Gemüse, Jause, Rezept, Salate, Vegetarisch, Vorspeisen

Rotkrautsalat

Es herbstelt ordentlich an diesem Wochenende im August.
Die ersten Blätter fallen und ich freu mich. Am Morgen hängt der Nebel über den noch saftig grünen Wiesen und auch das freut mich. Frische, klare Luft am Morgen und auch wieder in der Nacht. Und auch das freut mich.

Und vor lauter Freude gibt es von mir einen kulinarischen Übergang zwischen den Jahreszeiten. Rotkraut, Äpfel und Nüsse stehen für den bevorstehenden Herbst und das Dressing mit Limette und Chili, erfrischend und scharf – also irgendwie noch Sommer.

Viel Freude und Genuß wünsch ich euch wie immer beim Nachkochen und alles Liebe!

Eure Krista

Für 4 Personen:
1/2 Kopf Rotkraut (ca. 350 – 400 g)
3 – 4 Karotten (ca. 200 g)
1/2 Bund Jungzwiebel
1 mittelgroßer säuerlicher Apfel
1 Stück Lauch (ca. 1/3 Stange)
Saft 1/2 Limette

Dressing:
1 Limette, davon den Saft
1/2 Chilischote (oder mehr oder weniger), fein gehackt
2 EL Rapsöl
1 EL Agavendicksaft
2 EL Mayonnaise
Salz und Pfeffer
1/2 TL Anis ganz, 1/2 TL Fenchelsamen
ev. Walnusskerne

Als erstes das Rotkraut fein nudelig schneiden, einsalzen und fest durchkneten. Ca. 1 Stunde stehen lassen. Während dessen immer wieder kneten. Den Apfel entkernen, (wer mag schälen, ich lass die Schale drauf) raspeln und mit dem Saft einer halben Limette vermengen, damit er nicht braun wird. Dann das restliche Gemüse vorbereiten: die Karotten (ev. schälen) grob raspeln, den Lauch und die Jungzwiebel in Ringe schneiden.

Für das Dressing alle Zutaten außer Anis und Fenchel in ein Schraubglas geben und ordentlich schütteln, damit es sich gut vermischt. Die Anis- und Fenchelsamen in einer Pfanne trocken rösten, damit sich die Aromen entfalten und dann in einem Mörser fein zermahlen und dann unters Dressing mischen. Anis und Fenchel sind nicht jedermanns Sache, das Dressing schmeckt auch ohne, wer das gar nicht mag.

Nun alle Zutaten des Salates mit dem Dressing vermischen und noch mind. eine Stunde ziehen lassen.

Wer mag, kann noch Walnusskerne in einer Pfanne etwas anrösten und den Salat damit bestreuen.

Der Salat ist auch perfekt zum Mitnehmen für Schule, Arbeit oder für ein Picknick (nächsten Sommer halt dann wieder 😁). Einfach in a Gurkenglasl füllen und einpacken.

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Österreichische Küche, Mehlspeisen, Mehlspeisen & Desserts, Regional, Rezept, Süßes

Beeren-Nocken

Ich bin ja quasi ein Gegner von Acai-Beeren, Goji-Beeren und Chia-Samen und was da noch so alles rund um den Globus geflogen und uns dann als Superfood untergejubelt wird. Und das nicht, weil die Sachen nicht gesund wären. Nein. Einfach nur deshalb, weil sogenanntes Superfood auch bei uns wächst und gedeiht.

Gerade jetzt im August sind frische Beeren überall erhältlich beziehungsweise allerorts auch wild zu finden. Das ist nicht nur gesund beim Essen, sondern auch schon vorher beim Sammeln.

Und indem wir heimische Lebensmittel konsumieren, tun wir auch etwas für unseren ökologischen Fußabdruck und unseren Planeten.

Also liebe Leute, kauft’s regional und saisonal – auch wenn es abgedroschen daher kommt – stimmen tut´s allemal.

