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Kleinstadtliebe & Markttage

Ich komme aus einer Kleinstadt im westlichen Niederösterreich – Waidhofen an der Ybbs – mitten im Herzen des Mostviertels. Auch genannt – die „Stadt der Türme“.

Ich mag es hier. Sehr sogar. Irgendwie ist man in der Stadt, aber doch am Land. Es ist grün rundherum, man ist gleich irgendwo am Berg, die Wege sind kurz und ich bekomme alles, was ich zum Leben brauche – dazu ist zu sagen, dass ich definitiv nicht zu der Kategorie Shoppingqueen zähle, die 1000 verschiedene Geschäfte im Schuh- und Bekleidungseinzelhandel braucht 😅 👡👟👗👕.

*Ansicht Zell vom Ybbsuferweg*

Für viele Großstädter unvorstellbar, aber ich finds nett, wenn jeder irgendwie fast jeden kennt. Zumindest vom Sehen und vom Grüßen. Gewöhnungsbedürftig dann schon eher, dass auch irgendwie fast jeder was von fast jedem weiß. Aber da muss man halt drüber stehen. Ich finds lustig.

*Zeller Hochbrücke*

So genügsam ich beim Kleiderkauf bin, um so anspruchsvoller bin ich dagegen, wenns ums Essen kaufen geht.

Daher freut es mich immer wieder, dass es Dienstags und Freitags den traditionellen Wochenmarkt gibt. Angeboten werden feine Wurst- und Fleischwaren, Fisch, Käse, Obst und Gemüse, Blumen, Gemüsepflanzen, Schnaps und Marmelade und wer will bekommt auch Schafwollsocken und was zum Einreiben der Gelenke.

Und eine Gelegenheit, um sich über den neuesten Tratsch zu informieren und auszutauschen, gibt es gratis oben drauf.

Waidhofen ist auf jeden Fall einen Besuch wert, ob mit oder ohne Wochenmarkt.

http://www.waidhofen.at

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Allgemein, Österreichische Küche, Fleisch, Hauptspeisen, Rezept

Schnitzerl-Zeit 🇦🇹

So fängt das Wochenende gut an. Am Freitag gleich einmal a Schnitzerl mit Erdäpfelsalat.

Als g’lernter Österreicher nimmt man natürlich Schweineschmalz zum Ausbacken und rüttelt immer schön an der Pfanne, damit die Panier schön souffliert.

🇦🇹
Die Zutatenliste ist bekanntlicherweise kurz:
Schnitzelfleisch (ich nehm entweder das Kaiserteil oder Filet, wenns Fingerfood werden soll)
Salz und Pfeffer
Mehl, Ei –  leicht verquirlt und Brösel
Fleisch salzen und pfeffern, mit Mehl, Ei und Brösel parieren und in heißem Schmalz knusprig herausbacken.
🇦🇹
Mein Erdäpfelsalat besteht aus 1 kg festkochenden Erdäpfeln, die ich in meinem Dampfgarer 40 Minuten gare, noch heiß schäle und dann etwas abkühlen lasse. Lauwarm in Scheiben geschnitten werden die Erdapferl dann mit folgendem Dressing vermengt:
200 ml Rindsuppe aufkochen und 1 klein gehackte rote Zwiebel 2 Minuten darin leicht köcheln lassen (Dann ist der Zwiebel bekömmlicher). Die Zwiebel abseihen und die Suppe auffangen. 4 EL Rapsöl, 4 EL Hesperidenessig,  1 TL englischer Senf, Salz und Pfeffer mit der Suppe verquirlen und über die Erdäpfelscheiben gießen. 1 Stunde durch ziehen lassen und vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schnittlauch dekorieren.
🇦🇹
Mahlzeit ihr Lieben und ein wunderbares Wochenende euch allen von mir
♥️
Krista
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Kochblog oder doch mehr?

Ein knappes halbes Jahr gibt es jetzt meinen Blog – ein Grund, mich und kochliebe.at einmal etwas genauer vor zu stellen.

Ich heiße Krista, lebe im schönen Waidhofen an der Ybbs und auf www.kochliebe.at verbinde ich zwei Dinge, die in meinem Leben wichtig sind: Den Umgang mit Essen, Kochen und Lebensmitteln und den Umgang mit Worten. Mein Mann sagt gerne „Buchstaben-Junkie“ zu mir, weil ich einfach immer alles rund um mich lesen muss und auch gerne vieles nieder schreibe. Auch als Therapie bei meinem Burnout vor 1 ½ Jahren stand Schreiben ganz oben und Kochen sowieso. Therapeutisches Kochen sozusagen. Das gleichmäßige Schneiden von Gemüse oder das Kneten von Teig hat ja was Meditatives.

Schon die Vorbereitung, angefangen beim Durchblättern neuer Kochbücher und vor allem auch die Beschaffung der Zutaten gehören für mich zum kreativen Prozess. Nach Rezept koche ich selten, ich experimentiere gerne. Mit verschiedenen Zutaten und Gewürzen, je nach Angebot der Saison. Dabei hoffe ich, auch andere Menschen zu motivieren, Neues auszuprobieren, beim Kochen kreativ zu sein und so gut es geht, nichts weg zu schmeißen – Restlverwertung, und „mit Butz & Stingl“ also.

kochliebe.at ist kein reiner Foodblog – hier (und mir) geht´s um mehr: Mehr Beschäftigung mit dem Produkt, mehr Regionalität, mehr Saisonalität, mehr Nachhaltigkeit. Regionale Produzenten unterstützen und sichtbar machen, dem Bauern vor Ort auch einmal einen Besuch abstatten, damit man sieht wo unser Essen wächst bzw. aufgezogen wird.

kochliebe.at wird auch immer mehr zu Gartenliebe. Es wurde fleißig vorgezogen, pikiert und ausgesät. Die ersten Pflanzen sind im Beet. Am Erntekalender 2021 stehen Erdäpfel, Lauch, Kürbis, Zucchini, Paradeiser, Paprika, Chilis, Rauna, Karotten, Salat, Kohlrabi, jede Menge Kräuter und vieles mehr. Ich freu mich schon aufs Verkochen.

