Österreichische Küche, Gemüse, Hauptspeisen, Multidampfgarer, Rezept, Suppen & Eintöpfe, Vegan, Vegetarisch, Vorspeisen

Gemüseeintopf

Nach einem Skitag oder nach einem langen Winterspaziergang, wenn die Finger und Zehen ganz klamm vor Kälte sind und die Nase rot ist, dann ist dieser Eintopf genau das richtige.

Eine Scheibe Schwarzbrot dazu und man fühlt sich wieder wie früher, wenn man vom Schneeballspielen draußen ins Warme kommt und Mama stellt einem einen Teller heißes Wolfühlessen vor die Eiszapfen-Nase. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Es sollte mehr solche Momente geben.

Für ca. 4 Portionen braucht ihr:
1 kg Gemüse nach Wahl, geputzt und in 1cm Würfel geschnitten
(zB. Lauch, Karotten, gelbe Rüben, Stangensellerie, Knollensellerie, Petersilwurzen, Pastinake, Kürbis,…)
2 EL Rapsöl
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, halbiert
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
3 Lorbeerblätter
1 Chili
1 EL getrocknetes Bohnenkraut od. 2-3 Zweige frisches
Salz, Pfeffer
600 ml Wasser

In einem großen Topf das Öl erhitzen und zuerst die Zwiebel kurz anbraten, dann das Gemüse, die Knoblauchzehe und den Ingwer dazugeben und bei mittlerer Hitze 7-8 Minuten anrösten. Mit Wasser aufgießen und Chili, Lorbeerblätter und das Bohnenkraut zugeben. Ordentlich salzen und pfeffern und für ca. 45 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Der Eintopf ist fertig, wenn das Gemüse noch etwas Biss hat. Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Tellern anrichten und mit Schnittlauch bestreuen.

TIPP: 45 Minuten im Multidampfgarer bei 99 Grad Vitaldampf und man kann während dessen spazieren gehen.

Das perfekte Essen, um alles aus der Gemüselade verschwinden zu lassen, das nicht mehr ganz frisch ist. Ihr könnt auch Erdäpfel dazu geben, dann gibt´s a bissl mehr aus, wie wir sagen. Soll heißen, dann ist es gehaltvoller. Auch übrig gebliebene Nudeln oder Reis passen hinein. Also der Phantasie sind hier wieder einmal keine Grenzen gesetzt.

Standard
Gemüse, Rezept, Schnelle Küche, Suppen & Eintöpfe, Vegan, Vegetarisch, Vorspeisen

Rotkrautsuppe

Als kleines Kind habe ich mich den Farben Pink und Rosa aus Prinzip verweigert – zu mädchenhaft. Ich hatte ja auch mehr Werkzeug und Matchbox-Autos als Puppen. Im Laufe der Jahre kann ich mich doch diesem Farbton nicht ganz verschließen, was sich bei mir halt nicht zwingend bei der Kleidung äußert, sondern natürlich beim Kochen.

Dieses pinke Süppchen macht sozusagen „a Wetta“ auf dem Tisch und schmeckt noch dazu echt fein. Die perfekte Vorspeise also für Euer Weihnachtsmenü.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachkochen und freue mich, wenn ihr mein Rezept auch mit Euren Freunden teilt oder meinen Blog weiterempfehlt.

Alles Liebe, Eure
Krista

200 g Rotkraut, nudelig geschnitten
1 rosa Zwiebel (weiß geht natürlich auch), gewürfelt (ca. 60 g)
2 EL Rapsöl
1/2 Apfel in Würfel
1 TL Rohrzucker od. normaler Kristallzucker
30 ml Rotwein (od. Traubensaft)
1 EL Preiselbeeren
30 ml Orangensaft
1/2 Zimtstange
500 ml Gemüsesuppe
100 ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer
20 ml Balsamico
2 Lorbeerblätter

Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anbraten. Den Rohrzucker zugeben und etwas karamellisieren lassen. Dann das Rotkraut noch ca. 5 Minuten mitbraten.
Mit Rotwein, Essig und Orangensaft ablöschen und etwas einreduzieren lassen. Dann mit Kokosmilch und Suppe auffüllen und die Gewürze dazugeben (Zimtstange, Lorbeerblätter etwas einreißen wegen des Geschmacks, Salz und Pfeffer). ca. 45 Minuten leicht köcheln lassen, bzw. so lange, bis das Kraut wirklich schön weich ist.

