Österreichische Küche, Regional, Rezept, Schnelle Küche, Suppen & Eintöpfe, Vegetarisch

Schilchersturmsuppe

Unbestritten eine herbstliche Köstlichkeit ist der steirische Schilchersturm. Er kündigt den in Bälde zu taufenden jungen Wein an und schmeckt … ja wie eigentlich? Schwer zu beschreiben (also unbedingt selber kosten).

Vorsicht auf jeden Fall bei der Trinkgeschwindigkeit – die Süße und die Süffigkeit des purpur farbenen Getränks verleiten recht rasch zum Gefühl von „Himbeer-Saft-Trinken“. Und das ist das Teuflische daran.

Auf jeden Fall wird das Glas beim Sturm trinken in der linken Hand gehalten, so wie es auch die Jäger beim „Waidmannsheil“ machen. Und dann sagt man auch noch“Mahlzeit“ und nicht „Prost“. Außerdem sollte man mit dem „Ungetauften“ nicht anstoßen. Das passiert dann wieder mit dem frisch getauften Wein ab 11. November. 

Und damit wir uns nicht opfern müssen, den ganzen Sturm unter diesen schwierigen Auflagen zu trinken – man kann ihn auch hervorragend verkochen. Und zwar zum Beispiel zur Suppe.

Mahlzeit Ihr Lieben und lasst es euch schmecken!

Alles Liebe, eure Krista

20 g Butter
1 Zwiebel (ca. 75g) würfelig geschnitten
1 EL Zucker
5 frische Lorbeerblätter (mit dem Messer einschneiden – gibt mehr Geschmack)
100 g gelbe Erdäpfel geschält und gewürfelt
1/2 Liter Schilchersturm
1/4 Liter Rindsuppe
150 ml Schlagobers
120 g violette Erdäpfel würfelig geschnitten und bissfest gekocht (als Einlage)

Die Zwiebel in der zerlassenen Butter leicht bräunen. Den Zucker zugeben, leicht karamellisieren lassen und mit Schilchersturm aufgießen. Ca 5 Minuten einreduzieren lassen. Dann mit Suppe aufgießen und die gelben Erdäpfelwürfel und die Lorbeerblätter dazugeben. Ca. 30 Min. leicht köcheln lassen, bis die Erdäpfelstücke weich sind. Die Lorbeerblätter entfernen und die Suppe im Standmixer oder mit dem Stabmixer pürieren. Danach das Obers dazugeben und noch einmal erwärmen (nicht mehr kochen). Mit Salz und Pfeffer abschmecken noch einmal mit dem Stabmixer aufschäumen und mit den violetten Erdäpfelwürferl anrichten.

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Kürbissuppe

So simple, so good …

Mehr gibt es zu Kürbissuppe nicht zu sagen, finde ich.

Außer vielleicht:

Es sind lauter gesunde Sachen drin. Kürbis enthält u. a. Vitamin A, Magnesium, Kalzium und Kalium und hat sehr wenige Kalorien (25 – 30 kcal/100 g). In meinem Rezept kommt frischer
Ingwer vor, der aufgrund des enthaltenen Gingerols entzündungshemmend und antioxidativ wirkt. Und Knoblauch und Chili heizen dem Körper noch dazu ein und sind ebenfalls entzündungshemmend.

Also rundum a xunde Gschicht.

Hier könnt ihr euch ein kurzes Making of auf meinem Instagram Account ansehen: https://www.instagram.com/reel/CiNM8ATIJPM/?igshid=YmMyMTA2M2Y=


1 Hokkaido-Kürbis mit ca 1 kg (ergibt ca. 900 g ohne Kerne)
halbieren, entkernen und würfeln (ca. 2-3 cm)
1 große Zwiebel (ca 100 g), gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gehackt
2 – 3 cm großes Stück Ingwer, gehackt
1/2 mittelscharfe Chilischote, gehackt
2 EL gutes Rapsöl oder Olivenöl
1 Schuß (EL) Apfelessig
3/4 l Gemüsesuppe
2 – 3 Lorbeerblätter (wenn möglich, frisch)
2 Zweige frischen (od. etwas getrockneten) Liebstöckel
6 – 8 Pfefferkörner
Salz, ev. Zitronensaft
Kürbiskernöl