Alles Liebe und gutes Gelingen wünscht euch eure
Krista

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Hier noch ein paar Fakten, was ihr euch damit Gutes tut:

Die Heidelbeere enthält viele Mineralstoffe, wie Eisen, Kalzium und Kalium und hat einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, welche verdauungsfödernd sind. Weiters ist sie reich an antioxidativ wirkenden Polyphenolen wie Flavonoiden und Phenolsäuren.
(Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/heidelbeeren.html)

Die Ribisel hat wenige Kalorien, gleichzeitig jedoch viele Vitamine und Mineralstoffe. Zum Beispiel Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Weiters sind Flavonoide enthalten, die antioxidative Eigenschaften haben und sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Der enthaltene Ballaststoff Pektin wirkt verdauungsfördernd und cholesterinsenkend.
(Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/ribisel.html)

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Zutaten:
350 g Ribisel und/oder Heidelbeeren gemischt (gerne auch andere Beeren)
2 EL Kristallzucker
100 ml Milch
70 g Sauerrahm
140 g Dinkelmehl glatt
1 Prise Salz
1/4 TL Bourbon Vanille
1/2 TL Backpulver

Rapsöl oder Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:
Das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben. Die restlichen Zutaten (außer den Beeren) dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Die Beeren unterheben und ca. 15 Minuten stehen lassen. Dann in einer beschichteten Pfanne 2 cm hoch Fett erhitzen und dann mit einem Löffel Nocken ins heiße Fett legen und auf beiden Seiten goldbraun backen.

Auf einer Küchenrolle etwas abtropfen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Noch heiß, lauwarm oder kalt mit frischen Beeren anrichten. Ein Kugerl Vanilleeis könnt ich mir da auch gut dazu vorstellen.

Lasst es euch schmecken.

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Ofenkarotten und Auberginen-Dip

Karotten finden sich fast immer bei mir im Gemüsefach, weil sie ganz oft wo rein passen. In fast jede Suppe, in die Sauce Bolognese, einfach roh ess ich sie auch gern oder ich raspel eine in den Salat hinein.

Und sie schmecken nicht nur sehr fein, sondern sind auch sehr gesund. Bei gelben oder orangen Lebensmittel sorgen Carotinoide für die Farbe. Diese schützen das Herz-Kreislauf-System und haben entzündungshemmende Wirkung. Weiters wirken Carotinoide positiv auf Augen und Haut.

Nur ab und zu werden sie dann halt auch etwas schrumplig aber auch dann werden sie natürlich noch verwertet und zwar wandern sie mit vielen schönen Gewürzen und Olivenöl in den Ofen und werden dann lauwarm verspeist.

Ein anderes schönes Sommergemüse ist die Aubergine, in Österreich auch gern Melanzani genannt. Eine der wenigen Gemüsesorten, die violett gefärbt sind.

Bei VIOLETTEN oder BLAUEN Lebensmitteln kommt die Farbe von Anthocyanen, welche sich positv auf den Cholesterinspiegel auswirken und zum Beispiel vor Hautalterung schützen!!! Also weg mit der Anti-Falten-Creme und her mit Melanzani, Zwetschgen und Feigen.

Auch die schön glänzenden Früchte wandern in den Ofen und werde dann zu einem köstlichen Dip verarbeitet.

Beides zusammen ergibt ein sommerlich, leichtes, vegetarisches Essen, das sich wieder einmal fast von alleine macht und obendrauf noch recht gesund ist.

Gutes Gelingen und genußvolles Verspeisen wünscht euch eure Krista

Alles Liebe ♥️

Dazu schmeckt ein schönes Baguette oder auch sehr fein: mein Süßkartoffel-Naan oder das Fladenbrot vom diesem Rezept: Spargel-Prosciutto-Lepinje

Ofenkarotten:

500 g Karotten, schälen oder ordentlich bürsten,
je nach Größe halbieren oder vierteln und in 3-4 cm lange Stücke schneiden
1/2 Stange Lauch, gut putzen und in Ringe schneiden

Marinade:
5 EL Olivenöl
1 Bio-Limette (Saft und Abrieb der Schale)
3 – 4 Knoblauchzehen in Scheibchen geschnitten
1 EL Ahornsirup, Agavendicksaft oder Honig
1 TL Salz
1 TL Kreuzkümmel
2 TL Sesam schwarz
1/2 TL Chiliflocken (oder mehr, wenn gewünscht)
1/2 – 1 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (aktueller Lieblingspfeffer: Voatsiperiferry Pfeffer)

Das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Die Zutaten der Marinade in einer großen Schüssel verrühren, die Karottenstücke und die Lauchringe dazugeben und alles gut vermengen. Am besten geht das mit den Händen. Das Gemüse in eine ofenfeste Form geben und bei 180 Grad Heißluft 30 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und lauwarm servieren. Wer mag, serviert das Ganze mit Olivenöl, gehackter Petersilie und Zitronenspalten.