Die Zimtstange und die Lorbeerblätter entfernen und im Standmixer bzw. mit dem Stabmixer fein pürieren. Wer mag, kann die Suppe auch noch durch ein Haarsieb passieren. Mit Salz und Pfeffer und ev. noch mit etwas Balsamico bzw. Zitronensaft abschmecken.

Als Topping eignen sich Walnuss- und Granatapfelkerne bzw. Roastbeefscheiben.

Mehr buntes Essen gibt’s hier:
Rauna-Aufstrich crossover
Rote Rüben Spätzle
Asia Spaghetti
Krenschaumsuppe mit Rote Rüben-Apfel-Ravioli
Rote Rüben Carpaccio

Standard
Rezept, Suppen & Eintöpfe, Vegetarisch

Brokkolisuppe

Ich lasse ja nie etwas verkommen, was so viel heißt wie: ich schmeiße nix weg und finde für fast alles eine Verwendung in der Küche. Und wenn doch einmal was schlecht wird, dann kommts auf den Kompost oder in die Wurmkiste.

In meinem letzten Rezept, den Asia Spaghetti kamen ja nur die Brokkoliröschen vor – logische Schlussfolgerung: es gibt Brokkolisuppe aus dem Strunk. Und von der Speck-Zwiebel-Quiche lag im Kühlschrank noch ein bissl ein Mürbteig herum – daraus hab ich uns was zum Dazuknabbern gebastelt.

No waste also wieder einmal.

Und weil es so gut dazu passt, stelle ich euch hier ein Projekt der Wirtschafts- und Musikmittelschule meiner Heimatstadt vor: Die „Food Ninjis“. Nach dem Motto „Verwenden statt verschwenden“ stellen Schüler der 4. Klassen Apfelmus, Apfelmarmelade, Suppenwürze und Walnus-Kräuterpesto sowie Apfelchips, Semmelbrösel und Brotcroutons her und unterstützen mit dem Erlös Sozialprojekte und auch bedürftige Menschen in der Region. Tolle Sache, wie ich finde. Gehört auf jeden Fall unterstützt. https://www.instagram.com/foodninjis/

Bei meinem letzten Wochenmarktbesuch hab ich dann gleich bei den netten Food Ninjis ein Glas Suppenwürze und ein Glas Walnuss-Kräuter-Pesto erstanden und in meinem Rezept verwendet. Was soll ich sagen – schmeckt und macht Sinn.

Wenn ihr aus der Nähe von Waidhofen an der Ybbs seid, die Produkte der Foodninjis gibt es im „Lampal“ (http://www.lampal.at), dem Selbstbedienungsladen der Fa. Oberklammer zu kaufen.

für 2 Portionen:

1 kleine Zwiebel gewürfelt
1 Knoblauchzehe gehackt
200 g Brokkoli, in Stücke geschnitten
20 ml Verjus (oder Wein, wer beides nicht hat oder mag, nimmt einen Essig, davon aber nur einen Spritzer)
1/2 TL Limettenschalenabrieb
500 ml Gemüsesuppe
Rapsöl
Salz und Pfeffer

1/2 Rolle Mürbteig
Pesto (zB Walnuss-Kräuter)
1 Ei

Zwiebel und Knoblauch in Rapsöl anschwitzen, Brokkolistücke kurz mitbraten, mit Verjus ablöschen und mit Suppe aufgießen. Die Limettenschale zugeben und zugedeckt ca. 30 Min. köcheln lassen. Wenn der Brokkoli weich ist, die Suppe im Standmixer (oder mit dem Stabmixer) pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während die Suppe kocht, 1/2 Rolle Mürbteig mit Pesto bestreichen, in Streifen schneiden und dann zu „Nestern“ drapieren. Mit verquirltem Ei bestreichen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad Heißluft ca. 12 Minuten backen. Man kann den Mürbteig einfach auch nur mit Ei bestreichen und Formen ausstechen oder -schneiden.

Das grüne Süppchen serviere ich dann in meinem „Springender Hirsch-Häferl“, ein Emaille-Häferl von der Firma Riess (www.riess.at), deren Produkte ganz in meiner Nähe hergestellt werden und das CO2-neutral durch Ökostrom aus eigenen Wasserkraftwerken.

