Österreichische Küche, Fleisch, Hauptspeisen, Rezept

Fleischlaberl mit Püree

Klassisch, ohne viel Schnick-Schnack – so mag ich es. In allen Lebensbereichen. Und gerne auch beim Essen.

Also gab es an unserem 5. Hochzeitstag einen österreichischen Küchenklassiker:
Fleischlaberl mit Erdäpfelpüree (für alle Nicht-Österreicher 😉 – Buletten oder Fleischpflanzerl)

Beides schön flaumig und so a richtiges Wohlfühlessen an einem regnerischen Sonntag.

Und jetzt ab auf die Couch mit Tee und Zeitung, bevor morgen der Alltag wieder zuschlägt.

Schönen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche wünscht euch eure Krista ♥️

Ergibt 6- 8 Laberl:

1/2 kg Faschiertes
1 kleine Zwiebel fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 TL englischer Senf
2 TL Majoran
1/2 TL scharfes Paprikapulver
1/2 altbacken Semmel in Wasser eingeweicht und dann wieder ausgedrückt
Salz und Pfeffer
Rapsöl

Zwiebel und Knoblauch in Rapsöl glasig braten und mit allen anderen Zutaten zum Fleisch geben und mit den Händen gut durchkneten. Laberl formen und in Rapsöl schön langsam von beiden Seiten braten, bis sie braun und knusprig sind (dauert auf jeder Seite zwischen 10 und 15 Minuten).

Püree

1 kg mehlige Erdäpfel
Salz
100 g Butter
250 ml Milch
Muskatnuss

Die Erdäpfel schälen, in Würferl schneiden (dann gehts schneller) und in Salzwasser kochen o der wer hat, im Dampfgarer weich dämpfen. Noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einem Kartoffelstamper zerstampfen. Die Butter dazu geben, mit Salz und geriebener Muskatnuss würzen und dann die Milch zufügen alles schön cremig rühren.

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Hauptspeisen, Rezept

Königsberger Klopse

Meine deutsche Verwandtschaft möge mir verzeihen, aber die Küche unserer Lieblingsnachbarn hat bei uns ja nicht nur Fans. Ich sag nur: Schnitzel mit Tunke und so 😉. Außer der Curry-Wurst fällt mir kulinarisch auch nicht sehr viel mehr ein, obwohl ich früher des Öfteren Berlin bereist habe und ich es dort immer ganz wunderbar fand, auch essenstechnisch.

Und da sind wir auch schon beim Thema: Berlin und Königsberger Klopse, das gehört für mich zusammen. Am Prenzlauer Berg im Pratergarten bei diesem typischem Ostberliner Gericht zu sitzen, das ist bei mir schon eine Weile her und muss auf jeden Fall dringend wiederholt werden. Nehmen wir uns das einmal vor und hoffen voll Zuversicht, dass auch diese Zeiten wieder kommen werden.

Einstweilen mach ich mir die Klopse in der Kapernsauce einfach selber und schwelge in Erinnerungen.

für 4 Portionen
1 mittelgroße Zwiebel
1 EL Butter
1 trockene Semmel
3 Sardellenfilets
500 g Faschiertes
2 Eier
Salz, Pfeffer
700 ml Rindsuppe (oder Gemüsesuppe)
100 ml Weißwein

25 g Butter
3 EL Mehl
1-2 EL gehackte Kapern (nach Geschmack)
1 Eidotter
1/2 TL geriebene Zitronenschale
50 ml Obers
1 TL engl. Senf

Zwiebel würfeln und in Butter andünsten. Die Semmel klein schneiden und in warmem Wasser kurz einweichen und ausdrücken. Die gehackten Sardellen, die ausgedrückte Semmel mit dem Faschierten und den 2 Eiern gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit feuchten Händen kleine Bällchen formen.

Die Suppe mit dem Wein aufkochen, die Hitze reduzieren und die Klopse im Sud ca. 15 Minuten ziehen lassen. Danach mit einem Schaumlöffel herausnehmen und den Sud zur Seite stellen.

In einem eigenen Topf die 25 g Butter flüssig werden lassen, das Mehl einrühren und mit dem Sud (ev. vorher abseihen) langsam aufgießen. Die Sauce vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen, bevor der Eidotter eingerührt wird (der gerinnt sonst). Kapern, Senf, Obers und Zitronenschale einrühren, die Klopse wieder einlegen und noch einmal ca. 15 Minuten bei ganz wenig Hitzen durchziehen lassen. Mit gekochten Erdäpfeln servieren.