Auberginen-Dip:
2 mittelgroße Auberginen
1/2 Bund Petersilie, etwas davon für die Garnitur zur Seite geben
1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder gepresst
2 EL Naturjoghurt
Abrieb von 1/2 Zitrone + 1 TL Zitronensaft
2 EL Olivenöl + etwas mehr zum Servieren
Salz und Pfeffer

Das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Die Auberginen mit etwas Olivenöl einpinseln und dann in einer ofenfesten Form 1 Stunde im Backrohr garen. Ab und zu wenden. Nach 1 Stunde herausnehmen und abkühlen lassen. Die Auberginen halbieren und das Fruchtfleisch herauskratzen und mit einem Messer grob hacken. In einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermischen, abschmecken und bei Zimmertemperatur 1 Stunde ziehen lassen. Zum Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln und gehackte Petersilie drüberstreuen.

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Avocado-Tomaten-Tartar

…. and it feels like summer …

Die Worte aus dem Song von Samuel Jack kommen einem bei der ersten Hitzewelle des Jahres unweigerlich in den Sinn. Kurze Hosen, Flip Flops, Bikini und Sonnencreme – all das fühlt sich so sehr nach Sommer an.

Die knackigen 36 Grad im Schatten von gestern tun ihr übriges dazu, dass mein Körper nach kühlendem Essen schreit. Tomate, Avocado und Limette zählen laut TCM – der traditionellen chinesischen Medizin – zu den kühlenden Lebensmitteln – ein Grund mehr, bei sommerlichen Temperaturen hier vermehrt zuzugreifen.

Mein Rezept erfüllt somit alle Kriterien für leichtes, feines Sommer-Essen: wenige, frische Zutaten und einfache, schnelle Zubereitung.

Weil wer steht bei diesen Temperaturen schon gerne lange in der Küche?

UND es schmeckt schon zum Frühstück, zur Jause, als Food to go fürs Büro und fürs Freibad und abends ist es eine ebenso hervorragende vegetarische Begleitung zur Grillerei.


Für 2 Personen:
1 Avocado
1 große Fleischtomate
1 rote Zwiebel
1/2 Limette
Salz, Pfeffer, Knoblauchzehen
Schwarzbrot

Eine Avocado und eine große Tomate (die Tomate vom Strunk befreien) in gleiche Würfel schneiden, eine rote Zwiebel ebenso in Würfel schneiden, alles mit Limettensaft von einer halben Bio-Limette beträufeln. Salzen und pfeffern und wenn es wirklich eine Bio-Limette ist kann man auch die Schale hineinreiben.

Dann ein paar Scheiben Schwarzbrot toasten, mit einer Knoblauchzehe einreiben und das Avocado-Tomaten-Tatar darauf verteilen.

Mahlzeit ihr Lieben und eine schöne Woche!

Eure

Krista

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Griechisches Ofengemüse mit Feta

Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel.
– Hippokrates –

Der griechische Arzt Hippokrates, der 460 v. Chr. geboren wurde, wusste schon zu seiner Zeit um die besondere Bedeutung der Ernährung auf unsere Gesundheit. So sagte er auch:

„Führe ein gesundes Leben, und du wirst kaum erkranken, es sei denn durch einen Unfall oder in einer Epidemie. Wirst du krank, so gewährt dir die richtige Diät die beste Möglichkeit, wieder gesund zu werden.“

Ob es tatsächlich die richtige Diät für jedes Leiden gibt, sei dahin gestellt. Die Griechen haben aber tatsächlich laut Statistik eine höhere Lebenserwartung als der Durchschnitt in der EU.

Die Insel Ikaria wird von Forschern sogar auf der Liste der „Blauen Zonen“ gelistet, das sind Regionen, in denen die ältesten Menschen der Welt leben. Ikaria wird sogar als Insel, auf der die Menschen vergessen, zu sterben, bezeichnet.

Das klingt doch schön, oder?

Einer der Gründe für ein langes, gesundes Leben auf der Insel ist offensichtlich die gesunde Ernährung mit wenig Fleisch, dafür mit viel Gemüse und natürlich viel gesundem Olivenöl. Und was uns die Griechen sicherlich auch voraus haben und wesentlich zu einem glücklichen, langen Leben verhilft, ist der entspannte, gelassene Umgang mit dem Leben und dessen Widrigkeiten an sich.

