Allgemein, Österreichische Küche, Fleisch, Hauptspeisen, Rezept

Schnitzerl-Zeit 🇦🇹

So fängt das Wochenende gut an. Am Freitag gleich einmal a Schnitzerl mit Erdäpfelsalat.

Als g’lernter Österreicher nimmt man natürlich Schweineschmalz zum Ausbacken und rüttelt immer schön an der Pfanne, damit die Panier schön souffliert.

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Die Zutatenliste ist bekanntlicherweise kurz:
Schnitzelfleisch (ich nehm entweder das Kaiserteil oder Filet, wenns Fingerfood werden soll)
Salz und Pfeffer
Mehl, Ei –  leicht verquirlt und Brösel
Fleisch salzen und pfeffern, mit Mehl, Ei und Brösel parieren und in heißem Schmalz knusprig herausbacken.
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Mein Erdäpfelsalat besteht aus 1 kg festkochenden Erdäpfeln, die ich in meinem Dampfgarer 40 Minuten gare, noch heiß schäle und dann etwas abkühlen lasse. Lauwarm in Scheiben geschnitten werden die Erdapferl dann mit folgendem Dressing vermengt:
200 ml Rindsuppe aufkochen und 1 klein gehackte rote Zwiebel 2 Minuten darin leicht köcheln lassen (Dann ist der Zwiebel bekömmlicher). Die Zwiebel abseihen und die Suppe auffangen. 4 EL Rapsöl, 4 EL Hesperidenessig,  1 TL englischer Senf, Salz und Pfeffer mit der Suppe verquirlen und über die Erdäpfelscheiben gießen. 1 Stunde durch ziehen lassen und vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schnittlauch dekorieren.
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Mahlzeit ihr Lieben und ein wunderbares Wochenende euch allen von mir
♥️
Krista
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Gemüse, Hauptspeisen, Rezept, Schnelle Küche, Vegetarisch

𝗚𝗿𝗶𝗹𝗹𝗮𝗴𝗲 [Grillasch](österreichisch für Grillerei, BBQ)

Seid ihr bereit für die erste Hitzewelle des Jahres?
🌞
Ich ja nicht wirklich, für Temperaturen über 30 Grad (oder doch schon 25?) bin ich nicht gemacht 🥵.

Hilft ja nix, essen muss der Mensch trotzdem, wenn es mir in meiner Küche also zu heiß wird, geht’s ab nach draußen an den Griller.

Heute vegetarisch und puristisch:

Schnabelberger Grill- und Bratkäse aus Waidhofen (erhältlich in der https://www.regionalhuette.at) und
Grüner Spargel aus Wolfsbach von https://www.beerenwelt-halbmayr.at/

Vom Spargel die unteren Enden abschneiden, den Käse in Scheiben schneiden und mit etwas Olivenöl auf der Grillplatte schön braun werden lassen. Ein paar Knoblauchzehen, Jungzwiebel und ein Paar Scheiben Brot mit auf den Griller und nach ein paar Minuten ist das Essen fertig.

Salzen und pfeffern und mit etwas Zitrone beträufeln.

🍋

Schmeckt a bissl nach Urlaub😉

MOIZEIT!
♥️


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Hauptspeisen, Pizza & Pasta, Rezept, Schnelle Küche

Pasta aglio e pomodori

🇮🇹

Inspiriert vom nun endlich beginnenden Sommer und von meinen Italiensch Stunden gibt´s jetzt wieder öfter schnelle leichte Pastagerichte zu Hause.

Und außerdem habe ich so eine Freude mit meinen selbst gezogenen Basilikumsorten, die müssen unbedingt verwendet werden.

🇮🇹

Und das ist tatsächlich eine ganz schnelle Variante. Während man das Wasser zum Kochen bringt und bis die Nudeln al dente sind, ist auch schon die Sauce fertig.

🇮🇹

Ich hol mir Italien halt nach Hause, bis ich dort wieder hin komme.

Pasta e basta!

Buon appetito cari amici e buon fine settimana a tutti!

♥️

2 Portionen:
360 g Spaghetti (ich nehme gerne auch die Vollkornvariante)
10 Stück Rispenparadeiser geviertelt
5 Knoblauchzehen grob gehackt
50 ml Olivenöl
1/2 getrocknete Chilischote
Salz, Pfeffer
frisches Basilikum und frisch geriebener Parmesan

Das Nudelwasser erhitzen, salzen und wenn es kocht, die Spaghetti nach Packungsanweisung kochen.