Zwiebel , Knoblauch, Ingwer und Chili im Öl glasig anbraten, dann die Kürbisstücke zugeben und alles 5 Minuten anrösten. Mit dem Apfelessig ablöschen und mit Suppe aufgießen. Die Kräuter und Gewürze zugeben und eine halbe (bis 3/4) Stunde leicht köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Die Lorbeerblätter (ev. auch die Pfefferkörner, wer es nicht so scharf mag) entfernen und im Standmixer (oder mit dem Stabmixer) zu einer cremigen Suppe mixen. Falls die Konsistenz zu dickflüssig ist, noch mit etwas Gemüssesuppe verdünnen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und ev. ein paar Tropfen Zitronensaft abschmecken. Mit Kürbiskernöl beträufeln und servieren.

Mahlzeit, Ihr Lieben und lasst es euch schmecken!

Eure

Krista

Mehr Gemüsesuppen findet ihr in meinem Archiv – schaut rein!
Schnelle Zucchinicremesuppe
Pastinaken-Sellerie-Apfel-Suppe
Karfiolcremesuppe
Rotkrautsuppe
Brokkolisuppe

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Schnelle Zucchinicremesuppe

Wer sagt, dass gesunde Küche aufwändig und kompliziert sein muss? Gerade Gemüsesuppen sind im Nu vorbereitet (max. 15 Minuten), nur die Kochzeit (ca. 30 Minuen) muss halt einkalkuliert werden. In dieser kann man sich jedoch fein entspannen und für eine halbe Stunde die Augen schließen.

Dann nur noch kurz pürieren, abschmecken und voilá – fertig ist das Cremesüppchen.


700 g Zucchini (ds. 2 – 3 mittelgroße Früchte), geviertelt und in grobe Stücke geschnitten
1 Zwiebel oder Schalotte (ca 40 g) grob gewürfelt
3 Knoblauchzehen gehackt
Rapsöl
3/4 l Gemüsesuppe
2 Lorbeerblätter
2 Hand voll frische Kräuter (Liebstöckel, Estragon, Petersilie, Bohnenkraut)
Salz und Pfeffer, ev. Zitronensaft

Zwiebel und Knoblauch in Rapsöl anbraten, dann die Zucchinistücke zugeben und alles 5 Minuten anrösten. Die Hälfte der Kräuter (im Ganzen, inklusive nicht zu harter Stängel) und die Lorbeerblätter zugeben und mit Suppe aufgießen. Eine halbe Stunde leicht köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Während dessen die zweite Hälfte der Kräuter von den Stielen befreien und hacken. Die Lorbeerblätter entfernen und im Standmixer (oder mit dem Stabmixer) zu einer cremigen Suppe mixen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und ev. ein paar Tropfen Zitronensaft abschmecken und die andere Hälfte der Kräuter einrühren bzw. die Suppe damit bestreuen.

Mahlzeit, Ihr Lieben und lasst es euch schmecken!

Eure

Krista

Tipp: als Topping Schwarzbrot in Würfel schneiden und mit Knoblauch und Kräutern in Butter knusprig braten

Mehr Suppenrezepte findet ihr im Archiv – schaut rein!

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Gemüse-Curry

Zum heutigen Weltfrauentag ein schnelles Rezept für all die großartigen Frauen, die in den Küchen dieser Welt immer noch zum Großteil für die Versorgung der gesamten Familie mit leckerem Essen zuständig sind …..

oder für alle Männer, die ihren Frauen in der Küche – und nicht nur dort hoffentlich 🙂 – tatkräftig zur Seite stehen und auch einmal den Kochlöffel schwingen.

So wie mein bester Ehemann von allen 🧡

Wie immer viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit bei diesem Wohlfühlessen!

