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Knäckebrot

glutenfrei

Der Abschied von meinem geliebten langzeitgeführten Weizensauerteigbrot vom örtlichen Bäcker und überhaupt von Brot und Gebäck im Allgemeinen war neben dem Käse am schwersten. Da ich kein Freund von Fertigbackmischungen bin und keine glutenfreien Ersatzprodukte kaufen möchte, lasse ich Brot großteils einfach weg (ja, das geht 🙂 ).

Aber machmal brauchts eine „Unterlage“ zur Jause oder einfach was zum dazwischen Snacken. Und für diesen Zweck mach ich mir gerne dieses glutenfreie Knäckebrot mit vielen wertvollen Zutaten.

Als Basis zur Bindung dient hier Maismehl, welches von Natur aus glutenfrei ist. Ihr könnt es in guten Bioläden kaufen. Achtung: Nicht mit Maisgrieß, also Polenta verwechseln.

Weiters kommt hochwertiges Olivenöl mit einem hohen Anteil an gesunden Fettsäuren dazu. Es enthält Polyphenole, also sekundäre Pflanzenstoffe, welche sich positiv auf das Immunsystem auswirken und zusätzlich antioxidativ sind.

Was ist sonst noch Gesundes drin? Leinsamen zum Beispiel enthalten Omega-3-Fettsäuren. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken entzündungshemmend, gegen Herzrhythmusstörungen und schützen die Herzkranzgefäße vor Ablagerungen. Ich baue daher mind. 1 Teelöfferl Leinöl täglich irgendwo in meinen Speiseplan ein.

Und was noch fein ist: all diese Nüsse und Saaten wachsen bei uns in Österreich, man kann sich also sein regionales Knäckebrot basteln.

Noch ein paar Fakten:

Kürbiskerne enthalten Magnesium, Eisen, Zink
Leinsamen enthalen Omega-3, Kalium, Magnesium, Kalzium
Sesam enthält Vitamin B1, Magnesium, Kalzium, Zink
Sonnenblumenkerne enthalten Vitamin E, Vitamin B1

Das Knäckebrot ist eine hervoragende Alternative zu Chips und sonstigem Fernsehknabberzeugs und schmeckt trotz der vielen Körndln überraschenderweise auch fast allen Kindern.

Aufstrich oder Dip dazu (zb. Rauna-Aufstrich crossover, Oliven- und Tomatenpaste oder Kürbis-Kichererbsen- Aufstrich) und fertig ist die gesunde Jause.

Ich freu mich, wenn ihr mein Rezept nachmacht und mir euer Feedback schreibt. Gerne auch als mail an kochliebe@gmx.at oder ihr besucht mich auf meinen Social Media Seiten auf Instagram oder facebook (kochliebe.at). Hier gibts fast täglich Stories zum Thema Essen & Kochen.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende und alles Liebe!

Eure Krista


Für 1 Backblech:

60 g Maismehl
65 g Sesamsamen weiß
65 g Sonnenblumenkerne
65 g Kürbiskerne
40 g Leinsamen
1/2 TL Salz
50 ml natives Olivenöl
200 ml kochendes Wasser
Optional: 1 TL Dukkah (Gewürz)
oder andere Gewürze nach Geschmack

Das Backrohr auf 150 Grad Heißluft vorheizen. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel verrühren. Dann das Öl und das heiße Wasser zugeben und alles gut verrühren. Eine Stunde stehen lassen, nochmals gut durchrühren und gleichmäßig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech aufstreichen – siehe Tipp unten. Im vorgeheizten Rohr 1 Stunde backen, abkühlen lassen und dann in Stücke brechen.

Oder: Wer schöne gleichmäßige Stücke möchte: 15 Minuten nach Backbeginn nochmals aus dem Rohr nehmen und mit einem Messer oder Pizzarad in gleichmäßige Stücke schneiden. Das gelingt nur im leicht angetrockneten Zustand.

TIPP: Ich lege ein zweites Backpapier drauf und rolle die Masse mit einem Nudelwalker (Nudelholz) aus, dann wird die Oberfläche schön gleichmäßig und mann kommt in alle Ecken. Das obere Papier wieder entfernen und backen.

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