In einer Pfanne das Olivenöl mit der Chilischote erhitzen (mittlere Hitze), Knoblauchzehen kurz mitbraten, bis sie leicht gebräunt sind, dann die Tomatenstücke dazugeben, salzen und pfeffern und das Ganze zugedeckt schmurgeln lassen, bis die Nudeln fertig zum abseihen sind.

Die abgetropften Nudeln zu den Tomaten geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf 2 Tellern anrichten und mit dem frischen Basilikum und dem Parmesan bestreuen.

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Österreichische Küche, Fleisch, Hauptspeisen, Rezept

Fleischlaberl mit Püree

Klassisch, ohne viel Schnick-Schnack – so mag ich es. In allen Lebensbereichen. Und gerne auch beim Essen.

Also gab es an unserem 5. Hochzeitstag einen österreichischen Küchenklassiker:
Fleischlaberl mit Erdäpfelpüree (für alle Nicht-Österreicher 😉 – Buletten oder Fleischpflanzerl)

Beides schön flaumig und so a richtiges Wohlfühlessen an einem regnerischen Sonntag.

Und jetzt ab auf die Couch mit Tee und Zeitung, bevor morgen der Alltag wieder zuschlägt.

Schönen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche wünscht euch eure Krista ♥️

Ergibt 6- 8 Laberl:

1/2 kg Faschiertes
1 kleine Zwiebel fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 TL englischer Senf
2 TL Majoran
1/2 TL scharfes Paprikapulver
1/2 altbacken Semmel in Wasser eingeweicht und dann wieder ausgedrückt
Salz und Pfeffer
Rapsöl

Zwiebel und Knoblauch in Rapsöl glasig braten und mit allen anderen Zutaten zum Fleisch geben und mit den Händen gut durchkneten. Laberl formen und in Rapsöl schön langsam von beiden Seiten braten, bis sie braun und knusprig sind (dauert auf jeder Seite zwischen 10 und 15 Minuten).

Püree

1 kg mehlige Erdäpfel
Salz
100 g Butter
250 ml Milch
Muskatnuss

Die Erdäpfel schälen, in Würferl schneiden (dann gehts schneller) und in Salzwasser kochen o der wer hat, im Dampfgarer weich dämpfen. Noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einem Kartoffelstamper zerstampfen. Die Butter dazu geben, mit Salz und geriebener Muskatnuss würzen und dann die Milch zufügen alles schön cremig rühren.

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Hauptspeisen, Jause, Rezept, Schnelle Küche, Snacks, Vegetarisch, Vorspeisen

Rhabarber-Weichkäse-Tarte

Am letzten Wochenende durfte ich euch mein Fichtenwipferl-Gelee präsentieren. Da es fast zu schade ist, „nur“ als Brotaufstrich verwendet zu werden, findet es heute Platz auf meiner Rhabarber-Weichkäse-Tarte.

Essenstechnisch bin ich nicht zwingend der große Freund des – für mich viel zu sauren – Gemüses (ja, Rhabarber ist kein Obst). Aber er wächst bei uns im Garten, da aus den Blättern eine Jauche zur Bekämpfung von Blattläusen hergestellt werden kann und wir in unserem Garten auf künstliche Schädlingsbekämpfung verzichten.

Somit habe ich mir eine pikante, durch das Wipferlgelee leicht süße Alternative zu Rhabarberkuchen und -kompott überlegt, die aufgrund der Farbkomposition von rötlich gefärbtem Rhabarber und rosa Beeren nicht nur optisch, sondern auch geschmackstechnisch gesehen, hervorragend mit einem Glas Rosé harmoniert.

Mit einer Schüssel grünem Salat macht man daraus eine feine, frühlingshafte Hauptspeise.

1 Packung fertiger Tarteteig (rund)

250 g Ricotta
Salz, Pfeffer
1 TL frische Thymianblättchen
Abrieb 1/2 Bioorange
1 TL Fichtenwipferlgelee (bzw. Honig od. Ahornsirup)

250 g Rhabarber (ev. geschält, wenn er sehr fasrig ist)
1 EL rosa Beeren
1 TL frische Thymianblättchen

100 g Weichkäserolle in 2-3 mm düne Scheiben geschnitten *

Wipferlgelee, Orangenabrieb, rosa Beeren und Thymian für oben drauf

Eine Tarteform mit Backpapier auslegen und den Teig hinein legen. Den Ricotta mit Salz, Pfeffer, Thymian, dem Orangenabrieb und dem Wipferlgelee verrühren und auf dem Teig verstreichen.