Eure

Krista

🧡 🧡 🧡

1 kg Gemüse nach Wahl in grobe Stücke geschnitten
(zB Karotten, Paprika, Lauch, Süßkartoffel, Kohlsprossen und was euch sonst so schmeckt)
2 rote Zwiebeln, halbiert und in Streifen geschnitten
1 Chilischote
2 EL Rapsöl
1 Stück Ingwer (rd. 2 cm), fein gehackt oder gerieben
2 EL einer guten Currymischung
1 Dose Kokosmilch
400 g passierte Tomaten
Salz

Reis, Salz und etwas Kurkuma zum Färben (wer mag)

Zwiebel, Chilischote und Ingwer in Rapsöl kurz anbraten und dann die Gemüsestücke ein paar Minuten mitbraten. Das Currypulver einrühren und mit Kokosmilch und den Tomaten aufgießen. Ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit den Reis kochen (entweder klassisch am Herd oder so wie ich im Dampfgarer – 99 Grad Vitaldampf 40 Minuten).

TIPP:
Ingwer habe ich immer im Tiefkühler – bereits in kleinere Stücke zerteilt – eingefroren. Bei Bedarf kann er noch gefroren auf einer Reibe zerkleinert werden

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Pastinaken-Sellerie-Apfel-Suppe

Das Beste an Cremesuppen ist, dass man das Gemüse nicht so klein schneiden muss, weil’s ja eh püriert wird. Und das Zweitbeste, es geht schnell und mit einem Stück Brot dazu ergibt so ein Teller heißer Suppe eine vollwertige, gesunde Mahlzeit mit wenig Kalorien. Also rauf aufs Schneidbrett mit dem Gemüse, Topf auf den Herd und los gehts. Vorbereitungszeit max. 15 Minuten, Kochzeit 40 Minuten, pürieren, anrichten, fertig, essen.

So mag die Krista das.

280 g Pastinaken, in 1 cm große Würfel geschnitten
150 g Stangensellerie, in 1 cm dicke Ringe geschnitte
120 g säuerlicher Apfel, ebenfalls grob gewürfelt – nicht schälen
1 Zwiebel (ca. 100 g), grob gehackt
2 EL Rapsöl
700 ml Gemüsesuppe
Salz und Pfeffer

100 g säuerlicher Apfel in kleine Würfel
1 EL Butter

In einem großen Topf das Rapsöl erhitzen. Zuerst die Zwiebel im Öl kurz anschwitzen und dann die Pastinaken, den Sellerie und den Apfel dazu geben. Ca. 10 Minuten bei milder Hitze anbraten. Mit der Suppe aufgießen und etwas Pfeffern. 40 Minuten am Herd köcheln lassen oder wer hat, den Topf bei Vitaldampf in den Multidampfgarer stellen. Während die Suppe köchelt in einer Pfanne die Butter schmelzen lassen und die Apfelwürfelchen kurz braten. Nur so lange, dass sie noch knackig sind – das geht recht schnell. Wenn die Suppe fertig gekocht ist, alles in einen Standmixer füllen und ordentlich durchmixen. Oder einfach mit dem Stabmixer im Topf pürieren. Wem die Konsistenz zu dickflüssig ist, kann gerne hier noch mit etwas Suppe oder Wasser verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Tellern anrichten und mit den Apfelstückchen bestreuen.

Mahlzeit!

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Karfiolcremesuppe

Ich war mir bis vor kurzem nie sicher, ob ein Suppenkaspar jemand ist, der gerne Suppe isst oder das Gegenteil davon. Also kurz nachgelesen und siehe da: der Suppenkaspar liebte die Suppe sehr, aber dann auf einmal gar nicht mehr. Eigentlich eine sehr gruselige Geschichte, weil am Ende ist er ja tot, der Suppenkaspar.

Also essen wir alle schön brav unser Suppentellerchen leer, damit da nix passiert. Sollte mit diesem Herz und Seele wärmendem Süppchen ja hoffentlich kein Problem sein.

Macht euch noch einen feine Sonntagabend und startet’s morgen gut in die neue Woche.

Ich wünsch euch alles Liebe!