Also durch und durch eine nachhaltige Geschichte, der heutige Beitrag.

dieser Beitrag enthält unbezahlte, unbeauftragte Werbung



Standard
Garten, Gemüse, Rezept, Schnelle Küche, Suppen & Eintöpfe, Vegetarisch, Vorspeisen

Zucchini-Kräuter-Süppchen

𝐃𝐢𝐞 𝐙𝐮𝐜𝐜𝐡𝐢𝐧𝐢 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 🙈

💚

Heiss ersehnt und auch gefürchtet von jedem Hobbygärtner ist sie nun auch bei uns da:

Die Zeit, in der die Zucchini täglich reif werden und innerhalb eines Tages von Mini- zu Maxigemüse explodieren.

💚

Da starte ich doch recht simpel mit einem einfachen Süppchen mit gaaaanz vielen Kräutern (da wucherts auch im Hochbeet), weil der Zucchini an sich gibt ja ehrlicherweise geschmacklich nicht allzu viel her.

💚

Gutes Gelingen und Mahlzeit, Ihr Lieben!

1 gelbe oder grüne Zucchini (rd. 600 g)
1 Zwiebel (ca. 80g)
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
1/2 Biozitrone (Abrieb und Saft)
3/4 l Gemüsesuppe
2 Handvoll Kräuter (ich habe verwendet: Zitronenthymian, Salbei, Oregano, Estragon, Liebstöckl)
zur Dekoration (Ringeblume, Estragonblüten, Oreganoblüter oder sonstige)
Salz und Pfeffer

Das Gemüse grob hacken (wird dann eh püriert) und in Olivenöl etwas anbraten, den Abrieb und den Saft der Zitrone dazugeben und mit der Suppe aufgießen. Eine Handvoll Kräuter dazugeben und alles ca. eine halbe Stunde leicht köcheln lassen. mit einer weiteren Hand voll Kräutern im Standmixer (oder mit dem Stabmixer) zu einer cremigen Suppe mixen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und mit ein paar Blüten dekorieren

TIPP: Ich verwende die ganzen Kräuter, also auch den Stiel, außer er ist sehr hart, für die Hand voll, die mitgekocht wird.

Standard
Gemüse, Rezept, Schnelle Küche, Suppen & Eintöpfe

Lauch-Kresse-Süppchen

Erstens: Ich liebe Suppen – zu jeder Jahreszeit.
Zweitens: Ich liebe schönes, buntes Essen.
Drittens: Und über grün geht um diese Jahreszeit sowieso nichts.
3 gute Gründe für dieses frühlingsgrüne Süppchen mit Lauch, Kresse – frisch aus dem Garten und Verjus, was übersetzt ja der grüne Saft bedeutet.

Normalerweise verwende ich zwecks Säure in Gerichten gerne Wein. Doch nicht jeder mag das und wenn Kinder mit essen, sollte man darauf ohnehin verzichten. Und da ich in Bälde meinen 4jährigen Neffen zu Besuch habe, stell ich mich schon mal darauf ein. Man kann den Wein ja dann dazu trinken 🙂

Verjus ist der Saft aus unreif geernteten Trauben. Er wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein regelmäßig in der Küche verwendet, wo er dann durch die Säure der Zitrusfrüchte ersetzt wurde. Man kann Verjus nicht nur zum Kochen verwenden sondern auch aufgespritzt als Erfrischungsgetränk zu sich nehmen oder in alkoholfreien Cocktails. Wie die Vielzahl an Weinen gibt es auch beim Verjus jede Menge Geschmacksvarianten. Ausprobieren ist hier angesagt. Fast jeder Winzer produziert mittlerweile den grünen Saft.

Und weil das Auge ja bekanntlich immer mit isst, hab ich während die Suppe kocht, bei einem kleinen Spaziergang ein paar essbare Blüten geholt und damit dekoriert.

Schön, oder?

20 g Butter
500 g Lauch in Ringe geschnitten
50 g gelbe Karottenwürfel
50 g Selleriewürfel
20 ml Verjus
1 l Gemüsesuppe
2 Hand voll Kresse

Die Butter zergehen lassen und das Gemüse darin anschwitzen. Sobald alles etwas Farbe hat mit Verjus und Suppe aufgießen und 30 – 40 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist (je nach Größe der Gemüsestücke). Dann erst die Kresse zugeben und mit einem Stabmixer (oder in einem Standmixer) schön fein pürieren.

Standard
Österreichische Küche, Gemüse, Hauptspeisen, Kürbis, Rezept, Suppen & Eintöpfe, Vegetarisch

Kürbis-Süßkartoffel-Gulasch

Mit Ausblick auf den morgigen nicht so prickelnden Wetterbericht hab ich heute schon für morgen einen großen Topf Wohlfühl-Essen gekocht.