Den Rhabarber in 0,5 cm Stücke schneiden und auf der Ricottamasse verteilen. Die rosa Beeren zwischen den Handflächen verteilen und mit den Thymianblättchen den Rhabarber gleichmäßig bestreuen.

Den dünn geschnittenen Weichkäse oben auf legen und alles noch einmal mit etwas Orangenabrieb, Thymianblättchen und rosa Beeren dekorativ bestreuen und Kleckse des Gelees auf den Käsescheiben platzieren.

Im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad Heißluft 25 Minuten backen, bis der Käse schön braun ist.

* in diesem Rezept habe ich den Weichkäse von Krenn’s Milchwerkstatt verwendet. Weich, aber schnittfest zugleich https://www.milchwerkstatt-krenn.at/ unbezahlte Werbung

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Fleisch, Hauptspeisen, Rezept

Mostviertler Empanadas auf Most-Senf-Kraut

„Regionale Kulinarik verbunden mit Weltoffenheit“,

so hat mein Schwager Dr. Martin Haltrich mich und meinen Blog auf Radio NÖ vor einiger Zeit in einem seiner Interviews beschrieben. Das ist mir beim Entwickeln und Schreiben dieses Rezeptes wieder in den Sinn gekommen und passt – so finde ich – unglaublich gut zu diesem Rezept mit regionalen Zutaten und spanisch angehauchtem Namen.

Wesentlich an der Zubereitung dieses Gerichtes ist der Faktor Zeit. Das Rezept ist nichts für Fans der schnellen Küche. Erstens schmort das Fleisch schon einmal 3 Stunden im Rohr und zweitens lasse ich das zerkleinerte Bratenfleisch in der Sauce über Nacht ziehen, damit die Fülle schön saftig wird und die richtige Konsistenz bekommt.

Slow-Food vom Feinsten also.

Wenn man dann noch rechnet, dass man – so wie ich – die Lebensmittel vom Produzenten direkt kauft, klingt das ganz schön aufwändig, aber dieser Aufwand lohnt sich allemal, wenn man das Ergebnis einmal verkostet hat. Das Rezept ergibt übrigens ca. 30 Teigtaschen, die man auch gut einfrieren kann und bei Bedarf einfach frisch herausbäckt. Dann wird das Slowfood zum hausgemachten Fastfood.  

 

Fleischfülle:

500 g Bio-Rinderbratenfleisch (zB https://bio-galloway.at/)

2 EL in Essig eingelegte Senfkörner (ich habe meine selbst eingelegt, aber unter dem Namen „Senfkaviar“ oder „Bauernkaviar“ kann man die auch kaufen)

gehackter Rosmarin, Salz und gemahlene, getrocknete, gehackte Orangenschale je nach Wunschgeschmack vermischen

10 Körner tasmanischer Bergpfeffer (normaler Pfeffer tut’s natürlich auch, aber der ist besonders!) gemörsert

1 EL Schweineschmalz

Je 120 g Lauch, Sellerie und Karotten in ca. 1 cm große Würfel geschnitten
1 große rote Zwiebel, gewürfelt
2-3 gehackte Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
¼ l Most
¼ l Rindsuppe

Topfenteig:

200 g zerlassene Butter
225 g Topfen vom Bauern (mit mehr Fettanteil, zB. von https://www.milchwerkstatt-krenn.at/)
375 g Mehl (die Hälfte griffig und die andere Hälfte glatt)
Salz

Most-Senf-Kraut:

2 EL Schweineschmalz
1 Zwiebel gewürfelt
1-2 EL Honig (je nach gewünschter Süße)
2 EL Senfkörner (grob gemörsert)
700 g Weißkraut (in Fleckerl geschnitten)
300 ml Most
Salz, Pfeffer, etwas gemahlener Kümmel
6 Wacholderbeeren (angedrückt)
4 Lorbeerblätter (eingeschnitten)
½ – 1 TL Chiliflocken (je nach gewünschtem Schärfegrad)
60 ml Obers (ungeschlagen)

Zubereitung:

Fleischfülle:

Das Fleisch rundherum mit der Rosmarin-Salz-Orangenmischung und den gemörserten Pfefferkörnern einreiben und die obere Seite mit den Senfkörnern bestreichen. Im Schweineschmalz ordentlich scharf anbraten.

Das Fleisch herausnehmen und im Bratensatz das Gemüse anrösten, bis alles schön braun ist. Das Tomatenmark zugeben und ca. 2 Minuten mitrösten.