Eure

Krista

Und das sind die Zutaten für einen schönen großen Topf Suppe:

1 großer Karfiol (ca. 800 g – geputzt gewogen)
1 große Zwiebel (ca. 130 g)
2 EL Rapsöl
2 Knoblauchzehen
30 ml Weißwein
1 l Gemüsesuppe
2 Lorbeerblätter
Salz und Pfeffer
etwas Zitronensaft

Die Zwiebel und den Knoblauch hacken. In einem großen Topf das Rapsöl erhitzen. Zuerst nur die Zwiebel im ca. 10 Minuten glasig bzw. ganz leicht braun werden lassen. Den Karfiol in Röschen zerteilen, den Strunk in grobe Stücke schneiden und gemeinsam mit dem Knoblauch zum Zwiebel in den Topf geben und kurz mitrösten. Mit Wein und Suppe aufgießen, die Lorbeerblätter dazugeben und salzen und pfeffern. Für ca. 40 Minuten leicht köcheln lassen – der Karfiol soll sehr weich sein. Die Lorbeerblätter und ein paar Karfiolröschen für die Deko entfernen und mit dem Stabmixer (bzw. im Standmixer) gut pürieren. Wem die Konsistenz zu dickflüssig ist, kann gerne hier noch mit etwas Suppe oder Wasser verdünnen. Mit Salz und Pfeffer und ein paar Spritzern Zitronensaft abschmecken.

Und hier für alle, die die Geschichte vom Suppen-Kaspar nicht kennen:

Der Kaspar, der war kerngesund,
Ein dicker Bub und kugelrund,
Er hatte Backen rot und frisch;
Die Suppe aß er hübsch bei Tisch.
Doch einmal fing er an zu schrei’n:
„Ich esse keine Suppe! Nein!
Ich esse meine Suppe nicht!
Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“

Am nächsten Tag, — ja sieh nur her!
Da war er schon viel magerer.
Da fing er wieder an zu schrei’n:
„Ich esse keine Suppe! Nein!
Ich esse meine Suppe nicht!
Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“

Am dritten Tag, o weh und ach!
Wie ist der Kaspar dünn und schwach!
Doch als die Suppe kam herein,
Gleich fing er wieder an zu schrei’n:
„Ich esse keine Suppe! Nein!
Ich esse meine Suppe nicht!
Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“

Am vierten Tage endlich gar
Der Kaspar wie ein Fädchen war.
Er wog vielleicht ein halbes Lot —
Und war am fünften Tage tot.

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Gemüseeintopf

Nach einem Skitag oder nach einem langen Winterspaziergang, wenn die Finger und Zehen ganz klamm vor Kälte sind und die Nase rot ist, dann ist dieser Eintopf genau das richtige.

Eine Scheibe Schwarzbrot dazu und man fühlt sich wieder wie früher, wenn man vom Schneeballspielen draußen ins Warme kommt und Mama stellt einem einen Teller heißes Wolfühlessen vor die Eiszapfen-Nase. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Es sollte mehr solche Momente geben.

Für ca. 4 Portionen braucht ihr:
1 kg Gemüse nach Wahl, geputzt und in 1cm Würfel geschnitten
(zB. Lauch, Karotten, gelbe Rüben, Stangensellerie, Knollensellerie, Petersilwurzen, Pastinake, Kürbis,…)
2 EL Rapsöl
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, halbiert
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
3 Lorbeerblätter
1 Chili
1 EL getrocknetes Bohnenkraut od. 2-3 Zweige frisches
Salz, Pfeffer
600 ml Wasser

In einem großen Topf das Öl erhitzen und zuerst die Zwiebel kurz anbraten, dann das Gemüse, die Knoblauchzehe und den Ingwer dazugeben und bei mittlerer Hitze 7-8 Minuten anrösten. Mit Wasser aufgießen und Chili, Lorbeerblätter und das Bohnenkraut zugeben. Ordentlich salzen und pfeffern und für ca. 45 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Der Eintopf ist fertig, wenn das Gemüse noch etwas Biss hat. Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Tellern anrichten und mit Schnittlauch bestreuen.