Darin werde ich mich in nächster Zeit auch wieder mehr üben: Achtsam, gelassen und gedulig sein. Auch wenn es manchmal schwer ist, die Dinge hinzunehmen, wie sie sind.

Gutes Essen hilft dabei auf jeden Fall. Und wenn ich schon nicht nach Griechenland komme, kommt ein Hauch von Griechenland auf meinen Teller. Gemüse und Feta vereint mit vielen frischen Kräutern und Olivenöl. Im Ofen gebacken und lauwarm serviert – ein Gläschen Retsina dazu – das Leben könnte schlechter sein.

Καλή όρεξη – Kalí órexi – Guten Appetit!

2 Portionen als Hauptgang bzw. 4 als Vorspeise:
2 große Fleischparadeiser, in Scheiben geschnitten
1 rote Zwiebel, in Spalten od. Ringe geschnitten
1 gelbe Paprika, in grobe Stücke geschnitten
3 Knoblauchzehen, grob gehackt
1/2 Glas Oliven
1 Packung Feta
Oregano und Thymian (frisch od. getrocknet)
Olivenöl
Weißbrot od. Baguette

Den Boden einer Auflaufform mit Olivenöl beträufeln, einen Teil des Knoblauchs und der Kräuter zufügen, dann abwechselnd Tomaten, Zwiebel, Paprika und Oliven mit den Kräutern in die Form schichten, mit Salz und Pfeffer würzen (Achtung mit dem Salz, der Feta, der jetzt drauf kommt, ist oft in Salzlake).

Als oberste Schicht den Feta mit den Händen über dem Gemüse zerbröseln und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Im vorgeheizten Rohr bei 180 Grad Heißluft ca. 25 backen. Aus dem Rohr nehmen und etwas abkühlen lassen. Lauwarm schmeckts mir am besten.



TIPP:
Falls nicht alle Zutaten im Haus sind oder nicht alles schmeckt, kann man gerne etwas weglassen und dafür etwas anderes verdoppeln. Alternativ können auch Zucchini oder zumb Beispiel Jungzwiebel verwendet werden. Wichtig ist der Feta und das Öl, damit man das dann mit dem Weißbrot auftunken kann.

Und wenn was übrig bleibt, es schmeckt auch kalt bzw. kann man Reste davon in einen Wrap oder ein Pita-Brot füllen und den Kindern mit ins Freibad geben.
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Hauptspeisen, Italienische Küche, Pizza & Pasta, Rezept, Schnelle Küche, Vegetarisch

Linguine mit Mangold, Paradeisern und Ricotta

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, / Im dunklen Laub die Goldorangen glühn, / Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, / Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht? / Kennst du es wohl?“

Mit diesen schönen Worten beschrieb Johann Wolfgang von Goethe schon um 1780 herum seine Italiensehnsucht.

Die Dichtkunst überlasse ich ihm und anderen großen Meistern – aber auch die Kochkunst vermag es, uns mit den richtigen Zutaten in unserer Phantasie an ferne Orte reisen zu lassen.

Für dieses Rezept bringen uns die Farben der Zutaten direkt nach Italien. „Il tricolore“ – Grüner Mangold, rote Paradeiser und der weiße Ricotta – die Farben der italienischen Flagge ergeben ein wunderbar harmonisches Farbenspiel auf dem Teller und auf unserem Gaumen.

Un bicchiere di vino dazu und schon sitzen wir in einem Zitronenhain mit Blick aufs Meer, der laue Sommerwind umweht uns mit dem mediterranen Duft von Rosmarin und wir genießen das Leben.

Buon appetito cari amici!

♥️

4 Portionen:
400 g Linguine
500 g Blattmangold frisch (oder Blattspinat), gewaschen, geputzt und in 1cm-Streifen geschnitten
1 große Zwiebel (ca. 80 g)
4 EL Sonnenblumenkerne
8-10 Stück Rispenparadeiser (rd. 400 g) grob gehackt
5 – 6 Knoblauchzehen grob gehackt
4 EL Olivenöl
1 Becher Ricotta (250 g)
200 ml Wasser
Salz, Pfeffer
Abriebe einer Bio-Zitrone

Das Nudelwasser erhitzen, ordentlich salzen und wenn es kocht, die Linguine nach Packungsanweisung kochen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen (mittlere Hitze) und Zwiebel, Knoblauchzehen und die Sonnenblumenkerne ca. 5 Minuten anbraten (sollte nur leicht gebräunt sein), dann den Mangold weitere 5 Minuten mitbraten und dann die Tomatenstücke zugeben.

