans Herz, die mit Leidenschaft und Liebe von Mostviertler Biobäuerinnen hergestellt werden. Und das mache ich aus voller Überzeugung und nicht weil ich dafür bezahlt werde 😊.

Zum einen ist das der Bio-Tofu namens ERNA http://www.erna-tofu.at/, der von Edith Wieder und Inge Lagler in der Nähe von Melk aus Bio-Sojabohnen hergestellt wird, die die beiden selbst anbauen. Ich gestehe, ich war bis dato kein recht großer Tofu-Fan. Doch dieses Produkt hat mich eines besseren belehrt. Vor allem der hier verwendete Räuchertofu. Der beste Ehemann von allen hat tatsächlich gedacht, es wäre Speck im Salat 😉🥓.

Zum Anderen ist das meine neue Lieblingswürzsauce „Kürbiskern Spice“ vom Mostviertler Bio-Kürbishof Metz in Haag https://www.biokuerbishof-metz.at/. Laut Karin Metz „die Mostviertler Antwort auf Sojasoße„, hergestellt aus dem Kürbiskernpresskuchen, der bei der Kernölproduktion anfällt. Somit eine nachhaltige und No-Waste-Geschichte – so etwas gefällt mir ja sowieso immer.

Und wie das schmeckt – so herrlich umami!

Erhältlich ist das Kürbiskern Spice in vielen Regionalläden (zB http://regionalhuette.at) und natürlich bei der Familie Metz direkt am Hof (und auch im Online-Shop).

Den Tofu, den es natürlich auch ungeräuchert, also Natur gibt, bekommt ihr zum Beispiel hier: https://myproduct.at/brand/erna-bio-naturtofu, – In meiner näheren Umgebung ist er leider noch in keinem Geschäft erhältlich, aber wir arbeiten dran, dass sich das in Bälde ändert. Einen Auszug der Bezugsquellen findet ihr ganz unten.

Gott sei Dank bringt mir die liebe Edith Wieder manchmal ein Stück vorbei – Danke Edith 🙏😊!

Wir basteln uns also mit Mostviertler Zutaten einen asiatisch angehauchten herbstlichen Rotkrautsalat. Wie klingt das?

Über Likes und wenn ihr den Beitrag vielleicht sogar teilt, freu ich mir natürlich einen Haxn aus 🤪.

Viel Spaß beim Nachmachen und beim Genuss dieser Geschmacksexplosion wünscht euch eure Krista.

♥️

Der Salat ist auch perfekt zum Mitnehmen für Schule, Arbeit oder für ein Picknick (nächsten Sommer halt dann 😁). Einfach in a Gurkenglasl füllen und einpacken.

1 kleiner Kopf Rotkraut (ca. 600 g)
1 Bioorange (Zesten und Saft)
1 Biolimette (Zesten und Saft)
2 Thai-Chili-Schoten (oder ähnliches), sehr fein gehackt
50 ml Kürbiskern-Spice (alternativ: Sojasauce)
20 ml Sesamöl
1 EL Agavendicksaft
2 grob gehackte Knoblauchzehen
1 Bund Jungzwiebel
1/2 Granatapfel
2 EL weißer Sesam
2 EL Kürbiskerne
200 g geräucherter Tofu (in 1 cm Würfel geschnitten)
2 EL Apfelessig

Das Rotkraut fein nudelig schneiden, einsalzen und fest durchkneten. Dann einige Stunden, besser noch über Nacht stehen lassen. Für die Marinade den Saft von Orange und Limette, Sesamöl, Chilis, Kürbiskern-Spice, Sesamöl, Agavendicksaft und den Knoblauch in ein Schraubglas geben und ordentlich schütteln, damit es sich gut vermischt. In dieser Marinade wird der Tofu für ca. 1 Stunde eingelegt.