Das ist eines der Gerichte, bei denen auf wundersame Weise über Nacht oft nur mehr die Hälfte da ist, weil Mann (und eh ich genauso🤣) immer wieder „dazua geht“- wie man bei uns so sagt – weils gar so gut schmeckt.

Schau ma mal, ob’s morgen für ein Mittagessen reicht….

Schönen Abend!

für 4 Personen:
Rapsöl
1 Zwiebel, fein gewürfelt
600 g Kürbisfleisch (je nach Kürbissorte geschält oder auch nicht – bei mir ist es ein Butternut) in 1 cm große Würfel geschnitten
600 g Süßkartoffel, ebenfalls in ca. 1 cm große Würfel geschnitten
2 EL Tomatenmark
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
1 TL scharfes Paprikapulver
2 EL Paprikapulver edelsüß
1 TL Kümmel
2 TL Majoran
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
3 Lorbeerblätter (frisch, wenn vorhanden)
1 EL Weißweinessig (oder Hesperiden)
3/4 l Gemüsesuppe
Salz und Pfeffer
4 Debreziner – für Vegetarier einfach weg lassen
Optional zur Deko: Sauerrahm und gehackte Petersilie

Die Kürbis- und Süßkartoffelwürfel in Rapsöl ca. 5 Minuten anrösten, dann das Tomatenmark dazu geben und ein paar Minuten mitrösten. Die Hitze reduzieren und die Paprikasorten einrühren und mit dem Essig ablöschen (Achtung: der Paprika darf nicht verbrennen, das wird bitter). Dann mit der Suppe aufgießen und die restlichen Gewürze dazugeben. So lange köcheln lassen, bis die Gemüsestücke schön weich sind. Ich stell den Topf in meinen Multidampfgarer und lass das Ganze 45 Minuten bei Intervall plus drinnen. Wenn ihr den Topf am Herd köcheln lasst, immer wieder umrühren nicht vergessen.


Während das Gulasch vor sich hin köchelt, schneide ich die Debreziner in schmale Scheiben und brate sie in einer Pfanne ohne Fett (die Würstl haben genug davon) schön knusprig und lasse die Scheibchen auf einer Küchenrolle abtropfen.
Nach Ende der Garzeit suche ich die Lorbeerblätter und nehme ca. 2 Schöpfer vom Gulasch heraus und pürier diesen Teil mit dem Stabmixer und leere das dann wieder dazu. Dann kommen die Wurstscheiben dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, anrichten und wer möchte mit etwas Sauerrahm und Petersilie dekorieren,

Standard
Rezept, Suppen & Eintöpfe

Krenschaumsuppe mit Rote Rüben-Apfel-Ravioli



“DIE ZEIT, DIE WIR MIT GENUSS VERBRINGEN, IST NIEMALS VERLOREN”

— GIACOMO CASANOVA

Ein schlauer Kerl, der Herr Casanova, er liebte gutes Essen, und verband Kulinarik und Erotik miteinander (offensichtlich sehr erfolgreich). Angeblich aß er jeden Tag 50 Austern, um die Damenwelt erfreuen zu können und würzte seine Pasta mit exotischen Gewürzen, denen damals aphrodisierende Wirkung nachgesagt wurden. Gewürze kommen auf jeden Fall einige vor in diesem und den nächsten beiden Beiträgen, die insgesamt ein Valentinstag-Menü ergeben (können, aber nicht zwingend müssen).

Im ersten Teil geht’s los mit scharfen Sachen: Kren in der Suppe und Cayennepfeffer in der Fülle der Ravioli – zwei Anheizer für einen genussvollen Abend zu zweit. Nachweislich können scharfe Lebensmittel tatsächlich „scharf machen“ und außerdem kommt es zur Ausschüttung von vielen schönen Glückshormonen, die ja nie verkehrt sind. Also frei nach dem Motto „Liebe geht durch den Magen“: ran an den Herd, kochts euch euren Liebsten oder eure Liebste ein und macht euch einen romantischen Abend.

Wenig romantisch, aber spontan dem Munde meines Testessers zu hause entsprungen sind die Worte „geiler Scheiß“, als er das erste Mal die Suppe probiert hat 🙂
Ganz ehrlich, ich bin der selben Meinung.

Rüben-Apfel-Ravioli
Teig:
15 dag glattes Mehl
1 Ei
30 ml Wasser
Salz
Aus den Zutaten einen glatten Teig kneten und im Kühlschrank eine halbe Stunde rasten lassen.