Mit Wasser aufgießen und den Ricotta und die Zitronenschale einrühren. Salzen und pfeffern und das Ganze zugedeckt schmurgeln lassen, bis der Mangold durch ist (dauert ca. 10 Minuten).

Die al dente gekochten Nudeln nicht abgießen, sondern mit einer Nudelzange direkt vom Kochtopf in die Pfanne zum Mangold geben und verrühren.

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Eingekocht & Eingerext, Rezept, Zitrusfrüchte

Orangenmarmelade, die glücklich macht

Ich liebe Zitrusfrüchte aller Art: Zitrone in Form von abgeriebener Schale oder als Saft als Frischekick in jedem erdenklichen Essen (aber NICHT am Schnitzel), Grapefruitsaft zum Frühstück, Limetten im Caipirinha und vor allem Orangen 🍊.

Geschält, mit den Fingern zerteilt und  einfach so mit den Händen gegessen, dass einem der Saft von den Fingern tropft. Schließt eure Augen und denkt daran. Macht nicht allein der Gedanke daran schon glücklich und zufrieden?

Das liegt dann daran, dass unser Gehirn den Duft von frisch geschälten Orangen abruft und diesen mit der Wirkung der ätherischen Ölen der Orange verbindet, die die Stimmung heben und entspannend und ausgleichend wirken. Orangenöl gilt als Unterstützung bei Ängsten, Stress, innerer Unruhe oder Schlafstörungen. Der süßliche, sanfte Duft beruhigt die Sinne und schenkt innere Ruhe.

Diese Orangenmarmelade herzustellen ist also ein durchaus meditatives Vorhaben mit einem überaus zufriedenstellenden Ergebnis, das kann ich euch versprechen.

Wie das in der Küche riecht…. unglaublich 🍊🍊🍊. Und das gleich zwei Tage lang, die Masse rastet nämlich über Nacht. Also nichts für Ungeduldige.

Die Grundidee dieses Rezeptes ist, so viel wie möglich von der Orange zu verwenden – also nahe an #nowaste. Daher wird nicht nur der Saft, sondern auch die Schalen als Zesten und zum Teil ganze Orangen mit verarbeitet.

Aus diesem Grund nehme ich natürlich nur Bio-Früchte mit unbehandelter, ungewachster Schale. Die Schalen, die schlußendlich übrigbleiben, können dann ungehindert auf den Komposthaufen, wenn ihr einen habt (was man ja bei konventionellen Zitrusfrüchten nicht tun sollte), somit wandert dann wirklich nichts auf den Müll.

Wenn ihr nicht wisst, wo ihr unbehandelte Bio-Orangen kaufen könnt? Vielleicht habt ihr – so wie ich – das Glück, in der Nähe eine Netswerk-Geschäftstelle zu wohnen, die mehrmals über die Winter-/Frühlingssaison Großlieferungen von Bioorangen aus Griechenland organisieren. Gerade eben wieder möglich mit Lieferung Mitte Mai: https://www.netswerk.net/gstadt/orangenaktion-griechenland/

Also macht euch die Mühe und ihr werdet mit einer Geschmacksexplosion belohnt und jeder Bissen eures Marmeladesemmerls macht euch glücklich und zufrieden – ich versprech´s :).

Ich freu mich über jeden, der´s ausprobiert und mir schreibt, wie es euch schmeckt. Gerne auch auf meinen Social-Media-Kanälen wie Facebook und Instagram unter kochliebe.at.

Bis dahin, alle Liebe – eure Krista

🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊

Zubereitung:

Benötigt werden ca. 4 – 4,5 kg Bio-Orangen. Die Menge variiert – je nachdem, wie saftig die Orangen sind.

2 kg Bio-Orangen und
2 Bio-Zitronen im Ganzen
waschen und ca 40 Minuten in einem großen Topf in Wasser gekocht. Dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Während die Orangen kochen, werden von ca 2 – 2,5 kg gewaschenen Orangen die Schalen mit einem Zestenreißer entfernt und dann die Orangen ausgepreßt, das sollte 1,75 l frisch gepressten Orangensaft ergeben. Den Saft mit den Zesten erhitzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.