Während der Tofu durch zieht, die Jungzwiebel waschen, putzen und das Weiße in Streifen und das Grüne in Ringe schneiden, vom Granatapfel die Kerne herauslösen und Sesam und Kürbiskerne trocken in einer Pfanne rösten, bis sie duften. Das alles wird nun mit dem Rotkraut vermischt.

Den Tofu aus der Marinade nehmen, etwas abtupfen und in 1 EL Rapsöl knusprig braten. Herausnehmen und die Marinade in der Pfanne kurz erhitzen und über das Kraut gießen. Nun kommt noch der Apfelessig dazu und der Salat wird, falls nötig, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Ihr könnt den Tofu unters Kraut mischen oder als Topping oben drauf geben.

Bezugsquellen Erna Tofu:

d`Greisslerei in St. Leonhard/Forst
Spar Prauchner in Pöchlarn
Wilhelmsburger Hoflieferanten
Bio Hansinger in Kilb
Bio Gerda in Melk
diverse Regionalläden bei Melk (Spielberg,) Loosdorf, St. Pölten (Dirndl Regionalladen), Mazzetti, ebenfalls St. Pölten, Waldviertel2Go (Pöggstall, Maria Taferl), Emmersdorf, Maria Laach,
Kurz ums Eck in Hürmund
verschiedenen Onlinebestell-Abholshops: Greißlerei 2.0 in St.Pölten, Speiselokal in Neulengbach und Kaufhaus Krauthappel in Wilhelmsburg

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Rezept, Suppen & Eintöpfe

Hühnersuppe & Kaspressknödel – mit xunden Extras

Superfood – ein Modewort, mit dem ich eigentlich relativ wenig anfangen kann. Was heißt das eigentlich? Automatisch verbindet man damit allerhand Exotisches damit. Aber müssen es die Goji-Beeren aus „wo-auch-immer-her“ sein oder die Chia-Samen (für mich persönlich übrigens sehr entbehrlich)?

Sollte man nicht einfach auf das zurück greifen, das Generationen vor uns schon verwendet haben und direkt vor der Haustür wächst? Hagebutte und Brennessel zum Beispiel. Oder Knoblauch? Ganz ehrlich, was wäre das Leben ohne Knoblauch😉?

Manch andere Küchenzutat mag zwar nicht ganz heimisch klingen, tatsächlich kann auch alles bei uns in Österreich angebaut werden so wie Ingwer, Chili und Kurkuma – schon alles ausprobiert – wächst tatsächlich 🙂

Aus verschiedenen Gründen befasse ich mich schon länger mit den Inhaltsstoffen und Wirkweisen von diversen Lebensmitteln und inwieweit man mit der richtigen Ernährung direkten Einfluss auf seine Gesundheit nehmen kann. Welche Lebensmittel enthalten welche Vitamine? Was wirkt vielleicht entzündungshemmend, läßt das Cholesterin sinken oder hilft gegen Erkältungen?

Ein Klassiker der „Küchen-Heilkunde“ ist auf alle Fälle die Hühnersuppe!
Heute hier also ein wärmendes Supperl für kalte Herbsttage, das mit einheizenden Zutaten gewürzt ist und in welchem ich Kaspressknödel schwimmen lasse, die mit allerlei Vitaminen und Nährstoffen angereichert sind.

Brennessel – entwässernd und entzündungshemmend
Hagebutte – reich an Vitamin C, positive Wirkung auf Entzündungswerte und zu hohes Cholesterin
Knoblauch – stärkt das Immunsystem, das Herz-Kreislaufsystem und wirkt antibakteriell
Ingwer – entzündungshemmend, schmerzlindernd und hilft bei Erkältungen
Chili – entzündungshemmend, schmerzlindernd, antibakteriell
Kurkuma – entzündungshemmend und antioxidativ

Genau das richtige an diesem grauen Sonntag, oder?

Ich wünsch euch einen guten Apptit und bleibt´s xund!