TIPP: 45 Minuten im Multidampfgarer bei 99 Grad Vitaldampf und man kann während dessen spazieren gehen.

Das perfekte Essen, um alles aus der Gemüselade verschwinden zu lassen, das nicht mehr ganz frisch ist. Ihr könnt auch Erdäpfel dazu geben, dann gibt´s a bissl mehr aus, wie wir sagen. Soll heißen, dann ist es gehaltvoller. Auch übrig gebliebene Nudeln oder Reis passen hinein. Also der Phantasie sind hier wieder einmal keine Grenzen gesetzt.

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Rotkrautsuppe

Als kleines Kind habe ich mich den Farben Pink und Rosa aus Prinzip verweigert – zu mädchenhaft. Ich hatte ja auch mehr Werkzeug und Matchbox-Autos als Puppen. Im Laufe der Jahre kann ich mich doch diesem Farbton nicht ganz verschließen, was sich bei mir halt nicht zwingend bei der Kleidung äußert, sondern natürlich beim Kochen.

Dieses pinke Süppchen macht sozusagen „a Wetta“ auf dem Tisch und schmeckt noch dazu echt fein. Die perfekte Vorspeise also für Euer Weihnachtsmenü.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachkochen und freue mich, wenn ihr mein Rezept auch mit Euren Freunden teilt oder meinen Blog weiterempfehlt.

Alles Liebe, Eure
Krista

200 g Rotkraut, nudelig geschnitten
1 rosa Zwiebel (weiß geht natürlich auch), gewürfelt (ca. 60 g)
2 EL Rapsöl
1/2 Apfel in Würfel
1 TL Rohrzucker od. normaler Kristallzucker
30 ml Rotwein (od. Traubensaft)
1 EL Preiselbeeren
30 ml Orangensaft
1/2 Zimtstange
500 ml Gemüsesuppe
100 ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer
20 ml Balsamico
2 Lorbeerblätter

Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anbraten. Den Rohrzucker zugeben und etwas karamellisieren lassen. Dann das Rotkraut noch ca. 5 Minuten mitbraten.
Mit Rotwein, Essig und Orangensaft ablöschen und etwas einreduzieren lassen. Dann mit Kokosmilch und Suppe auffüllen und die Gewürze dazugeben (Zimtstange, Lorbeerblätter etwas einreißen wegen des Geschmacks, Salz und Pfeffer). ca. 45 Minuten leicht köcheln lassen, bzw. so lange, bis das Kraut wirklich schön weich ist.

Die Zimtstange und die Lorbeerblätter entfernen und im Standmixer bzw. mit dem Stabmixer fein pürieren. Wer mag, kann die Suppe auch noch durch ein Haarsieb passieren. Mit Salz und Pfeffer und ev. noch mit etwas Balsamico bzw. Zitronensaft abschmecken.

Als Topping eignen sich Walnuss- und Granatapfelkerne bzw. Roastbeefscheiben.

Mehr buntes Essen gibt’s hier:
Rauna-Aufstrich crossover
Rote Rüben Spätzle
Asia Spaghetti
Krenschaumsuppe mit Rote Rüben-Apfel-Ravioli
Rote Rüben Carpaccio

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Rezept, Suppen & Eintöpfe, Vegetarisch

Brokkolisuppe

Ich lasse ja nie etwas verkommen, was so viel heißt wie: ich schmeiße nix weg und finde für fast alles eine Verwendung in der Küche. Und wenn doch einmal was schlecht wird, dann kommts auf den Kompost oder in die Wurmkiste.

In meinem letzten Rezept, den Asia Spaghetti kamen ja nur die Brokkoliröschen vor – logische Schlussfolgerung: es gibt Brokkolisuppe aus dem Strunk. Und von der Speck-Zwiebel-Quiche lag im Kühlschrank noch ein bissl ein Mürbteig herum – daraus hab ich uns was zum Dazuknabbern gebastelt.

No waste also wieder einmal.