Wenn die Orangen und Zitronen abgekühlt sind, werden sie in Scheiben geschnitten und mit dem Orangensaft und den Zesten in einem großen Topf mit 2 kg Gelierzucker 2:1 vermischt. Diese Masse läßt man dann über Nacht zugedeckt und kühl gestellt ziehen (ich stell den Topf meist ins Freie).


Am nächsten Tag wird alles einmal kurz erhitzt, damit sich der Zucker völlig auflöst und mit dem Stabmixer püriert. Dann lasse ich die Masse einmal richtig aufkochen und ein paar Minuten leicht wallend köcheln. Dann in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen.

ACHTUNG: Marmeladenmasse hat die Eigenschaft, dass sie sich unglaublich schnell in einem unbeobachteten Moment aus dem Topf vertschüßen will, also übergeht. Also immer schön dabei bleiben und umrühren. 

🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊 🍊

Mehr Rezepte mit Orangen findet ihr hier:
Orangen-Mohn-Gugelhupf
Topfen-Mohn-Knöderl mit karamellisierten Orangen
Blutorangen-Rosmarin-Tarte mit Olivenölmürbteig

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Bärlauchwaffeln

Man kommt ja um diese Jahreszeit um den Bärlauch nicht herum. Omnipräsent ist er geradezu momentan in allen Kochblogs, Zeitungen und sonstigen Medien in Form von Suppe, Risotto, Knödeln usw. Und jeder Hobbynaturalist freut sich, wenn er sein „eigenes“ Bärlauchplatzerl kennt, wo er ungeniert sammeln kann.

Dazu wäre natürlich anzumerken, dass 1. halt wirklich nur gesammelt werden soll, was man zu 100% kennt, da es beim Bärlauch mit dem Maiglöckerl und der Herbszeitlose sehr giftige Verwechslungsmöglichkeiten gibt und 2. dass man halt auch nur Mengen sammelt, die die Natur verkraftet – also nicht mit der Sense ernten :).

Und weil die Menschheit schon genug Bärlauchcremesuppenrezepte hat, hier einmal ein bisschen was Anderes – Bärlauchwaffeln – knusprig, pikant und hübsch anzuschauen. Vor allem mit dem Gänseblümchen drauf :).

Vielleicht braucht ihr ja noch optisch hübsches Fingerfood als Amuse-Gueule fürs Ostermenü oder für den Godntag?

Ich wünsch euch auf jeden Fall wieder viel Freude beim Ausprobieren und ein schönes Wochenende!

Eure

Krista von kochliebe.at

Zutaten:
30 g Bärlauchblätter (ca. 2 Hand voll)
100 g Topfen (zB mein Lieblings Bauerntopfen von https://www.milchwerkstatt-krenn.at/)
35 g Rapsöl
3 Eier
300 g Dinkelmehl
1/2 Packerl Backpulver
150 ml Milch
100 ml Sodawasser, Salz

Zubereitung:
Die Bärlauchblätter grob hacken und mit Öl, Milch und Sodawasser mit einem Mixstab oder im Standmixer fein pürieren. Den Topfen mit den Eiern cremig verrühren und das Mehl mit dem Backpulver miteinander versieben. Dann alle 3 Komponenten zu einem zähen Teig verrühren und gut salzen.

Das Waffeleisen aufheizen und aus dem Teig schöne knusprige Waffeln backen.

Als Belag eignet sich zB ein Sauerrahm-Joghurt-Dip mit Knoblauch und Schnittlauch.

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Gemüseeintopf

Nach einem Skitag oder nach einem langen Winterspaziergang, wenn die Finger und Zehen ganz klamm vor Kälte sind und die Nase rot ist, dann ist dieser Eintopf genau das richtige.

Eine Scheibe Schwarzbrot dazu und man fühlt sich wieder wie früher, wenn man vom Schneeballspielen draußen ins Warme kommt und Mama stellt einem einen Teller heißes Wolfühlessen vor die Eiszapfen-Nase. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Es sollte mehr solche Momente geben.

