Hauptspeisen, Rezept

Königsberger Klopse

Meine deutsche Verwandtschaft möge mir verzeihen, aber die Küche unserer Lieblingsnachbarn hat bei uns ja nicht nur Fans. Ich sag nur: Schnitzel mit Tunke und so 😉. Außer der Curry-Wurst fällt mir kulinarisch auch nicht sehr viel mehr ein, obwohl ich früher des Öfteren Berlin bereist habe und ich es dort immer ganz wunderbar fand, auch essenstechnisch.

Und da sind wir auch schon beim Thema: Berlin und Königsberger Klopse, das gehört für mich zusammen. Am Prenzlauer Berg im Pratergarten bei diesem typischem Ostberliner Gericht zu sitzen, das ist bei mir schon eine Weile her und muss auf jeden Fall dringend wiederholt werden. Nehmen wir uns das einmal vor und hoffen voll Zuversicht, dass auch diese Zeiten wieder kommen werden.

Einstweilen mach ich mir die Klopse in der Kapernsauce einfach selber und schwelge in Erinnerungen.

für 4 Portionen
1 mittelgroße Zwiebel
1 EL Butter
1 trockene Semmel
3 Sardellenfilets
500 g Faschiertes
2 Eier
Salz, Pfeffer
700 ml Rindsuppe (oder Gemüsesuppe)
100 ml Weißwein

25 g Butter
3 EL Mehl
1-2 EL gehackte Kapern (nach Geschmack)
1 Eidotter
1/2 TL geriebene Zitronenschale
50 ml Obers
1 TL engl. Senf

Zwiebel würfeln und in Butter andünsten. Die Semmel klein schneiden und in warmem Wasser kurz einweichen und ausdrücken. Die gehackten Sardellen, die ausgedrückte Semmel mit dem Faschierten und den 2 Eiern gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit feuchten Händen kleine Bällchen formen.

Die Suppe mit dem Wein aufkochen, die Hitze reduzieren und die Klopse im Sud ca. 15 Minuten ziehen lassen. Danach mit einem Schaumlöffel herausnehmen und den Sud zur Seite stellen.

In einem eigenen Topf die 25 g Butter flüssig werden lassen, das Mehl einrühren und mit dem Sud (ev. vorher abseihen) langsam aufgießen. Die Sauce vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen, bevor der Eidotter eingerührt wird (der gerinnt sonst). Kapern, Senf, Obers und Zitronenschale einrühren, die Klopse wieder einlegen und noch einmal ca. 15 Minuten bei ganz wenig Hitzen durchziehen lassen. Mit gekochten Erdäpfeln servieren.

Standard
Rezept

Rinderbraten in Rotweinsauce

Das waren noch Zeiten, als ich vor Ostern tagelang gekocht und gebacken habe und die ganze Sippschaft zum Osterbrunch eingefallen ist und wenige Stunden später war alles aufgegessen :). Ich liebe das!

Leider fällt ja Ostern im Kreis der Großfamilie nach 2020 zum 2. Mal ins Wasser. Aber es hilft ja alles jammern nichts, der Rinderbraten schmeckt aufgewärmt genau so gut, dann essen wir ihn halt 2 Tage hintereinander.

Dazu nehme man ein Kilo feinstes Rinderbratenfleisch vom Bio Galloway Hof – Kerschbaumlehen https://bio-galloway.at/, das noch in der Tiefkühltruhe war (der nächste Vermarktungstag ist ja schon am 2. April), ein Flascherl wirklich guten Rotwein – hier ja nicht sparen, der nicht verkochte Wein kommt ja in den Koch😉, schönes gemischtes Wurzelwerk und ein paar feine Gewürze und schwupps-di-wupps, nach drei Stunden steht der feine Braten auf dem Tisch.

4 Personen:

1 kg Rinderbraten
Salz, Pfeffer, Rosmarin, Orangenabrieb
1 EL Schweineschmalz (od. Rapsöl)
2 EL Tomatenmark
1/2 l Rotwein und 1/2 l Rindsuppe

4 Karotten
2 Pastinaken
1/2 Stange Lauch
1/4 Sellerieknolle
2 rote Zwiebel
1 EL Schweineschmalz (od. Rapsöl)

1 großer Zweig frischer Salbei
1 Bioorange, davon die Zesten
3 Lorbeerblätter (wenn möglich frisch)

Als Beilage: Bandnudeln

Das Fleisch rundherum mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und der Orangenschale einreiben. Dann im Schmalz oder Öl rundherum schön scharf anbraten. Das Fleisch herausnehmen und das Tomatenmark im Bratensatz etwas mitrösten, mit dem Rotwein ablöschen und ein paar Minuten einreduzieren lassen. In der Zwischenzeit das Gemüse in nicht zu kleine Stücke schneiden und in einer eigenen Pfanne in Schmalz oder Öl ebenfalls scharf anbraten und mit Rindsuppe ablöschen. Den Rotweinansatz dazugeben, die Orangenzesten, den Salbei und die Lorbeerblätter ebenso und das Fleisch einlegen. Für ca. 3 Stunden bei 105 Grad ins Rohr (bei meinem MDG bei Intervall plus). Ab und zu das Fleisch umdrehen, damit es nicht austrocknet. Nach den 3 Stunden probieren, ob es tatsächlich schön weich ist, das hängt sehr von der Fleischqualität und natürlich von der Dicke des Fleisches ab.

Einen kleinen Teil von der Sauce habe ich mit dem Stabmixer püriert, damit die Sauce Bindung bekommt. Noch einmal abschmecken und mit den in der Zwischenzeit gekochten Bandnudeln anrichten.

Standard