Mit Most und Suppe aufgießen und dann für 3 Stunden bei 130 Grad ins Rohr.

Nach dieser Zeit sollte das Fleisch schön weich sein. Das Fleisch aus der Sauce nehmen und etwas abkühlen lassen, damit es sich besser schneiden lässt. Sobald der Braten kalt ist, in Scheiben, danach in kleine Würfel schneiden und mit der Sauce verrühren, die dann über Nacht kühl gestellt wird.

Topfenteig:

Am nächsten Tag bereitet man dann als erstes den Topfenteig zu.

Zuerst Butter und Topfen verrühren, etwas salzen, mit dem Mehl vermengen und mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie einpacken und mind. 1 Stunde kühl stellen und rasten lassen.

Eine saubere Fläche mit Mehl bestauben und den Teig portionsweise 2-3 mm dick ausrollen und Kreise mit ca. 10 cm ausstechen.

Auf jedes Teigstück etwas Fülle geben, die Teigränder mit etwas Wasser bestreichen, damit’s besser pickt (also hält) und zusammenklappen.

Die Ränder mit den Zinken einer Gabel festdrücken, damit die Teigtaschen beim Braten nicht aufgehen.

Die fertig gefüllten Empanadas werden dann schwimmend in Öl goldbraun heraus gebacken und mit dem Mostkraut serviert.

TIPP: Das Rezept reicht für ca. 30 Stück mit 10 cm Durchmesser – was von den nicht gebratenen Empanadas nicht sofort gegessen wird, kann ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden und auch ganz gut eingefroren werden. Ich backe die tiefgefrorenen Teigtaschen ohne Auftauen direkt im Öl ganz langsam heraus. Die Empanadas sind auch super als Fingerfood geeignet, anstelle des Mostkrauts würde ich sie dann zB mit einen Sauerrahm-Dip mit Knoblauch und Schnittlauch servieren.

Most-Senf-Kraut:

Die Zwiebelwürfel in Schmalz leicht bräunen, dann den Honig und den Senf zugeben und ein paar Minuten mitrösten. Das Kraut dazu geben und einige Minuten bei etwas mehr Hitze mitbraten, sodass alles etwas bräunt. Mit dem Most ablöschen, die Gewürze dazugeben, die Hitze reduzieren und 25 Minuten zugedeckt dünsten lassen.

Weitere 5 Minuten mit offenem Deckel weiter dünsten, so dass die Flüssigkeit etwas verdampft. Wenn das Kraut durch, aber noch knackig ist, den Herd abdrehen, das Obers zufügen und noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

TIPP:

Die Wacholderbeeren und die Lorbeerblätter in einen Teefilter geben, dann findet man sie leichter wieder.

Man kann das Kraut auch schon am Vortag zubereiten, während das Fleisch im Ofen ist.

Hier meine Bezugsquellen, für welche ich gerne Gratiswerbung mache 😊:

Rindfleisch: Bio-Gallowayhof Kerschbaumlehen bio-galloway.at
Topfen: Milchwerkstatt Krenn www.milchwerkstatt-krenn.at
Gemüse: Netswerk Gstadt www.netswerk.net/gstadt
Most: Regionalhütte Waidhofen www.regionalhuette.at
Bauernkaviar: Biohof Zillach www.zillach.at

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand die Arbeit macht und mein Rezept ausprobiert und mir dann schreibt, wie es geschmeckt hat. Ihr könnt mir auch gerne ein Foto davon schicken (kochliebe@gmx.at) oder in meinen sozialen Medien (Facebook oder Instragram unter kochliebe.at) teilen.

Viel Spaß dabei!

Krista

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Österreichische Küche, Hauptspeisen, Rezept, Schnelle Küche

Selchfleisch-Fleckerl-Gratin

Lustigerweise hab ich immer am wenigsten Zeit zum Kochen, wenn ich genug davon hätte. So wie heute.

Mittwoch ist mein freier Tag bei meinem „normalen“ Job.

Da lass ich mich dann gerne treiben, geh auf den Berg, mach Yoga, les ein Buch (ziemlich wahrscheinlich ein Kochbuch) und kauf vielleicht ein paar Lebensmittel ein.

Tja, aber Hunger haben wir natürlich trotzdem und dann gibt´s oft was Schnelles. Heute zum Beispiel die Abwandlung eines österreichischen Wirtshausklassikers. Aus den gratinierten Schinkenfleckerl wird ein Selchfleisch-Auflauf.