Und weil es so gut dazu passt, stelle ich euch hier ein Projekt der Wirtschafts- und Musikmittelschule meiner Heimatstadt vor: Die „Food Ninjis“. Nach dem Motto „Verwenden statt verschwenden“ stellen Schüler der 4. Klassen Apfelmus, Apfelmarmelade, Suppenwürze und Walnus-Kräuterpesto sowie Apfelchips, Semmelbrösel und Brotcroutons her und unterstützen mit dem Erlös Sozialprojekte und auch bedürftige Menschen in der Region. Tolle Sache, wie ich finde. Gehört auf jeden Fall unterstützt. https://www.instagram.com/foodninjis/

Bei meinem letzten Wochenmarktbesuch hab ich dann gleich bei den netten Food Ninjis ein Glas Suppenwürze und ein Glas Walnuss-Kräuter-Pesto erstanden und in meinem Rezept verwendet. Was soll ich sagen – schmeckt und macht Sinn.

Wenn ihr aus der Nähe von Waidhofen an der Ybbs seid, die Produkte der Foodninjis gibt es im „Lampal“ (http://www.lampal.at), dem Selbstbedienungsladen der Fa. Oberklammer zu kaufen.

für 2 Portionen:

1 kleine Zwiebel gewürfelt
1 Knoblauchzehe gehackt
200 g Brokkoli, in Stücke geschnitten
20 ml Verjus (oder Wein, wer beides nicht hat oder mag, nimmt einen Essig, davon aber nur einen Spritzer)
1/2 TL Limettenschalenabrieb
500 ml Gemüsesuppe
Rapsöl
Salz und Pfeffer

1/2 Rolle Mürbteig
Pesto (zB Walnuss-Kräuter)
1 Ei

Zwiebel und Knoblauch in Rapsöl anschwitzen, Brokkolistücke kurz mitbraten, mit Verjus ablöschen und mit Suppe aufgießen. Die Limettenschale zugeben und zugedeckt ca. 30 Min. köcheln lassen. Wenn der Brokkoli weich ist, die Suppe im Standmixer (oder mit dem Stabmixer) pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während die Suppe kocht, 1/2 Rolle Mürbteig mit Pesto bestreichen, in Streifen schneiden und dann zu „Nestern“ drapieren. Mit verquirltem Ei bestreichen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad Heißluft ca. 12 Minuten backen. Man kann den Mürbteig einfach auch nur mit Ei bestreichen und Formen ausstechen oder -schneiden.

Das grüne Süppchen serviere ich dann in meinem „Springender Hirsch-Häferl“, ein Emaille-Häferl von der Firma Riess (www.riess.at), deren Produkte ganz in meiner Nähe hergestellt werden und das CO2-neutral durch Ökostrom aus eigenen Wasserkraftwerken.

Also durch und durch eine nachhaltige Geschichte, der heutige Beitrag.

dieser Beitrag enthält unbezahlte, unbeauftragte Werbung



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Rezept, Suppen & Eintöpfe

Hühnersuppe & Kaspressknödel – mit xunden Extras

Superfood – ein Modewort, mit dem ich eigentlich relativ wenig anfangen kann. Was heißt das eigentlich? Automatisch verbindet man damit allerhand Exotisches damit. Aber müssen es die Goji-Beeren aus „wo-auch-immer-her“ sein oder die Chia-Samen (für mich persönlich übrigens sehr entbehrlich)?

Sollte man nicht einfach auf das zurück greifen, das Generationen vor uns schon verwendet haben und direkt vor der Haustür wächst? Hagebutte und Brennessel zum Beispiel. Oder Knoblauch? Ganz ehrlich, was wäre das Leben ohne Knoblauch😉?

Manch andere Küchenzutat mag zwar nicht ganz heimisch klingen, tatsächlich kann auch alles bei uns in Österreich angebaut werden so wie Ingwer, Chili und Kurkuma – schon alles ausprobiert – wächst tatsächlich 🙂

Aus verschiedenen Gründen befasse ich mich schon länger mit den Inhaltsstoffen und Wirkweisen von diversen Lebensmitteln und inwieweit man mit der richtigen Ernährung direkten Einfluss auf seine Gesundheit nehmen kann. Welche Lebensmittel enthalten welche Vitamine? Was wirkt vielleicht entzündungshemmend, läßt das Cholesterin sinken oder hilft gegen Erkältungen?