Eure

Krista


Hühnersuppe
400 g Hühnerteile (zB Hühnerrücken)
400 g Suppengemüse gewaschen, geschält und in Stücke geschnitten (die Schale kommt mit hinein)
(Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch, gelbe Rüben, Pastinaken)
etwas Zwiebelschale (für die Farbe)
1,5 Liter Wasser
1 Chilischote
3-cm-Stück Ingwer, grob gehackt
2 Lorbeerblätter
3 Knoblauchzehen, grob gehackt
10 Pfefferkörner (schwarz ganz)
Zitronenschale (ca. von 1/4 Biozitrone)
Maggikraut (Liebstöckel – entweder frisch oder getrocknet)
Salz und Pfeffer
Rapsöl

Die Hühnerteile in etwas Rapsöl scharf anbraten, wenn sie Farbe haben, heraus nehmen und das Gemüse ebenso anbraten. Mit Wasser aufgießen, die restlichen Zutaten zugeben und 2 Stunden leicht köcheln lassen. Wer so wie ich einen Multidampfgarer sein Eigen nennen darf, schiebt den Topf für 2 Stunden bei 105 Grad Intervalldampf plus ins Rohr und macht derweil ein Nickerchen. Am Ende der Kochzeite seihe ich die Suppe ab und nehme die Gemüsewürfel als Suppeneinlage heraus. Je nachdem, welche Hühnerteile ihr verwendet habt, löst ihr das essbare Fleisch von den Knochen, das dann auch wieder in die Suppe kommt. Alles noch einmal abschmecken und mit den Kaspressknödel oder ganz einfach mit Suppennudeln servieren.

Kaspressknödel
400 g Brot- oder Gebäckreste in Würfel schneiden bzw. gekaufte Semmelwürfel
150 g Käse (zb Bergkäse), in kleine Würfel geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
160 ml Milch
1 Ei, etwas verquirlt
1 TL gemahlener Kurkuma
1 TL Hagebuttenpulver
1 EL Brennesselsamen
1 Hand voll gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer
Rapsöl

Die Zwiebel in Rapsöl glasig braten, mit der Milch aufgießen und über die Brotwürfel gießen. Das verquirlte Ei und alle anderen Zutaten daruntermischen. Gut verkneten und dann 1 Stunde stehen lassen. Falls die Brotwürfel schon recht trocken waren, noch mehr Milch zugeben. Wenn die Masse schön durchgezogen ist, mit nassen Händen flache Laibchen formen und in Rapsöl oder Butter goldbraun braten.

TIPP: Ich bestreiche die Knödel rundherum mit Öl, leg sie auf ein Patisserieblech und dann kommen sie bei 180 Grad Intervalldampf für 25 Minuten in meinen Multidampfgarer. Braucht viel weniger Öl und man kann alle auf einmal machen.

Standard
Hauptspeisen, Italienische Küche, Pizza & Pasta, Rezept, Schnelle Küche

Schnelle Pasta mit Tomaten, Knoblauch und Petersilie

Hallo Samstag, hallo schönes Leben!

☀️♥️

Ich kenne ja viele Menschen, die sagen : „Für mich allein zahlt sich das ja gar nicht aus, zu kochen“.
➡️ Falscher Ansatz. Auch wenn ich allein zu Hause bin, bin ich es mir wert, etwas Feines, Gesundes zu essen. Muss ja nicht immer ein aufwändiges 3-Gänge-Menü sein😉



🍝 Wasser erhitzen und Spaghetti al dente kochen
🍝 Während das passiert, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, ein paar Knoblauchzehen in Scheiben schneiden und anbraten
🍝 Ein paar Tomaten klein schneiden und mitbraten
🍝 gehackte Petersilie, Zitronenschalenabrieb und geriebenen Ricotta salata (oder Parmesan) zugeben
🍝 Die Nudeln direkt aus dem Kochwasser in die Pfanne geben, durchschwenken und mit Salz und Pfeffer würzen


UND FERTIG 👏👍

BUON APPETITO ♥️ und einen schönen Samstag wünscht euch eure Krista von kochliebe.at

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