Fülle:
10 g Butter
30 g weißer Zwiebel in sehr kleine Würfel geschnitten
100 g vorgekochte, rote Rüben in sehr kleine Würfel geschnitten
50 g Apfel geschält, ebenfalls in kleine Würfel geschnitten
1 EL Kren
1 TL frische Thymianblätter
1/2 TL Cayennepfeffer oder mehr je nach Gusto
1/2 TL frisch gemahlener oder gemörserter Kümmel
1 TL Zitronensaft
1 TL Zitronenschale gerieben
Salz, Pfeffer
2 EL Sauerrahm

Butter zerlassen und darin die Zwiebel-, Apfel- und Rote-Rüben-Würfel etwas anbraten. Die Gewürze und den Zitronensaft zugeben und zugedeckt etwas dünsten lassen, so dass alles noch Biss hat. Dann zur Seite stellen und abkühlen lassen. Wenn die Masse kalt ist, den Sauerrahm unterrühren und abschmecken.

Die Arbeitsfläche mit griffigem Mehl bestauben und den Teig darauf ausrollen. Nun entweder runde Kreise ausstechen, etwas Fülle drauf geben und mit einem Ravioliformer zusammendrücken oder die einfachere Variante: längliche Teigstreifen mit ca. 5 cm Breite ausrollen und im Abstand von 2 – 3 cm auf einer Hälfte des Teiges etwas Fülle platzieren, die andere Teighälfte darüber klappen und rund um die Fülle gut andrücken. Dann in einzelne Ravioli schneiden und die Ränder mit einer Gabel andrücken, sodass die Fülle nicht rauskommt. In leicht siedendem Wasser so lange kochen, bis die Ravioli an der Oberfläche schwimmen.

Krenschaumsuppe
1/2 weiße Zwiebel in kleine Würfel geschnitten
25 g Butter
1 gestrichener EL glattes Mehl
100 ml Apfelmost
1 großer Erdapfel (180 – 200 g) in kleine Würfel geschnitten
1 l Rind- oder Gemüsesuppe
1 TL frische Thymianblätter
2-3 Lorbeerblätter
1 Knoblauchzehe (angedrückt)
6 EL frisch gerissener Kren
50 ml Obers

Die Butter zerlassen und die Zwiebelwürfel ca. 5 Minuten glasig anschwitzen lassen. Mit Mehl stauben und mit dem Most ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Danach mit der Suppe aufgießen und die Erdäpfelwürfel, die Lorbeerblätter, die Knoblauchzehe, 3 EL vom Kren und den Thymian hineingeben. Ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis die Erdäpfelwürfel schön weich sind. Zum Schluss das Schlagobers beigeben und nicht mehr kochen.

Die Lorbeerblätter entfernen, den restlichen Kren dazu geben und mit dem Stabmixer bzw. im Standmixer durch pürieren bis die Suppe schön schaumig ist.

Tipps:
Die Fülle geht auch super als Aufstrich, man kann davon also gleich mehr machen fürs Frühstück im Bett am nächsten Tag.

Die Ravioli in Butter geschwenkt und Parmesan darüber sind ein feiner vegetarischer Hauptgang.

Wem das mit dem Nudelteig zu aufwändig ist, man kann die Fülle auch einfach auf Blätterteig, Strudelteig- oder Filoteigblätter aufstreichen, einrollen und backen. Dann würde ich es nicht direkt in die Suppe als Einlage geben, da sich das recht aufweicht, sondern dazu reichen.


Das Rezept ist für 4 Personen geschrieben, also für das Candle-Light-Dinner einfach halbieren oder am nächsten Tag nochmals essen.

Standard
Rezept, Suppen & Eintöpfe

Pastinakencremesuppe



Es ist mitten im Jänner, jede Menge Schnee, es ist kalt, Lockdownverlängerung-die-keine-Ahnung-wievielte. Da brauchts für die Seele schon einmal etwas Beruhigendes, Gemütliches, Warmes.

Essen kann das, Suppen und Eintöpfe im Besonderen. Wenn dann noch feine Gewürze und Aromen mit dabei sind, kann das schon die Laune heben. Und obwohl ich kein Freund von Anglizismen bin, passt hier der Begriff „mood food“ doch sehr gut.

Und weil sie gerade Saison haben, sind Pastinaken der Hauptbestandteil meiner Wintersuppe. Den süßlichen, nussigen Geschmack der gesunden Knolle mag man oder mag man nicht. Ich mag den Geschmack, der Mann im Haus (der Testesser also) eher weniger. Deswegen wurde es eine pikante Kombination verschiedener Komponenten, die auch seinen Gaumen erfreute.