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Fleisch, Hauptspeisen, Rezept

Der Geschmack von Weihnachten

Auflauf mit Faschiertem, Zucchini, Erdäpfel und orientalischen Gewürzen

Was macht Frau, wenn sich der liebe Mann ein Abendessen wünscht, das irgendwie ein bisschen nach Weihnachten schmeckt? Hm, wie schmeckt Weihnachten eigentlich? Ich denke dabei an Zimt, Nelken, Sternanis, Kardamom und Orangen. Bevor ich zu sehr an Glühwein und Kekse denke, werfe ich einen Blick in meine Gewürzlade. Und siehe da – schon länger nicht verwendet – ein angefangenes Sackerl Ras el Hanout.

„Ras el hanout“ ist eine Gewürzmischung aus der orientalischen Küche, und kann mit Kopf des Ladens übersetzt werden. Wohl deshalb, weil nur der Kopf – also der Chef eines Gewürzladens – in der Lage war, eine solch komplizierte und aus bis zu 35 verschiedenen Gewürzen bestehende Mischung zusammen zu stellen.

Bestandteile der aromatischen Gewürzmischung sind Zimt, Nelken, Anis, Ingwer, Kurkuma, Koriander, Piment, Chillies, Pfeffer, Kardamom, Muskatnuss, Sternanis, Orangenschale, Bockshornklee, Kreuzkümmel und noch einige andere. Es ist eine harmonische Mixtur aus würzigen, blumigen, holzigen und scharfen Aromen, die sich wunderbar ergänzen und daher irgendwie nach Weihnachten schmeckt.

Inspiriert von der griechische Küche – in welcher auch sehr gerne ähnliche Aromen verwendet werden – entstand in meiner Küche dann dieser herrliche moussaka-ähnliche Auflauf mit Zucchini, Erdäpfel und Faschiertem und was soll ich sagen …. das Christkind stand fast vor der Tür.

Zutaten:
½ kg Faschiertes
½ kg Erdäpfel (vorgekocht und abgekühlt,
in 0,5 cm Scheiben schneiden)
2 mittelgroße Zucchini (in Scheiben mit ca. 0,5 cm geschnitten)
4 Knoblauchzehen fein gehackt
1 rote Zwiebel würfelig geschnitten
5 EL Tomatenmark
100 ml Weißwein
100 ml Rindsuppe
5 g Ras el Hanout
Salz, Rosmarin
Olivenöl

Zutaten und Zubereitung Bechamelsauce:
50 g Butter
50 g Mehl
½ l Milch
Muskatnuss, Zimt
Salz, Pfeffer
Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze zerlassen, das Mehl einrühren und mit Milch aufgießen und unter ständigem Rühren eindicken lassen. Vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zimt würzen.

  • 3 EL Olivenöl mit der Hälfte vom gehackten Knoblauch, Rosmarin, Salz und Pfeffer verrühren. Die Zucchinischeiben in eine Schüssel geben und mit der Öl-Knoblauch-Mischung übergießen und alles durchmischen, sodass die Zucchinischeiben rundherum mit Öl bedeckt sind. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Zucchinischeiben gleichmäßig darauf verteilen. Im vorgeheizten Backrohr bei 220 Grad Heißluftgrillen 5 – 7 Minuten gleichmäßig braun werden lassen.
  • Das Faschierte in Olivenöl scharf anbraten, dann Zwiebel und Knoblauch dazu geben und weiterbraten. Das Tomatenmark dazugeben und mitrösten lassen. Danach mit Weißwein ablöschen und mit Wasser aufgießen. Mit Ras el Hanout und Salz würzen. So lange leicht köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Zum Schluss abschmecken.
  • Eine Auflaufform mit Öl auspinseln. Die erste Lage sind Erdäpfelscheiben, die die Flüssigkeit von darüber schön aufsaugen. Auf die Erdäpfel eine Lage Fleischsauce, dann eine Lage Zuchini, dann wieder Erdäpfel usw. bis die Form voll ist. Oben drauf kommt die Bechamelsauce.
  • Im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad Heißluft ca. 30 Minuten goldbraun backen. (Wer einen Multidampfgarer hat, bei Intervalldampf bei 180 Grad 30 Minuten backen).

Ich wünsche viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit

Eure Krista
von kochliebe.at


In meinem vorigen Betrag, dem Kürbis-Gewürz-Eis (https://kochliebeat.wordpress.com/2020/12/09/teil-3-der-kurbis-trilogie-kurbis-gewurz-eis/) Gewürz-Eis gab es auch Einiges an Gewürzen, die schon an Weihnachten denken lassen.

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