MAHLZEIT!

4 Portionen:

500 g Fleckerl
400 g Selchfleisch
1 Zwiebel klein gewürfelt
Rapsöl
Petersilie
Salz, Pfeffer

Guss:
1 Becher Sauerrahm
2 Eier
Salz, Pfeffer Muskat

Als Erstes die Fleckerl in Salzwasser bissfest kochen. Während das geschieht, das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, den Zwiebel darin etwas bräunen und dann das gewürfelte Selchfleisch mit rösten. Nach ein paar Minuten die gehackte Petersilie unterrühren. Wenn die Fleckerl al dente sind, abseihen, gut abtropfen lassen und mit dem Selchfleisch vermischen. Die Fleckerl-Fleisch-Mischung in eine Auflaufform leeren.

Für den Guss den Sauerrahm mit den Eiern gut versprudeln und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Diese Mischung über die Fleckerl gießen und das Gratin bei 180 Grad im Rohr 30 Minuten überbacken.

Wir essen dazu gerne einen selbstgemachten Rote-Rüben-Salat. Ein grüner Salat oder ein Rahm-Gurken-Salat passen natürlich auch hervorragend. Oder was euch sonst so schmeckt.

Für den rote Rüben-Salat nehme ich vorgekochte Rote Rüben, schneide sie ganz dünn in Scheiben und vermenge sie mit einem Dressing aus Rapsöl, Apfelessig, Salz, Pfeffer, gemahlenem Kümmel und Wasser. Dann kommt noch ordentlich frisch gerissener Kren dazu.

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Fisch & Meeresfrüchte, Hauptspeisen, Rezept

Aus dem Fluss auf den Tisch

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich gerne Sachen aus der Region verkoche. Direkt aus der schönen Ybbs, die unter unserem Haus vorbei fliesst, hat mein Mann für seine Lieblings-Schwiegermutter und das heurige Muttertagsessen ein paar hübsche, frische Forellen geangelt.

Noch regionaler geht faktisch nicht.

Mit einer davon hab ich schon was Feines ausprobiert:
Der Fisch kommt auf ein Bett aus bunten Karotten und wird mit einer leichten Jungzwiebelsauce und Reis serviert.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen schönen Muttertag!

🌺♥️🌷🥀🌹

Wer noch eine Vorspeise dazu braucht:
Entweder ein leichtes Süppchen: https://kochliebeat.wordpress.com/2021/05/05/lauch-kresse-sueppchen/ oder passend zum Fisch: //kochliebeat.wordpress.com/2021/01/03/lachsforellentartar-auf-2erlei-mousse/

4 Personen:
800 g bunte Karotten in nicht zu kleine Würfel
1/2 Bund Jungzwiebel grob zerteilt
2 EL Öl
4 – 5 Knoblauchzehen grob gehackt
Salz, Pfeffer


1 Forelle (ca. 1 kg, oder 2 kleinere)
Salz, Pfeffer
3 – 4 Scheiben einer Biozitrone
1 Kräuterbund nach Saison (ich hab frisches Bohnenkraut aus dem Garten verwendet)
3 Knoblauchzehen (angedrückt)

1/2 Bund Jungzwiebel
2 EL Butter
20 ml Verjus (Saft aus grünen Trauben), man kann auch Wein nehmen
250 ml Fischfonds
50 ml Obers
Salz und Pfeffer


Die Karotten, der Knoblauch und die Jungzwiebel mit dem Öl vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen und in eine große Bratenform (od. Auflaufform) geben. Den Fisch innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen, mit den Kräutern, den Zitronenscheiben und dem Knoblauch füllen und auf das Gemüse legen.

Je nach Größe der Forelle dann im Backrohr bei 180 Grad ca. 1 Stunde garen. Der Fisch ist durch, wenn sich die Rückenflosse leicht herausziehen lässt.

Während der Fisch im Rohr ist, kocht man den Reis für die Beilage (oder dämpft ihn im Dampfgarer) und bereitet die Sauce zu. Dazu die klein geschnittenen Jungzwiebel in Butter anschwitzen, mit Verjus ablöschen und mit Fischfonds und Obers aufgießen. Salzen und pfeffern und für 15 Minuten leicht köcheln lassen. Dann mit dem Stabmixer aufmixen.

Den Fisch filetieren und mit Gemüse, Reis und Sauce anrichten.