Ich nehme euch auf Kochliebe.at mit in meine Genusswelt der unterschiedlichsten Rezepte und Ideen. Ob Vegetarier oder Fleischesser, Fans der schnellen Küche oder Liebhaber aufwändiger Gerichte, bei mir findet jeder das passende Rezept. Auf meinem Blog www.kochliebe.at gibt es wöchentlich neue Rezepte, die ihr auch auf Facebook, Instagram und TicToc unter kochliebe.at sehen könnt. Ihr findet bei mir Frühstücksideen, Vorspeisen, Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, Braten, Nudelgerichte, ab und zu was Süßes und dazwischen immer wieder Tipps & Tricks oder auch Geschenke aus der Küche.

Wenn zwischen Kochen, Essen und Garten noch Zeit bleibt, bin ich im Wald, am Berg oder auf der Yogamatte, lese ein schönes Buch oder trink eine feines Achterl (oder 2) mit Freunden.

Also Naturliebe, Heimatliebe und ganz viel Selbstliebe.

Wenn euch mein Blog gefällt, könnt ihr das gerne hier kommentieren oder mir eine e-mail schreiben. Ihr könnt auch gerne euren Freunden und Bekannten davon erzählen. Der Blog kann auch abonniert werden, dann versäumt ihr keinen Beitrag mehr und ihr bekommt automatisch eine e-mail. DANKE!

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Frühstück – die wichtigste (Mahl) Zeit des Tages

Wer frühstückt noch so gern wie ich?
Man sagt ja immer, das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Wie seht ihr das? Vielen reicht ja der Espresso im Stehen. Ich finde, es geht nicht nur darum, ohne Hunger in den Tag zu starten, sondern sich die Zeit (für sich selbst) zu nehmen, um gestärkt und in Ruhe und voll Energie in den Tag zu starten.
Und da ich seit ein paar Tagen vermehrt das Gefühl nach frischeren, gesünderen Sachen verspüre, gabs zum Start in meinen freien Mittwoch heute einen bunten Obst- und Gemüseteller mit einem Spiegelei.
Und gaaaanz viel Kresse drauf !
Die wächst fast immer bei mir auf der Fensterbank und ich freu mich immer wieder, wenn ich innerhalb von ein paar Tagen gesunde Vitamine „produziert“ habe 🙂
Ich wünsch Euch einen schönen Mittwoch!

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Allgemein, Mehlspeisen & Desserts

Blutorangen-Rosmarin-Tarte mit Olivenölmürbteig

Ich bin ein Winterkind. Nicht nur weil ich im Jänner geboren bin, sondern weil ich am Winter eigentlich alles mag. Mir ist sogar richtige Kälte lieber als mehr als 30 Grad im Sommer. Und wenn nach Weihnachten die ersten Blutorangen zu kaufen sind, bin ich total im Glück. Ich trinke dann Unmengen an ausgepresstem Orangensaft, da die Saison der Blutorangen ja bekanntlicherweise nur kurz ist. Und weil man Vitamine nicht zwingend trinken muss, liebe ich diese herrlich saftige Tarte, mit einem kleinen Kick Sommer drin – nämlich etwas Rosmarin.

Teig:
300 g Weizenmehl
120 ml Fandler Bio Olivenöl (unbezahlte Werbung)
100 g Staubzucker
1 ganzes Ei u. 1 Eigelb
1/2 Pkg. Backpulver
etwas Salz
geriebene Schale einer 1/2 Bio-Blutorange

Fülle:
250g Ricotta
2 Eier
Saft und Schale von 1,5 Bio-Blutorangen
100 g Kristallzucker
1 EL gehackter Rosmarin (frisch, wenn möglich)

Deko: 1 Bio-Blutorange und Kristallzucker

Mehl und Zucker in eine Schüssel sieben, mit Salz, Backpulver und Orangenschale vermischen und danach mit Olivenöl und den Eiern verrühren, bis eine bröselige Masse entsteht. Danach auf der Arbeitsplatte von Hand zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie einwickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Das Backrohr auf 180 Grad Heißluft vorheizen.

Während der Teig ruht, wird die Fülle zubereitet. Dazu Eier und Zucker schaumig aufschlagen, den Ricotta mit Blutorangensaft und -schale verrühren und unter die Ei-Zucker-Masse rühren. Nun kann der Mürbteig in Größe der Tarteform (Bodenfläche plus Randhöhe) ausgerollt werden. Am Besten funktioniert das zwischen zwei Backpapierblättern. Dann kann man gleich das untere Papier samt Teig in die Form legen und muss die Form nicht ausfetten. Den Teig in der Form gut an den Rändern andrücken, die überschüssigen Ränder abschneiden und mit einer Gabel den Boden etwas einstechen. Darauf die Ricottamasse verteilen und für ca. 30 Minuten schön goldbraun backen.

Als Dekoration eine Bio-Blutorange in dünne Scheiben schneiden, auf beiden Seiten in Zucker wälzen und auf Backpapier im Rohr bei 180 Grad Heißluft ca. 15 Minuten karamellisieren und die Tarte damit dekorieren.

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