Ein Klassiker der „Küchen-Heilkunde“ ist auf alle Fälle die Hühnersuppe!
Heute hier also ein wärmendes Supperl für kalte Herbsttage, das mit einheizenden Zutaten gewürzt ist und in welchem ich Kaspressknödel schwimmen lasse, die mit allerlei Vitaminen und Nährstoffen angereichert sind.

Brennessel – entwässernd und entzündungshemmend
Hagebutte – reich an Vitamin C, positive Wirkung auf Entzündungswerte und zu hohes Cholesterin
Knoblauch – stärkt das Immunsystem, das Herz-Kreislaufsystem und wirkt antibakteriell
Ingwer – entzündungshemmend, schmerzlindernd und hilft bei Erkältungen
Chili – entzündungshemmend, schmerzlindernd, antibakteriell
Kurkuma – entzündungshemmend und antioxidativ

Genau das richtige an diesem grauen Sonntag, oder?

Ich wünsch euch einen guten Apptit und bleibt´s xund!

Eure

Krista


Hühnersuppe
400 g Hühnerteile (zB Hühnerrücken)
400 g Suppengemüse gewaschen, geschält und in Stücke geschnitten (die Schale kommt mit hinein)
(Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch, gelbe Rüben, Pastinaken)
etwas Zwiebelschale (für die Farbe)
1,5 Liter Wasser
1 Chilischote
3-cm-Stück Ingwer, grob gehackt
2 Lorbeerblätter
3 Knoblauchzehen, grob gehackt
10 Pfefferkörner (schwarz ganz)
Zitronenschale (ca. von 1/4 Biozitrone)
Maggikraut (Liebstöckel – entweder frisch oder getrocknet)
Salz und Pfeffer
Rapsöl

Die Hühnerteile in etwas Rapsöl scharf anbraten, wenn sie Farbe haben, heraus nehmen und das Gemüse ebenso anbraten. Mit Wasser aufgießen, die restlichen Zutaten zugeben und 2 Stunden leicht köcheln lassen. Wer so wie ich einen Multidampfgarer sein Eigen nennen darf, schiebt den Topf für 2 Stunden bei 105 Grad Intervalldampf plus ins Rohr und macht derweil ein Nickerchen. Am Ende der Kochzeite seihe ich die Suppe ab und nehme die Gemüsewürfel als Suppeneinlage heraus. Je nachdem, welche Hühnerteile ihr verwendet habt, löst ihr das essbare Fleisch von den Knochen, das dann auch wieder in die Suppe kommt. Alles noch einmal abschmecken und mit den Kaspressknödel oder ganz einfach mit Suppennudeln servieren.

Kaspressknödel
400 g Brot- oder Gebäckreste in Würfel schneiden bzw. gekaufte Semmelwürfel
150 g Käse (zb Bergkäse), in kleine Würfel geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
160 ml Milch
1 Ei, etwas verquirlt
1 TL gemahlener Kurkuma
1 TL Hagebuttenpulver
1 EL Brennesselsamen
1 Hand voll gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer
Rapsöl

Die Zwiebel in Rapsöl glasig braten, mit der Milch aufgießen und über die Brotwürfel gießen. Das verquirlte Ei und alle anderen Zutaten daruntermischen. Gut verkneten und dann 1 Stunde stehen lassen. Falls die Brotwürfel schon recht trocken waren, noch mehr Milch zugeben. Wenn die Masse schön durchgezogen ist, mit nassen Händen flache Laibchen formen und in Rapsöl oder Butter goldbraun braten.

TIPP: Ich bestreiche die Knödel rundherum mit Öl, leg sie auf ein Patisserieblech und dann kommen sie bei 180 Grad Intervalldampf für 25 Minuten in meinen Multidampfgarer. Braucht viel weniger Öl und man kann alle auf einmal machen.

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