2 EL Rapsöl
2 große Pastinaken (rd. 300 g) geschält und gewürfelt
1 großer Erdapfel (rd. 140 g) geschält und gewürfelt
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Lorbeerblätter (frisch, wenn möglich)
1/2 TL Piment, 1/2 TL Thymian
Muskat, Salz und Pfeffer
1/2 Biozitrone
1 l Gemüsesuppe

Die Zwiebel in Rapsöl anschwitzen, danach die Pastinakenwürfel, den gehackten Knoblauch und ein Stück von der Zitronenschale (Achtung: ist sollte keine weiße Haut auf der Schale sein, das wird bitter) dazu geben und mit rösten. Wenn alles etwas Farbe hat mit dem Saft einer 1/2 Zitrone und der Suppe ablöschen und dann die Erdäpfelwürfel dazu geben. Alle Gewürze untermischen und das ganze ca. 40 Minuten kochen, bis das Gemüse schön weich ist.

Die Lorbeerblätter entfernen (wer möchte kann auch die Zitronenschale heraus nehmen, ich lasse sie drin, das gibt einen besonderen Kick durch die ätherischen Öle), mit dem Stabmixer oder in einem Standmixer fein pürieren und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken.

Oben auf kommen ein paar Tropfen feines Haselnussöl von Fandler (https://www.fandler.at/shop/bio-haselnussoel – unbezahlte Werbung), das gibt dem Ganzen noch einmal das besondere Etwas.

Dazu passen hervorragend die Grissini aus meinem letzten Beitrag.

Standard
Rezept, Suppen & Eintöpfe

Teil 1 der Kürbis-Trilogie

Langer von Neapel

Da saß ich nun vor meinem 4-Kilo-Kürbis und dachte über dessen Verwertung nach. Ein Blick in den Kühlschrank und mehrere Ideen gingen mir durch den Kopf, entschieden hab ich mich dann ganz einfach für Suppe.

Erstens: wir lieben Suppe, ich finde ja , dass Suppe – im Speziellen cremige, samtige Suppen glücklich machen und gerade jetzt im Winter hervorragend
von innen wärmen. Diese Suppe auf jeden Fall, da hier nicht nur die heiße Suppe an sich, sondern zusätzlich die Schärfe von frischem Ingwer und Kurkuma, getoppt durch eine Chilischote einheizt.

Zweitens: Es sind lauter gesunde Sachen drin. Kürbis enthält u. a. Vitamin A, Magnesium, Kalzium und Kalium und hat sehr wenige Kalorien (25 – 30 kcal/100 g). In meinem Rezept kommt frischer
Ingwer dazu, der aufgrund des enthaltenen Gingerols entzündungshemmend und antioxidativ wirkt. Und Kurkuma macht nicht nur eine tolle gelbe Farbe, sondern ist ebenfalls entzündungshemmend und fördert die Verdauung.

Drittens: Die Massen an Kürbis, die wir heuer schon in einem noch quasi kaum vorhandenen Garten (weil Baustelle) produziert haben, lassen sich am Besten mit Suppe verwerten, da sich die fertige Suppe einige Tage hält und auch perfekt eingefroren werden kann.

Kürbissuppe fruchtig-scharf

60 dag Kürbisfleisch (geschält, entkernt und in ca. 1,5 cm große Würfel geschnitten)
¾ l Gemüsebrühe
1 rote Zwiebel, klein würfelig geschnitten
Frischer Ingwer und frischer Kurkuma (je ca. 1 cm), fein gehackt
1 EL Pflanzenöl
2 getrocknete Marillen und 4 getrocknete Mangos (in Wasser eingeweicht und dann gehackt)
1 Knoblauchzehe gehackt
1 Sternanis
1 Chilischote
Saft und Zesten von ½ Bioorange
Salz
Pfeffer
Nach Geschmack: Kürbiskernöl zur Dekoration


Zwiebel, Ingwer und Kurkuma in Öl anschwitzen, den Kürbis dazu geben und ca. 5 Minuten anrösten und mit Suppe aufgießen. Alle weiteren Zutaten dazugeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kürbisstücke weich sind. Die Chilischote und den Sternanis herausnehmen. Dann mit dem Stabmixer oder im Standmixer pürieren und anrichten, ev. mit Kürbiskernöl beträufeln.

Standard