Tipp:
Bei 180 Grad wird die Fischhaut nicht sehr knusprig. Ich hab nach dem Filetieren die Haut vom Fisch abgelöst (alles andere kommt zum warm halten ins Rohr) und in einer Pfanne knusprig gebraten.

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Hauptspeisen, Rezept

Königsberger Klopse

Meine deutsche Verwandtschaft möge mir verzeihen, aber die Küche unserer Lieblingsnachbarn hat bei uns ja nicht nur Fans. Ich sag nur: Schnitzel mit Tunke und so 😉. Außer der Curry-Wurst fällt mir kulinarisch auch nicht sehr viel mehr ein, obwohl ich früher des Öfteren Berlin bereist habe und ich es dort immer ganz wunderbar fand, auch essenstechnisch.

Und da sind wir auch schon beim Thema: Berlin und Königsberger Klopse, das gehört für mich zusammen. Am Prenzlauer Berg im Pratergarten bei diesem typischem Ostberliner Gericht zu sitzen, das ist bei mir schon eine Weile her und muss auf jeden Fall dringend wiederholt werden. Nehmen wir uns das einmal vor und hoffen voll Zuversicht, dass auch diese Zeiten wieder kommen werden.

Einstweilen mach ich mir die Klopse in der Kapernsauce einfach selber und schwelge in Erinnerungen.

für 4 Portionen
1 mittelgroße Zwiebel
1 EL Butter
1 trockene Semmel
3 Sardellenfilets
500 g Faschiertes
2 Eier
Salz, Pfeffer
700 ml Rindsuppe (oder Gemüsesuppe)
100 ml Weißwein

25 g Butter
3 EL Mehl
1-2 EL gehackte Kapern (nach Geschmack)
1 Eidotter
1/2 TL geriebene Zitronenschale
50 ml Obers
1 TL engl. Senf

Zwiebel würfeln und in Butter andünsten. Die Semmel klein schneiden und in warmem Wasser kurz einweichen und ausdrücken. Die gehackten Sardellen, die ausgedrückte Semmel mit dem Faschierten und den 2 Eiern gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit feuchten Händen kleine Bällchen formen.

Die Suppe mit dem Wein aufkochen, die Hitze reduzieren und die Klopse im Sud ca. 15 Minuten ziehen lassen. Danach mit einem Schaumlöffel herausnehmen und den Sud zur Seite stellen.

In einem eigenen Topf die 25 g Butter flüssig werden lassen, das Mehl einrühren und mit dem Sud (ev. vorher abseihen) langsam aufgießen. Die Sauce vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen, bevor der Eidotter eingerührt wird (der gerinnt sonst). Kapern, Senf, Obers und Zitronenschale einrühren, die Klopse wieder einlegen und noch einmal ca. 15 Minuten bei ganz wenig Hitzen durchziehen lassen. Mit gekochten Erdäpfeln servieren.

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Gemüse, Hauptspeisen, Rezept, Schnelle Küche, Vegan, Vegetarisch

Erdäpfel-Lauch-Curry – vegan

Curryliebe

Ich liebe Gewürze und bin normalerweise kein Käufer von Gewürzmischungen, aber bei Currymischungen ist das anders. Kürzlich habe ich eine Curry-Gewürze-Tee-Bestellung beim St. Wolfganger Kräuterhaus gemacht, mit der ich wahrscheinlich bis zum Sankt Nimmerleinstag auskomme, aber beim Lebensmittel-Shoppen gibt´s für mich kein Halten. Besser als Schuhe kaufen 🙂 – viel besser sogar!

https://kraeuterparadies.at/ (unbezahlte Werbung)

2 EL Kokosöl
2 cm Stück Ingwer gerieben
2 Stangen Lauch (ca. 250 g)
5 vorgekochte Erdäpfel (ca. 400 g)
3 EL Bengal Curry oder jede andere Currymischung, die euch schmeckt
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
etwas Zitronensaft

Kokosfett erhitzen, Lauch und Ingwer darin kurz anbraten, mit Kokosmilch aufgießen und das Currypulver einrühren. Dann die würfelig geschnittenen Erdapferl dazugeben und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Salzen (sofern in der Currymischung nicht schon Salz drin ist so wie bei der von mir verwendeten) und mit ein paar Tropfen Zitronensaft abschmecken.

Und FERTIG ist das Seelenfutter.

Wer mag, kocht sich noch Reis dazu und je nach dem reicht das Rezept für 2 – 4 Personen.

Mahlzeit ihr Lieben und lasst es euch schmecken!

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