Für ca. 4 Portionen braucht ihr:
1 kg Gemüse nach Wahl, geputzt und in 1cm Würfel geschnitten
(zB. Lauch, Karotten, gelbe Rüben, Stangensellerie, Knollensellerie, Petersilwurzen, Pastinake, Kürbis,…)
2 EL Rapsöl
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, halbiert
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
3 Lorbeerblätter
1 Chili
1 EL getrocknetes Bohnenkraut od. 2-3 Zweige frisches
Salz, Pfeffer
600 ml Wasser

In einem großen Topf das Öl erhitzen und zuerst die Zwiebel kurz anbraten, dann das Gemüse, die Knoblauchzehe und den Ingwer dazugeben und bei mittlerer Hitze 7-8 Minuten anrösten. Mit Wasser aufgießen und Chili, Lorbeerblätter und das Bohnenkraut zugeben. Ordentlich salzen und pfeffern und für ca. 45 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Der Eintopf ist fertig, wenn das Gemüse noch etwas Biss hat. Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Tellern anrichten und mit Schnittlauch bestreuen.

TIPP: 45 Minuten im Multidampfgarer bei 99 Grad Vitaldampf und man kann während dessen spazieren gehen.

Das perfekte Essen, um alles aus der Gemüselade verschwinden zu lassen, das nicht mehr ganz frisch ist. Ihr könnt auch Erdäpfel dazu geben, dann gibt´s a bissl mehr aus, wie wir sagen. Soll heißen, dann ist es gehaltvoller. Auch übrig gebliebene Nudeln oder Reis passen hinein. Also der Phantasie sind hier wieder einmal keine Grenzen gesetzt.

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Hauptspeisen, Rezept, Vegetarisch

Tofuwürfel „Pariser“ Art

mit Süßkartoffelpüree und Kohlsprossen

Wir starten vegetarisch ins neue Jahr.

Obwohl bekennende (Teilzeit-)Fleischesserin, habe ich seit kurzem meine Liebe zu Tofu entdeckt. Natürlich gut gewürzt und verpackt, denn pur ist er mir doch zu fad – tuat ma lad 😉.

Eigentlich wollte ich die Würferl klassisch panieren, allerdings sind die Semmelbrösel beim Umzug verloren gegangen. Daher nur mit Mehl und Ei, also auf Pariser Art. So wie die Oma ihr Schnitzerl im Wirtshaus gern gegessen hat. Ob’s mit dem Tofu a ihre Freude g’habt hätt?

Euch allen wünsch ich auf jeden Fall viel Freude und gutes Gelingen und ich freue mich, wenn ihr mein Rezept auch mit Euren Freunden teilt oder meinen Blog weiterempfehlt.

Alles Liebe,
Eure Krista

Tofuwürfel:
250 g Tofu natur (Lieblingstofu „Erna“ http://www.erna-tofu.at)
Mehl, 2 Eier, Rapsöl
Marinade:
50 ml Sojasauce
Abrieb 1/2 Biozitrone
1 TL Ras el hanout
1 Thaichili, sehr fein gehackt (od. Chilipulver bzw. -flocken nach Geschmack)
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Saft 1/2 Bioorange (ca. 50 ml)
Die Zutaten der Marinade verrühren und die Tofuwürfel mind. 3 Stunden darin marinieren. Tofu abseihen, Marinade aufheben. Die Tofuwürfel zuerst in Mehl wenden und dann durch das verquirlte Ei ziehen und in heißem Rapsöl schwimmend ausbacken (öfters wenden)

Süßkartoffel-Kokos-Püree:
250 g Süßkartoffel, geschält und gewürfelt
250 ml Kokosmilch
2 TL Ras el hanout
Salz, Pfeffer
Die Süßkartoffelwürfel mit den Gewürzen in der Kokosmilch auf kleiner Flamme weichkochen (oder im MDG bei Vitaldampf), pürieren und mit 1/2 TL Zitronenschalenabrieb würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kohlsprossen „oriental“
150 g Kohlsprossen, geputzt, halbiert
1 EL Granatapfelsirup‘
1 EL Sesamöl
1 EL Walnußkerne, grob gehackt
Salz, Pfeffer

Die Kohlsprossen mit den anderen Zutaten in einer feuerfesten Form verrühren und im vorgeheitzen Rohr bei 180 Grad Heißluft 30 Minuten backen

Alles gemeinsam anrichten und mit der Marinade beträufeln.

Tipp: Falls vom Panieren Ei übrig bleibt, gleich noch ins heiße Öl gießen, ausbacken, suf Küchenrolle abtropfen und genießen.

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